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Universität Erlangen-Nürnberg: Schulische Subkultur nach 1945

22.03.2007 - (idw) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Günter Hessenauer übergibt Universität seine Spicker-Sammlung

5000 Spickzettel, Kritzeleien, Karikaturen und Briefchen von Schülern hat der Mathematiklehrer Günter Hessenauer in den letzten vier Jahrzehnten an seiner Schule, der Peter Vischer-Schule in Nürnberg, gesammelt. Am Donnerstag, 22. März 2007 übergab er diese einzigartige Sammlung der Schulgeschichtlichen Sammlung der Universität Erlangen-Nürnberg. Der Kanzler der Universität, Thomas A. Schöck, dankte dem Spender im Namen der Universität. Die Objekte eröffnen einen einzigartigen Zugang zur Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler. Sie spiegeln ihr Leben in der Schule, ihre Freuden und Sorgen wider. Solche Dokumente sind eine Seltenheit in wissenschaftlichen Sammlungen. Sie erweitern die Schulgeschichtsschreibung um die Perspektiven des Alltags. Anhand der Zettel lassen sich auch die Unterrichtsinhalte rekonstruieren. Die Objekte zeigen, inwieweit Stundenpläne oder Schulbücher Eingang in das Leben der Schüler gefunden haben.

Begehrte Objekte für die Forschung
Die Übergabe der Spickzettel an die Forschung ist ein Glücksfall für die Sammlung der Universität Erlangen-Nürnberg. Zunächst werden die Objekte präpariert und erschlossen. Ab Oktober 2007 zeigt das Schulmuseum Nürnberg Teile der Sammlung. Zugleich wird die Kollektion den Forschern zugänglich gemacht und für die universitäre Lehre genutzt. Erste Anfragen für Forschungsprojekte liegen bereits vor.

Schulgeschichtliche Sammlung bietet rund hunderttausend Objekte
Die Schulgeschichtliche Sammlung der Uni Erlangen-Nürnberg ist mit rund 100.000 Objekten bundesweit eine der größten ihrer Art. Sie vereint eine über 30.000 Bände umfassende Schulbuch- und eine Materialiensammlung, in der nahezu die gesamte Geschichte der Schule dokumentiert ist: Sie zeigt Schulhefte, Zeugnisse, Schreibgeräte, Möbel, Schulranzen, Drucke und vieles mehr. Das 1906 gegründete Schulmuseum Nürnberg ist eine Kooperation zwischen der Universität Erlangen-Nürnberg und der Stadt Nürnberg. Es befindet sich im Gebäude des Museums Industriekultur der Stadt Nürnberg. Mit 100.000 Besuchern jährlich zählt das Haus zu den bedeutendsten Schulmuseen in Deutschland. Ab Oktober 2007 werden sich eine Dauer- sowie eine Sonderausstellung mit den Fragen beschäftigen, was schulische Bildung für die persönliche Entfaltung eines Menschen bedeutet, und wie sich Schulerziehung auf die Entwicklung von Demokratie und Wirtschaft auswirkt.

Weitere Informationen für die Medien:

Dr. Mathias Rösch
Tel.: 0911/5302-574
mathias.roesch@ewf.uni-erlangen.de

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