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Pressemeldung Fachhochschule Gelsenkirchen: Dr. Michael Greiling aus Münster wurde auf eine Stiftungsprofessur zum Thema

14.03.2007 - (idw) Fachhochschule Gelsenkirchen

Die Fachhochschule Gelsenkirchen hat eine Stiftungsprofessur erhalten, die sich um bessere Arbeitsabläufe im Gesundheitswesen in Forschung und Umsetzung kümmert. Besetzt wird die Professur am Standort Gelsenkirchen mit Dr. Michael Greiling aus Münster. Greiling ist bereits seit 2004 Geschäftsführer des an die Hochschule angebundenen "Instituts für Workflow-Management im Gesundheitswesen" (IWiG). Gelsenkirchen/Münster. Wie ernst es jemandem mit einer Sache ist, merkt man, wenn er dafür Geld in die Hand nimmt. An der Fachhochschule in Gelsenkirchen gibt es seit neuestem eine Professur, die von einer süddeutschen Krankenkasse mitfinanziert wird, weshalb die Professur eine Stiftungsprofessur über den normalen Stellenplan der Hochschule hinaus ist. Auf ihr soll erforscht werden, wie der Ablauf von Geschäftsprozessen in der Gesundheitswirtschaft verbessert werden kann. Doch bei der Forschung soll es aus Sicht der Stifterin, der Fachhochschule und des neuen Professors nicht bleiben. Das Ziel sind unmittelbar verwertbare Verfahrensvorschläge, um Geschäftsabläufe in der Gesundheitsversorgung zu verbessern.
Besetzt wurde die Professur mit Dr. Michael Greiling aus Münster, in Gelsenkirchen mindestens seit 2004 kein Unbekannter, da er seitdem das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen leitet, eine an die Hochschule assoziierte Einrichtung. "Workflow" meint in diesem Fall, Arbeitsabläufe computergestützt zu verbessern und wirksamer zu machen. Vorher arbeitete der promovierte Ökonom bei einer Einrichtung der evangelischen Kirche, die Unternehmen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen in allen Bereichen des Managements von der Strategie über das Qualitätswesen bis zu Marketing, Personalführung und Computerausstattung unterstützt. Studiert hat der heute 40-Jährige Betriebswirtschaft und Sozialpädagogik. Danach hat er in Bochum am Institut für angewandte Innovationsforschung der Ruhr-Universität gearbeitet. Seine Professur in Gelsenkirchen ist auf zunächst fünf Jahre befristet.
Greiling sieht sich beim Management in der integrierten Krankenversorgung als Schrittmacher und Pionier: "Die Versorgungskette vom ersten Besuch beim Hausarzt über die möglicherweise nötige Behandlung beim Facharzt, im Krankenhaus und/oder in einer Rehabilitation braucht eine starke Vernetzung, wie sie im Moment noch nirgendwo in akzeptabler Form verwirklicht ist. In mittlerer bis nicht mehr so ferner Zukunft sehe ich hier Dienstleister, die die Patienten aus einer Hand mit allem Nötigen versorgen und zwischen den einzelnen Gliedern der Versorgungskette managementorientiert vermitteln. Das spart Mehrfachuntersuchungen, Schreibaufwand in der Dokumentation und führt für den Patienten zu einer schnelleren, effizienteren und damit auch angenehmeren Behandlung, weil er nicht mehr das Gefühl bekommt, als fingen alle ständig wieder am Anfang an." Da Greiling Ökonom ist, kann er seine Theorie auch rechnen. "Wenn wir mit der Kalkulation, der Optimierung der Abläufe, der Dokumentation und der Evaluation fertig sind, kann beispielsweise jedes Krankenhaus die Kosten eines Krankheitsbildes berechnen und weiß, ob es wirtschaftlich und optimal für den Patienten arbeitet." Das sei, so Greiling, in Deutschland und wahrscheinlich international zurzeit noch nicht verbreitet.
Seine Theorien und Methoden will Greiling in Zusammenarbeit mit Ärzten, Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen der Emscher-Lippe-Region auf Praxistauglichkeit prüfen. Dazu lädt er entsprechende Betriebe ein, sich bei ihm zu melden und Kooperationen zu bilden. Aber auch für seine Studierenden hat Greiling eine interessante Perspektive: "Während etwa in der Automobilbranche solche Managementtheorien längst fachorientiert etabliert sind, ist die Gesundheitsversorgung noch eher eine Management-Methodenwüste. Wer bei mir studiert, kann schon während des Studiums und als Absolvent helfen, eine Branche mitzugestalten, in der hochmotivierte Menschen arbeiten, um Kranken zu helfen. Das ist eine äußerst interessante und sehr befriedigende Aufgabe für Männer und Frauen."
Die Fachhochschule Gelsenkirchen kümmert sich bereits seit mehreren Jahren intensiv um das Gesundheitswesen sowohl im Management als auch in der Medizintechnik. Unter anderem gibt es einen Studiengang für Mikrotechnik und Medizintechnik, die Wirtschaftsstudenten haben die Möglichkeit, sich auf das Management im Gesundheitswesen zu spezialisieren, ein "Insite Med" genanntes Institut kümmert sich um neue Technik und neue Managementmethoden in der Medizin. Das seit Januar zur Fachhochschule Gelsenkirchen gehörige "Institut Arbeit und Technik" hat einen Forschungsschwerpunkt für Gesundheitswirtschaft und Lebensqualität.


Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Michael Greiling, Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (0209) 9596-619 oder 9596-602/603 (Dekanatssekretariat), Telefax (0209) 9596-600, E-Mail michael.greiling@fh-gelsenkirchen.de

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