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Osnabrücker Roboterfußballer zweimal Deutscher Meister - "Brainstormers Tribots" der Uni Osnabrück siegten bei den "Germ

22.04.2007 - (idw) Universität Osnabrück

Einen glanzvollen Doppelerfolg konnte das Roboterfußballteam der Universität Osnabrück am Wochenende in Hannover erringen: Bei den offiziellen Deutschen Meisterschaften verteidigten die "Brainstormers Tribots" ihren Meistertitel in der Middle Size-Liga, bei der Roboter bis zu einer Größe von 50 Zentimetern dem Ball hinterher jagen. Am Samstagnachmittag (21. April) schlugen sie die Mannschaft CoPS Stuttgart im Finale mit 3:2. Auch in der "2D-Simulationsliga" (Klasse der virtuellen Roboter) konnte der Titel geholt werden. Gegner im Finale war hier die Mannschaft aus Portugal. Die "Brainstormers" mussten sich gegen starke internationale Konkurrenz bewähren: 150 Teams aus 13 Ländern gingen in den Wettbewerben an den Start. "Das Endspiel in der Middle Size Liga gegen CoPS Stuttgart war bis zum Schluss hoch spannend", wie Teamchef Prof. Dr. Martin Riedmiller berichtet. "Wir kämpften auf äußerst hohem Niveau. Wir mussten jede Chance nutzen. Zum Schluss hatten wir ein Quäntchen mehr Glück." Damit steht der Teilnahme an der diesjährigen Weltmeisterschaft in Atlanta nichts mehr im Wege.

Ausschlaggebend für diesen erneuten Erfolg ist die jahrelange Entwicklungsarbeit an den Robotern und der Software, die unter Leitung des Osnabrücker Informatikers Riedmiller von 14 wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studierenden geleistet wird. "Alle Roboter erhielten über den Winter zusätzlich eine zweite Kamera zum Stereo- und Tiefensehen. Erst dadurch können wir die Entfernung und Geschwindigkeit von hohen Bällen, die von immer mehr Teams gespielt werden, richtig einschätzen", erläutert Riedmiller.

Auch die Regeln beim Wettbewerb wurden geändert. Erstmals gingen die Osnabrücker - die auch amtierende Weltmeister in der Middle Size-Liga sind - mit sechs statt mit vier Robotern an den Start. Auch das Spielfeld war doppelt so groß wie in vergangenen Wettbewerben. "Das erfordert nicht nur eine gänzlich neue Teamstrategie sondern ist auch eine ziemliche Herausforderung an die vorhandenen Algorithmen zur Selbstlokalisation", erläutert der Osnabrücker Neuroinformatiker.

Die besondere Herausforderung bei der Entwicklung von Fußballrobotern liegt in
der Entwicklung der Intelligenz dieser Spieler, denn sie müssen sich komplett
selbständig bewegen. Jeder menschliche Eingriff ist untersagt. Wissenschaftlicher Ansatz der Osnabrücker Arbeitsgruppe ist es, die Roboter diese Fähigkeiten selbständig lernen zu lassen, um so ein optimales Verhalten zu erreichen.

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Weitere Informationen:
Prof. Dr. Martin Riedmiller, Universität Osnabrück,
Fachbereich Mathematik/Informatik,
Albrechtstraße 28, D-49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 969-2395, Fax +49 541 969-2246,
E-Mail: martin.riedmiller@uni-osnabrück.de

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