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Bamberg bleibt bei Studierenden beliebt

11.05.2007 - (idw) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Die Qualität der Hochschulen steht wieder auf dem Prüfstand. Über 250 Universitäten und Fachhochschulen hat das CHE - Centrum für Hochschulentwicklung in Deutschland für das größte Hochschulranking im deutschsprachigen Raum untersucht. Die Universität Bamberg konnte in vielen Bereichen ihre positiven Trends bestätigen. Wichtig für die Otto-Friedrich-Universität Bamberg sind die Ergebnisse des aktuellen CHE-Hochsulrankings vor allem für die 2006 neu bewerteten Fächer Anglistik/Amerikanistik, Germanistik und Romanistik sowie für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Geschichte. Insgesamt bestätigt sich der Trend der letzten Jahre: Studienbedingungen, Studienorganisation und insbesondere die Betreuung wird von Studierenden der Otto-Friedrich-Universität sehr positiv eingeschätzt.

Germanistik

Die Germanistik sieht ihren guten Ruf als Studientipp für Zielstrebige bestätigt: Sie ist gleich dreimal in der Spitzengruppe (Studiensituation, Betreuung, Promotionen pro Professor) und zweimal im Mittelfeld (Bibliotheksausstattung, Forschungsreputation). Im Lehramtsbereich ist sie in allen vier Kategorien Studiensituation, Betreuung, Studienorganisation und Bibliotheksausstattung in der Spitzengruppe.

Anglistik

Ähnlich positiv wurde die Anglistik gerankt: Sie ist im Lehramtsbereich bei den drei Indikatoren Studiensituation, Betreuung und Studienorganisation in die Spitzengruppe und bei "Bibliotheksausstattung" im Mittelfeld eingereiht. Dies ist nicht verwunderlich, da in der Anglistik der Universität Bamberg der Schwerpunkt im Bereich Lehramtsausbildung liegt, die für 80 Prozent der insgesamt etwa 800 Anglistik-Studierenden verantwortlich zeichnet. Daher überrasche es auch nicht, dass - wie an einem Fünftel der gerankten Universitäten, darunter drei aus Bayern - auch die Bamberger Anglistik wegen geringer Fallzahlen im Bereich Magister/Diplom nicht gerankt wurde, so Prof. Dr. Manfred Krug, Fachsprecher Anglistik. Bei Forschungsgeldern liegt die Bamberger Anglistik im Mittelfeld; bei der Forschungsreputation allerdings in der Schlussgruppe. Für diesen Indikator werden die Professoren des Faches gebeten, die besten Hochschulen für die Forschung in ihrem Fach zu empfehlen. Ausgewiesen wird, wie viel Prozent der Professoren eine Hochschule zu den fünf besten gezählt haben. Allerdings sei die Forschungssituation der bewerteten Jahre gekennzeichnet gewesen von starken personellen Veränderungen, erklärt Krug. So wurden innerhalb der letzten sieben Jahre alle Anglistik-Professuren neu besetzt, davon die Hälfte allein innerhalb des letzten Jahres.
Das zum ersten Mal untersuchte Fach Romanistik befindet sich zweimal im Mittelfeld (Studiensituation, Betreuung) und zweimal in der Schlussgruppe (Promotionen pro Professor, Forschungsreputation).

Psychologie

In der Psychologie zeichnet sich ein vergleichbar positives Profil wie für Germanistik und Anglistik ab: In Kategorien, die unmittelbar die Studien- und Ausbildungsqualität betreffen (Studiensituation, Betreuung, Berufsbezug), ist sie dreimal in der Spitzengruppe. Im Bereich Wissenschaftliche Veröffentlichungen im Mittelfeld und bei der Forschungsreputation in der Schlussgruppe.

Erziehungswissenschaft

Die Erziehungswissenschaft ist beim Indikator Betreuung in der Spitzengruppe und bei den Indikatoren Studiensituation, Bibliotheksausstattung, Forschungsgelder und Forschungsreputation im Mittelfeld angesiedelt.
Das Fach Geschichte ist im Lehramtsbereich einmal in der Spitzengruppe (Studienorganisation) und dreimal im Mittelfeld (Studiensituation, Betreuung, Bibliotheksausstattung). Bei den übrigen Studiengängen ist es einmal in der Spitzengruppe (Betreuung), zweimal im Mittelfeld (Studiensituation, Bibliotheksausstattung) und zweimal in der Schlussgruppe (Forschungsgelder, Forschungsreputation).

Geschichte

Ein Blick auf das Fach Geschichte zeigt aber auch exemplarisch die grundsätzliche Problematik jeder Durchschnittsbildung, aber auch die Schwierigkeit, Forschungsleistung nach einheitlichen übergeordneten Kriterien zu messen, wie der geschäftsführende Direktor des Instituts für Geschichte, Prof. Dr. Klaus van Eickels, betont. So ist die in Bamberg geleistete Forschung qualitativ wie quantitativ im nationalen wie im internationalen Vergleich in vielen Teilbereichen hervorragend, wie die soeben eingeleitete Aufnahme der beiden Lehrstuhlinhaber für Mittelalterliche und für Neuere Geschichte in das EU-Exzellenznetzwerk CLIOHRES zeigt, aber auch die Auszeichnung des Lehrstuhlinhabers für Alte Geschichte durch ein Gerda-Henkel-Stipendium für ein Forschungsjahr an der Brown University (USA) und die Bewilligung des von ihm initiierten Graduiertenkollegs "Generationenkonflikte", durch das in diesem und den kommenden Jahren die Zahl der Promotionen in Bamberg in vielen der gerankten Fächer deutlich ansteigen wird.

Zeit des Umbruch relativiert Ranking

Dass Bamberg (wie alle anderen kleineren und mittleren Universitäten) nur von wenigen befragten Professoren unter den fünf besten deutschen Hochschulen des Faches genannt wurde, ist kaum erstaunlich. Entscheidend ist, dass ein Studium in Bamberg engagierten Studierenden alle Möglichkeiten eröffnet. Aussagekräftiger als Hochschulrankings ist hier der Erfolg Bamberger Studierender als Bewerber in Auswahlverfahren in hochselektiven Masterstudiengängen anderer Universitäten (wie z.B. Oxford) und um Stipendien für Promotionsvorhaben, die zum Forschungsprofil der Universität Bamberg selbst beitragen.

Der Historiker weist auch auf einen Sachverhalt hin, der für alle Fächer gleichermaßen gilt: nicht nur das Fach Geschichte befindet sich durch die bevorstehende Neubesetzung mehrerer Lehrstühle, vor allem aber durch die Einführung neuer Studienstrukturen und das zusätzliche, aus Studienbeiträgen finanzierte Lehrangebot in einer entscheidenden Umbruchphase befindet. Van Eickels spricht daher für viele Kolleginnen und Kollegen auch anderer Fächer, wenn er darauf hinweist: "Die vom CHE erhobenen Werte haben mit der für Studienanfänger relevanten Realität der kommenden Semester wenig zu tun, da diese ein noch weit größeres und durch die neuen Studiengänge zugleich noch besser strukturiertes Angebot in Forschung und Lehre vorfinden werden."


DIE ZEIT widmete sich am 10. Mai mit einem Spezial im Ressort ZEIT Chancen dem CHE-Hochschulranking. Seit 8. Mai ist das Hochschulranking im Internet unter http://www.zeit.de/hochschulranking zu erreichen. User haben online die Möglichkeit, ein personalisiertes Ranking zu erstellen oder sich Detail-Informationen zu allen Studienorten, Hochschulen, Fachbereichen sowie Studiengängen zusammenzustellen.

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