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Merck KGaA und TU Darmstadt wagen neues Chemie-Experiment

22.03.2007 - (idw) Technische Universität Darmstadt

Gemeinsames "Schülerlabor" an der Uni mit umfangreichem Angebot

Die Technische Universität Darmstadt und das Pharma- und Chemieunternehmen Merck KGaA investieren in ein gemeinschaftliches Schülerlabor, um noch mehr Begeisterung und Verständnis für Naturwissenschaften zu wecken, den Nachwuchs gezielt und praxisnah zu fördern und um ein Angebot zur Fortbildung von Lehrkräften zu unterbreiten. Es ist bundesweit das erste Schülerlabor, das von einer Universität und einem Industrieunternehmen gemeinsam konzipiert und betrieben wird. Das "Merck-TUD-Juniorlabor" wird im Jahr 2008 auf rund 150 Quadratmeter Fläche im Fachbereich Chemie der TU Darmstadt eingerichtet. Einen entsprechenden, unbefristeten Kooperationsvertrag unterzeichneten Dr. Michael Römer, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA, und der Vizepräsident der TU Darmstadt, Professor Johannes Buchmann, am Donnerstag.

"Wir sind am qualifizierten Nachwuchs interessiert, ebenso wie die TU Darmstadt, und ziehen daher an einem Strang", sagt Dr. Römer, "denn wir wollen viele Schüler motivieren, Chemie und naturwissenschaftliche Studiengänge und Ausbildungsberufe zu wählen. Dies geht nur gemeinsam als starke Partner." Für Merck ist das Labor eine effiziente Ergänzung und Erweiterung des erfolgreich laufenden Schulförderprogramms.

"Mit unserem gemeinsamen Anspruch, sowohl das naturwissenschaftliche Interesse von Schülern breit zu fördern als auch Spitzenleistungen zu unterstützen sowie ein Lehr- und Fortbildungsprogramm für Erzieherinnen und Lehrkräfte aufzulegen, unterscheiden wir uns deutlich von ähnlichen Schülerlabors", betonte Professor Buchmann.

Als Organisationsformen sind Experimentiertage für ganze Schulklassen - von Klasse 1 bis zum Abitur -, Fortbildungsveranstaltungen, anrechenbare Lehrveranstaltungen, Schnupper- und Projekttage, Block-Seminare, Ferienkurse, Schulungen und Demonstrationsveranstaltungen geplant. In Ergänzung zum Unterricht, parallel zum Lehrplan, werden den Schülern Experimente angeboten, die sie selbstständig durchführen sollen.

"Wir erhoffen uns viel davon, verschiedenartige Projekte für Schüler der Sekundarstufen eins und zwei, Grundschüler, Hochbegabte, Lehramts-Studierende, Referendare, Lehrer, Erzieher anbieten zu können", sagt Barbara Albert, Professorin für Anorganische Festkörperchemie an der TU Darmstadt. "Wir können etwa Mädchen und Jungen speziell ansprechen und unterstützen, sich für einen naturwissenschaftlich-technischen Beruf zu entscheiden," betont Albert, die bereits durch ihr Engagement bei der "Kinder-Uni" an der Uni Hamburg und diversen Schüler-Unis die "großartige Breitenwirkung des chemischen Experimentierens mit wissenshungrigen jungen Leuten" hautnah erfahren hat.

Und genau darum geht es auch Dr. Daniele Bruns, Leiterin der Standortkommunikation bei Merck: "Chemie muss man erleben. Das soll mit dem Schülerlabor erreicht werden. Den Schülern der Stadt Darmstadt und den umliegenden Landkreisen wird hier kostenlos die Möglichkeit gegeben, selbst zu experimentieren. Nur so kann Interesse an diesem Fach erzielt werden."

Merck und die TU Darmstadt sehen in dem "Schülerlabor" eine gute Ergänzung ihrer bereits etablierten Schulförderprogramme und Schüleraktivitäten. Mit Sachmitteln, unterrichtsbegleitenden Maßnahmen, wie Exkursionen zu den Laboren bei Merck sowie diversen Fortbildungsveranstaltungen unterstützt Merck seit einigen Jahren die Schulen im regionalen Umfeld Darmstadts.

Die Wissenschaftler im Fachbereich Chemie der TU Darmstadt haben lange Erfahrung, Schülergruppen jeden Alters zu begeistern und zu motivieren: etwa mit Praktika in den Sommerferien (seit 1999), mit regelmäßiger Vorbereitung von Teilnehmern der Schüler-Chemie-Olympiade oder der Ausbildung von Lehramtsstudierenden. Schülerinnen der Jahrgangsstufen 11 bis 13 nutzen stark die "Schnuppertage", Chemie-Leistungskurse sind genauso oft zu Projektwochen Gast an der Uni wie Grundschüler, die sich mit "Schau- und Mitmachvorlesungen" von Studierenden oder zu "Experimentalvormittagen" in die Welt des Rosts oder der Duftstoffe entführen lassen.


feu, 13. 03. 2007, PM-Nr. 12/2007

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