Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 26. Januar 2020 

Schleudern bis zum Bruch - Der ILK-Hochgeschwindigkeits-Prüfkomplex für Hochleistungsrotoren

20.04.2007 - (idw) Technische Universität Dresden

Ob Milchzentrifugen, Automobilbremsscheiben oder Triebwerksschaufeln, in den insgesamt vier Hochgeschwindigkeits-Rotorprüfständen des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden wird nahezu alles bis zum Bruch geschleudert. Die einzigartigen Schleuderprüfstände ermöglichen Zyklen- und Berstversuche an Rotoren jedweder Art (Durchmesser: 2,00 m, Gewicht: 800 kg) bis zu einer maximalen Drehzahl von mehr als 250.000 min-1.
Neben den klassischen Rotoranwendungen wie Schwungräder, Felgen oder Verdichterräder für Abgasturbolader im Automobilbau, Turbinenkomponenten für die Energie- und Luftfahrttechnik sowie Dekanter, Windsichter und Lüfter für chemie- und verfahrenstechnische Anlagen kommen die Schleuderprüfstände auch zur Prüfung von sicherheitsrelevanten Containment-Gehäusen zum Einsatz. Sämtliche Schleuderversuche können sowohl unter Temperaturbeaufschlagung als auch unter medialer Belastung durchgeführt werden, was insbesondere für Hochtemperaturrotoren sowie erosions- und korrosionsbelastete Rotorkomponenten entscheidend ist. Für eine komplette Analyse der Rotorprüfungen sorgt dabei eine umfangreiche multifunktionale Messtechnik, bestehend aus einem mehrkanaligen Telemetrie- und Lasertriangulationssystems für Verformungs-, Temperatur-und Druckmessungen, Beschleunigungsaufnehmern für die Berstüberwachung, Sensoren für die Drehzahl- und Schwingungsmessung sowie Hochgeschwindigkeitskameras zur Online-Überwachung.

Auf Grundlage dieses unikalen Hochgeschwindigkeits-Prüfkomplexes für Hochleistungsrotoren ist das ILK deutschlandweit führend auf dem Gebiet der Forschung, Entwicklung und Prüfung von Rotorstrukturen.

Da stört auch der gegenwärtige Drehzahl-Weltrekord von 550.000 min-1 nicht, den ein turbinengetriebener Zahnarztbohrer hält. Aber wer will das schon wirklich wissen, wenn er auf einem Zahnarztstuhl sitzt.

Weitere Informationen: Anja Schüler (ist auf der Hannover Messe auf ihrem Handy erreichbar) 0160 7373039 oder Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK), Tel. +49 351 463-38142, Fax +49 351 463-38143, ilk@ilk.mw.tu-dresden.de

uniprotokolle > Nachrichten > Schleudern bis zum Bruch - Der ILK-Hochgeschwindigkeits-Prüfkomplex für Hochleistungsrotoren
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/135590/">Schleudern bis zum Bruch - Der ILK-Hochgeschwindigkeits-Prüfkomplex für Hochleistungsrotoren </a>