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Studierendenzahlen im Sommersemester 2007: Opposition arbeitet mit reinen Phantasiezahlen

18.04.2007 - (idw) Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW

Innovationsministerium wirft Opposition bewusste Fehlinformation vor Zu den von der Opposition im Landtag betriebenen Spekulationen über die Entwicklung der Studierendenzahlen erklärt ein Sprecher des Innovationsministeriums:

1. Da die Einschreibungen noch nicht beendet sind, liegen den Hochschulen selbst noch keine endgültigen Zahlen über Einschreibungen und Rückmeldungen vor.

2. Das laufende Sommersemester kann nicht mit dem vergangenen Wintersemester verglichen werden, da die Studierendenzahl aufgrund (zunehmend) vieler ausschließlich im Wintersemester beginnender Studiengänge im Sommersemester stets niedriger ist.

3. Die Studierendenzahl ist kein Gradmesser für die Qualität der Hochschulbildung. Wenn alle Studierenden in Nordrhein-Westfalen 1,3 Semester eher ihr Examen machen würden als bisher - womit sie gerade die durchschnittliche Studiendauer ihrer Kommilitonen aus Baden-Württemberg erreicht hätten, würde die Studierendenzahl direkt um fast zehn Prozent sinken. Dies wäre allerdings absolut positiv - für jeden einzelnen Absolventen wie auch für das Land NRW insgesamt.

4. Das muntere Sich-Überbieten der Opposition bei Meldungen über vermeintliche Rückgänge an einzelnen Standorten entbehrt jeder Grundlage. Die von der Grünen-Abgeordneten Frau Seidl heute in ihrer Pressemitteilung genannte Zahl von 20 Prozent Rückgang der Studierenden an der Universität Dortmund beispielsweise entpuppt sich auf Nachfrage bei der Universität als reine Phantasiezahl. Dort wird derzeit der Rückgang der Studierenden gegenüber dem Sommersemester 2006 auf voraussichtlich rund fünf Prozent prognostiziert.

5. Nur zur Erinnerung: Die Einführung der Studienkonten unter der Vorgängerregierung hatten einen Rückgang der Studierendenzahl bei den Universitäten von 395.000 im Studienjahr 2003/2004 auf 334.000 im Studienjahr 2004/2005 ausgelöst. Dies bedeutete damals einen Rückgang um 61.000 Studierende oder über 15 Prozent.

6. Bei der NRW-Bank haben bereits jetzt über 15 Prozent derjenigen Studierenden, die beitragspflichtig und darlehensberechtigt sind, ein Darlehen beantragt. Die Frist, bis zu der bei der NRW-Bank ein Antrag auf Studienbeitragsdarlehen gestellt werden muss, endet erst am 15. Mai.

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