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"Der Preis ist Lohn und Anreiz zugleich"

11.05.2007 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Commerzbank spendet der Universität Jena erneut den Habilitationspreis Jena (11.05.07) Die Friedrich-Schiller-Universität Jena bewies das richtige Gespür, als sie ihren Habilitationspreis 2006 an Dr. Markus Hilgert verlieh. Der Altorientalist erhielt damals den von der Commerzbank gestifteten Preis für seine Habilitation zur altorientalischen Textsammlungstypologie. Dabei liest der junge Forscher aus 2.500 Jahre alten Keilschrifttafeln und analysiert und interpretiert die babylonischen Texte.

"Der Habilitationspreis war für mich Lohn und Anreiz zugleich", sagt Hilgert (37) heute. Lohn für die mit der Habilitation geleistete Arbeit und Anreiz, mit gleicher Kraft weiter zu forschen. Dabei stand die Universität Jena mit ihrer Wahl und der Anerkennung von Hilgerts Leistungen nicht alleine. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gewährte dem Jenaer Privatdozenten eines ihrer renommierten Heisenberg-Stipendien. Und die Universität Heidelberg berief ihn jetzt auf eine W3-Professur für Assyriologie. Diese zielstrebige Karriere war aber nur möglich, "weil mir die Universität Jena die Freiheiten für meine Forschungen gab und mich insgesamt stark gefördert hat", betont Hilgert.

"Den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, ist der Universität Jena ein Kernanliegen", sagt auch Rektor Prof. Dr. Klaus Dicke. Ein wichtiges Instrument dabei ist der Habilitationspreis, der alljährlich während des Schillertages an exzellente Nachwuchswissenschaftler vergeben wird. Gesichert ist die Preisverleihung am 29. Juni 2007 dank einer erneuten großzügigen Förderung durch die Commerzbank-Stiftung. Am Freitag (11.05.) überreichte Bernd Krekel, Regionalleiter Firmenkunden der Commerzbank in Ostthüringen, einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro an Prof. Dicke. Der Rektor nahm die Spende an die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Jenaer Universität hoch erfreut entgegen. "Diese Spende wird in bewährter Weise wieder direkt in die Nachwuchsförderung fließen", versicherte er. "Und wir werden uns bemühen, wieder eine so gute Hand zu haben", unterstrich er mit Blick auf Markus Hilgert.

Einen weiteren Aspekt betonte Bernd Krekel bei der Scheckübergabe: "Ganz im Sinne des Wettbewerbs ,Stadt der Wissenschaft 2008', bei dem sich Jena als Sieger durchsetzen konnte, möchte die Commerzbank mit ihren Mitteln dazu beitragen, Netzwerke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter auszubauen". Entscheidend sei dabei, dass es keine einmalige Anerkennung ist, sondern die Friedrich-Schiller-Universität kontinuierlich mit der Unterstützung durch die Commerzbank rechnen kann. So stellte die Commerzbank-Stiftung seit 1992 insgesamt rund 80.000 Euro für die Jenaer Universität zur Verfügung. "Der Habilitationspreis soll insbesondere dazu dienen, junge Wissenschaftler in die Stadt zu holen und somit das Image der jungen aufstrebenden Stadt zu fördern", sagte Krekel.

Der Commerzbank-Chef erhielt nach der Scheckübergabe einen kleinen Einblick in die sumerische Sprache, als Markus Hilgert in fremd klingenden Lauten ein 2.500 Jahre altes Gebet vortrug. Außerdem präsentierte der zukünftige Heidelberger Professor uralte sumerische Verwaltungsdokumente, die er ediert und kommentiert, um das tägliche Leben im antiken Zweistromland wieder auferstehen zu lassen.

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