Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 16. November 2019 

Ein frischer Blick auf das zusammenwachsende Europa

23.03.2007 - (idw) VolkswagenStiftung

Drei europäische Stiftungen bewilligen 22 neue Forschungsvorhaben innerhalb ihres Forschungs- und Ausbildungsprogramms zur Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) In ihrem Forschungs- und Ausbildungsprogramm zur Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) fördern drei europäische Stiftungen jetzt 22 neue Vorhaben. Die jungen Wissenschaftler und Praktiker, die sich unter 89 Bewerberinnen und Bewerbern durchsetzen konnten, werden mit einem Gesamtvolumen von rund 1,2 Millionen Euro unterstützt. Die VolkswagenStiftung fördert allein neun Personen mit insgesamt knapp einer halben Million Euro (eine Übersicht der Bewilligungen finden Sie unter http://www.volkswagenstiftung.de/fileadmin/downloads/GASP_Stipendiatenuebersicht.pdf

Die Stipendiaten, die mit ihrer Bewerbung jetzt Erfolg hatten, kommen zumeist aus Deutschland (zehn); des Weiteren jeweils vier aus Mittel-Osteuropa, aus Südeuropa sowie aus West- und Nordeuropa. Zwei Drittel der Stipendiaten sind Frauen. Die 22 Doktoranden, Postdoktoranden und jungen Berufstätigen stammen vorwiegend aus den Politikwissenschaften und dem Bereich der Europäischen beziehungsweise Internationalen Studien. Regionalexperten und zwei Naturwissenschaftler runden das Feld ab.

Unter den 89 Bewerberinnen und Bewerbern aus einer Vielzahl europäischer Länder hatten die drei beteiligten Partnerstiftungen Compagnia di San Paolo in Turin, der Riksbankens Jubileumsfond in Stockholm und die VolkswagenStiftung in Hannover nach einer ersten Auswahlrunde 34 Nachwuchskräfte zu der Konferenz "European Security and Defence Policy Seven Years On: Back to the Future" eingeladen, die vom 8. bis 10. Februar 2007 in Turin stattfand. Diese alljährliche "Young Faces Conference" ist fester Bestandteil des gemeinsamen Forschungs- und Ausbildungsprogramms der drei Stiftungen und dient zugleich der endgültigen Auswahl der Stipendiaten - nunmehr der dritten Gruppe nach dem erfolgreichen Auftakt in den Jahren zuvor in Berlin und Stockholm. Ausschlaggebend für eine Förderung sind - neben der wissenschaftlichen Qualifikation der Bewerber - insbesondere die Relevanz des Themas für die Forschung und die politische und öffentliche Debatte sowie die Qualität der Forschungsaufgabe und -methodik.

In den vergangenen zwei Jahren wurden von den drei Stiftungen bereits 48 Vorhaben in der Initiative mit dem Titel "European Foreign and Security Policy Studies" auf den Weg gebracht. 20 dieser Stipendiaten werden von der VolkswagenStiftung gefördert, die dafür bislang 860.000 Euro bereitgestellt hat.

Im Vergleich mit den Vorjahren zeigt sich bei den Themen der 22 Vorhaben eine stärkere Differenzierung. Allgemein fällt auf, dass weitaus seltener als zuvor dem Einfluss bestimmter Ländergruppen innerhalb der Europäischen Union (EU) nachgegangen wird. Und so sieht das Themenspektrum aus:

-- Mehrere Vorhaben befassen sich mit dem Komplex der "Europäisierung", darunter mit der Herausbildung einer gemeinsamen europäischen Identität in den außen- und sicherheitspolitischen Vorstellungen und Praktiken.

-- Starkes Interesse finden die Beziehungen der EU zu bestimmten Ländergruppen, wobei namentlich die östlichen Nachbarn und außereuropäische Länder, weniger die transatlantischen Beziehungen behandelt werden.

-- Die regionale Differenzierung der Untersuchungen geht einher mit Spezialisierungen auf bestimmte Felder wie "eingefrorene Konflikte" - etwa am Beispiel des Südkaukasus -, Menschenrechte oder Handel und Entwicklung. Andere Vorhaben konzentrieren sich auf das Verhältnis ziviler und militärischer Instrumente, in deren Verbindung die EU eine Besonderheit der von ihren Mitgliedern gemeinsam unternommenen Aktivitäten sieht.

Zum Programm:
Im Rahmen des Forschungs- und Ausbildungsprogramms der drei Stiftungen werden innerhalb von vier Jahren (noch bis 2008) insgesamt achtzig bis hundert junge europäische Führungskräfte gefördert, die politisch unabhängig und über die Grenzen der eigenen nationalen Perspektive hinaus neue Denk- und Herangehensweisen für die Außen- und Sicherheitspolitik Europas entwickeln und mit diesen die öffentliche Debatte zu beeinflussen suchen. In diesem Jahr können sich letztmals junge Forscherinnen und Forscher sowie entsprechend qualifizierte Praktiker für Stipendien bewerben, die ihrer Weiterqualifikation auf dem Gebiet der Außen- und Sicherheitspolitik auf postgradualem und postdoktoralem Niveau dienen. Erwartet werden dabei Arbeitsaufenthalte in weiteren europäischen Ländern. Die von den drei Stiftungen geförderten Nachwuchskräfte werden über Workshops und öffentlichkeitswirksame Aktivitäten miteinander vernetzt.

An dem gemeinsamen Programm beteiligt sich die VolkswagenStiftung im Rahmen ihrer Initiative "Zukunftsfragen der Gesellschaft - Analyse, Beratung und Kommunikation zwischen Wissenschaft und Praxis." Stichtag für die nächste Ausschreibungsrunde ist der 30. September 2007. Ansprechpartner bei der VolkswagenStiftung ist Dr. Alfred Schmidt (schmidt@volkswagenstiftung.de).

Kontakt
VolkswagenStiftung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christian Jung
Telefon: 0511 8381 - 380
E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de

Kontakt
VolkswagenStiftung
Ausschreibung zur "Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik"

Dr. Alfred Schmidt
Telefon: 0511 8381 - 237
E-Mail: schmidt@volkswagenstiftung.de

Der Text der Presseinformation steht im Internet zur Verfügung unter http://<www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20070323>
Weitere Informationen: http://www.volkswagenstiftung.de/fileadmin/downloads/GASP_Stipendiatenuebersicht.pdf - Stipendiatenübersicht
uniprotokolle > Nachrichten > Ein frischer Blick auf das zusammenwachsende Europa
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/134168/">Ein frischer Blick auf das zusammenwachsende Europa </a>