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Ausstellung "Kleopatras Ägypten: Griechen und Römer am Nil" startet in Bonn

20.03.2007 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Antike zählt Kleopatra VII., die letzte große Königin Ägyptens. Sie gehört zu der Herrscherdynastie der Ptolemäer, die in der Nachfolge Alexanders des Großen für drei Jahrhunderte auf dem Pharaonenthron regierten. Nach Kleopatras Tod im Jahr 30 v. Chr. fand diese Episode ihr Ende: Das Land am Nil wurde für 400 Jahre zur römischen Provinz. Eine Ausstellung im Ägyptischen Museum der Universität Bonn widmet sich vom 27. März 2007 bis zum 3. Februar 2008 diesen spannenden Epochen. In Ägypten vermischten sich unter ptolemäisch-römischer Herrschaft traditionell ägyptische mit griechischen und römischen Vorstellungen. Viele der pharaonischen Traditionen lebten aber auch unter den neuen Herren weiter. So ließen sich zahlreiche Griechen und Römer mumifizieren und nach altägyptischer Sitte bestatten. Vergoldete Mumienmasken, Kartonageauflagen oder Mumienportraits gehörten zur klassischen Ausstattung der Gräber dieser Zeit.

Die neuen Machthaber übernahmen die Jahrtausende alten ägyptischen Götter oder setzten sie den eigenen gleich. Zeitgleich entstanden durch die Vermischung auch ganz neue Gottheiten, allen voran der bärtige Sarapis. Aus der Zeit ab 332 v. Chr. sind zahlreiche Götterbildnisse aus Terrakotta, Bronze und Fayence erhalten. Sie zeigen eindrucksvoll, wie sich die religiösen Vorstellungen vermengten.

Manche Götter verband man bestimmten Tieren, die in großer Anzahl im entsprechenden Tempel gehalten wurden. Nach ihrem Tod wurden die Kadaver auf großen Friedhofsanlagen bestattet. Tiermumienmasken und Katzensärge zeugen von diesen Tierkulten, aber auch in aufwendiger Wickeltechnik hergestellte Falken, Ibisse und Eidechsen. Einige besonders schöne Exemplare werden auch in der Ausstellung gezeigt.

Eines der wichtigsten Exportgüter Ägyptens war Glas, das in römischer Zeit in einem besonderen Mosaikverfahren hergestellt wurde. Handwerkstechniken wie Metallguss oder Bildhauerei blieben in traditionellen Formen erhalten, doch traten auch neue Verarbeitungs- und Gestaltungstechniken hinzu. Beispiele für derartige Kunst- und Gebrauchsgegenstände sind ebenfalls in der Sammlung zu sehen.

Das Museum ist dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Weitere Informationen gibt es unter http://www.uni-bonn.de >> Die Universität >> Museen

Bilder zu dieser Pressemitteilung gibt's im Internet unter http://www.uni-bonn.de >> Aktuelles >> Presseinformationen.

Kontakt:
Dr. Gabriele Pieke
Ägyptisches Museum der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-9710
E-Mail: g.pieke@uni-bonn.de

Andreas Blasius M.A.
Abteilung für Ägyptologie, Universität Bonn
Telefon: 02241/28820
E-Mail: a.blasius@uni-bonn.de

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