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Schavan: Vorbilder für den europäischen Forschungsraum

13.03.2007 - (idw) Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bundesministerin gratuliert Leibnizpreisträgern zu herausragenden Leistungen

Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat am Dienstag bei der Verleihung des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises die zehn Preisträgerinnen und Preisträger als herausragende Vertreter ihrer jeweiligen Disziplin gewürdigt: "Die deutsche Wissenschaft braucht Sie, nicht nur Ihre Forschungen, sondern auch Ihr Vorbild, wie man mit Talent und Engagement außergewöhnliche Ziele erreichen kann." Sie betonte die Bedeutung des Leibniz-Preises für die Wissenschaft und versprach den Forscherinnen und Forschern ihre volle Unterstützung. Schavan warb für ein günstiges Umfeld für Forschung und Entwicklung in Deutschland und hob dabei Neuerungen in der Unternehmenssteuerreform hervor: "Die Steuersätze für Unternehmen werden erheblich gesenkt, dies stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland und ist ein positives Signal für mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus werden wir die Rahmenbedingungen für Wagniskapitalgeber deutlich verbessern, um Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Produkte umzusetzen." Sie wies auch darauf hin, dass die Bundesregierung Gutachten zu steuerlichen Anreizen für Innovationen in Auftrag geben hat und über neue Wege nachdenken wird. "Wir wollen die steuerliche Behandlung von Investitionen in Forschung und Entwicklung im internationalen Vergleich prüfen", sagte Schavan.

Die zehn Leibniz-Preisträgerinnen und Preisträger erhalten in diesem Jahr zum ersten Mal eine Fördersumme von bis zu 2,5 Millionen Euro statt bisher 1,55 Millionen Euro. Dadurch sollen insbesondere die Unabhängigkeit der Wissenschaftler gestärkt und ihre Forschungsmöglichkeiten verbessert werden. Schavan betonte, der Leibniz-Preis setze gerade auf europäischer Ebene ein deutliches Zeichen: "Wir brauchen herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Mit dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm haben wir einen wichtigen Schritt getan, um zu zeigen, dass Wissenschaft und Forschung in Europa jetzt oberste Priorität haben."

Der Leibniz-Preis ist Deutschlands höchstdotierte Wissenschaftsauszeichnung. Das Geld kann sieben Jahre lang flexibel für Forschungsarbeiten eingesetzt werden. Vergeben wird die Auszeichnung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die zum Großteil vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Prof. Dr. Jens Claus Brüning, Institut für Genetik der Universität zu Köln

Prof. Dr. Patrick Bruno, Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik, Halle/Saale

Prof. Dr. Magdalena Götz, GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Institut für Stammzellforschung, Neuherberg, und Institut für Physiologie der Ludwig-Maximilians-Universität München

Prof. Dr. Peter Gumbsch, Institut für Zuverlässigkeit von Bauteilen und Systemen (IZBS) der Universität Karlsruhe und Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM), Freiburg i. Br. und Halle/Saale

Prof. Dr. Gerald Haug, Department Geodynamik, GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam und Institut für Geowissenschaften der Universität Potsdam

Prof. Dr. Bernhard Jussen, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld


Prof. Dr. Guinevere Kauffmann, Max-Planck-Institut für Astrophysik, Garching

Prof. Dr. Falko Langenhorst, Institut für Geowissenschaften der Universität Jena

Prof. Dr. Oliver Primavesi, Institut für Klassische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München

Prof. Dr. Detlef Weigel, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen
Weitere Informationen: http://www.bmbf.de/press/1996.php
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