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Neuer Kooperationsvertrag mit der Universität Ottawa

20.03.2007 - (idw) Universität Erfurt

Ottawa/ Erfurt. Durch einen Kooperationsvertrag mit der Saint Paul Universität Ottawa erweitert die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt ihre Auslandskontakte. "Wissenschaftlern und Studierenden wird damit eine neue Basis geboten, um die jeweils andere Theologie kennenzulernen, eine fremde Wissenschaftslandschaft zu erleben und an gemeinsamen Forschungsprojekten mitzuwirken", so der Dekan Prof. Dr. Benedikt Kranemann. Der Vertrag werde zukünftig vor allem den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern der Theologie ermöglichen, aber auch generell den Kontakt zwischen den Studierenden und Hochschullehrern beider Universitäten erleichtern. Im Beisein des deutschen Botschafters in Kanada, Matthias Höpfner, und des Rektors Dr. Dale Schlitt der Saint Paul University sowie zahlreicher Professoren, Universitätsangehöriger und Studierender wurde am 13. März 2007 in Ottawa der Kooperationsvertrag zwischen der Saint Paul University und der Universität Erfurt unterzeichnet. Vermittelt worden ist er durch die Erfurter Kirchenrechtlerin Prof. Dr. Myriam Wijlens.
Die Vereinbarung über ein Austauschstipendium für Studierende zwischen der Saint Paul University und der Universität Erfurt wurde in Ottawa vorgestellt und stieß insbesondere bei Studierenden auf großes Interesse. Myriam Wijlens, zugleich Visiting Professor für Kirchenrecht in Ottawa, stellte die Thüringer Universität und ihrer Umgebung vor. Dr. Denis Hurtubise, Vizepräsident der Saint Paul University, verantwortlich für Forschung und internationale Kontakte, erläuterte die Einzelheiten der Kooperation und unterstrich die Bedeutung für die internationale Verständigung. Beide betonten die große Bedeutung dieses Austausches für ihre jeweilige Universität.

Rektor Dale Schlitt unterstrich aufgrund eigener guter Erfahrungen in der Kooperation mit deutschen Hochschulen den großen Stellenwert von Auslandsaufenthaltungen für Studierende und Wissenschaftler. So gewinne man akademischen Weitblick. Botschafter Matthias Höpfner sieht die Vereinbarung als einen weiteren Beitrag für die wachsende Zusammenarbeit zwischen Kanada und Deutschland. Die Botschaft betrachte die Unterstützung kanadischer Studierender auf ihrem Weg nach Deutschland als eine wesentliche Aufgabe. Höpfner lud herzlich zu einer engen Kontaktnahme sowohl der Universität als auch der Studierenden ein. Wijlens stellte Erfurt als eine moderne Universität vor und skizzierte deren Besonderheiten in Forschung und Lehre. Sie betonte, dass Universitäten durch die Ausbildung von Führungspersonals zu internationalem Austausch und Verständigung beitragen. Die Professorin übermittelte die herzlichen Grüße des Präsidenten der Universität, Prof. Dr. Wolfgang Bergsdorf, und lud in seinem Namen Wissenschaftler und Studierende ein, die Universität Erfurt als eine Hochschule kennenzulernen, die einerseits auf einer langen Tradition fuße, andererseits eine moderne Reformuniversität sei.

Der Höhepunkt des Festaktes bestand in der Paraphierung des Vertrages durch den Rektor der Saint Paul University und die feierliche Kenntnisnahme durch den deutschen Botschafter. Der Festakt wurde beschlossen mit einem offiziellen Empfang der Universität mit intensivem Austausch zwischen kanadischen und deutschen Repräsentanten. Die deutsch-kanadische Übereinkunft wird unterstützt durch die deutsche Botschaft in Kanada. Botschaftsrätin Petra Stöckl und Attaché Michael Becker, die beide während der Veranstaltung anwesend waren, beantworteten gemeinsam mit den Universitätsrepräsentanten die vielfältigen Fragen der Studierenden bezüglich der Studienmöglichkeiten in Erfurt, der Anerkennbarkeit von Studienleistungen, der Reiseformalitäten und erforderlichen Sprachkenntnisse und gaben weiterführende Hinweise und Informationen.
Die Übereinkunft ermöglicht jeweils für einen Studierenden den Erlass der Studiengebühren der gastgebenden Universität. Die Saint Paul University in Ottawa bietet insbesondere Studierenden der Theologie die Chance, die bilinguale Prägung Kanadas kennenzulernen, die vielfältige und beeindruckende ökumenische Ausrichtung der Theologie vor Ort sowie die vertiefenden Studienmöglichkeiten in den Bereichen des Kirchenrechts, der orthodoxen Theologie und der Ostkirchenkunde in Ottawa zu nutzen.
Die Saint Paul University ist eine katholische Universität. Sie bildet eine Föderation mit der Universität Ottawa. Ihre Wurzeln reichen ins 19. Jahrhundert zurück. Die Universität ist bilingual. Sie gliedert sich in vier Fakultäten: Human Sciences, Philosophy, Theology und Canon Law. Neben katholischen Theologen werden hier auch Anglikaner und Orthodoxe Theologen ausgebildet.


Interessierte Studierende wie auch Lehrende erhalten weitere Informationen über die Chance, in Kanada zu studieren, bei der Leiterin des Internationales Büros der Universität Erfurt Manuela Linde (0361 737 5031) oder bei Prof. Myriam Wijlens, Lehrstuhl für Kirchenrecht der Katholisch-Theologischen Fakultät (0361 737 25 61).

Bildunterschrift:
von links nach rechts: Matthias Höpfner, Botschafter der
Bundesrepublik Deutschland in Kanada, Dale Schlitt, Rektor der Saint
Paul University/Ottawa, und Denis Hurtubise, Vize-Rektor der Universität

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