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Helmholtz-Humboldt-Forschungspreise

22.03.2007 - (idw) Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Berlin/Bamberg 22. März 2007 - Morgen werden zwei international renommierte Wissenschaftler aus Indien und den USA mit dem Helmholtz-Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet. Der Preis, der von der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Helmholtz-Gemeinschaft gemeinsam im Hotel Residenzschloss in Bamberg vergeben wird, ist mit jeweils 60.000 Euro dotiert. Ein Forschungsaufenthalt in einem Helmholtz-Zentrum kann zusätzlich durch bis zu 25.000 Euro gefördert werden. "Mit den Helmholtz-Humboldt-Forschungspreisen wollen die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Helmholtz-Gemeinschaft die weltweit besten Wissenschaftler nach Deutschland holen und so die Kooperationen gezielt ausbauen", sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.
Prof. Dr. Yogendra Pathak Viyogi, Direktor am Institute of Physics in Bubhaneshwar, zählt zu den weltweit anerkannten Experten auf dem Gebiet der Teilchenphysik. Seit mehreren Jahren arbeitet er intensiv mit Wissenschaftlern um Prof. Dr. Hans H. Gutbrod und Prof. Dr. Peter Senger von der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt zusammen, um den neuen Ionenbeschleuniger FAIR zu planen, der an der GSI gebaut werden soll. Indien hat kürzlich als erstes Land offiziell dem Projekt FAIR finanzielle Unterstützung zugesichert. Viyogi besitzt große Expertise in der Entwicklung von hochempfindlichen Messinstrumenten für die Elementarteilchenphysik.
Der zweite Preisträger ist der Astrophysiker Prof. Dr. Francis Halzen, University of Madison, USA. Der theoretische Physiker arbeitet mit DESY-Wissenschaftlern um Prof. Dr. Albrecht Wagner und Dr. Christian Spiering zusammen und ist federführend an der Konzeption und dem Aufbau des Neutrino-Detektors IceCube in der Antarktis beteiligt. Dafür werden zurzeit 4800 Sensoren in regelmäßigen Abständen tief ins ewige Eis eingeschmolzen. "Sowohl FAIR als auch IceCube sind große Projekte, die wir international finanzieren und voranbringen müssen. Wir fragen damit nach dem Ursprung der Materie und den Naturgesetzen, die das Universum gestaltet haben, und wir sind sehr zuversichtlich, dass wir neue Antworten erhalten", sagt Mlynek.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 25.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Thomas Gazlig
Dipl.-Biol./Dipl.-Journ.
Leiter Kommunikation und Medien
Büro Berlin
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