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FH Münster für hervorragende Transferarbeit ausgezeichnet

11.05.2007 - (idw) Fachhochschule Münster

Stifterverband fördert Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft mit 250 000 Euro. Rektor bedankt sich bei den Forschern der Hochschule für das Engagement und die gute Zusammenarbeit. Ich bin unheimlich stolz auf diese Hochschule". Sichtlich bewegt bedankte sich gestern (11.5.) Rektor Prof. Dr. Klaus Niederdrenk in einer hochschulöffentlichen Feier bei den Mitgliedern der Hochschule. Erst durch das Engagement und das gute Zusammenspiel sei dieser riesige Erfolg möglich geworden. Die Fachhochschule Münster war am Donnerstagabend im Mercedes Benz-Museum in Stuttgart für ihre Transferarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ausgezeichnet worden. Aus den Händen von Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan und dem Präsidenten des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Dr. Arend Oetker, nahm Niederdrenk die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung entgegen. Die Hochschule ist eine von fünf Preisträgern des gemeinsamen Wettbewerbs "Austauschprozesse zwischen Hochschulen und Wirtschaft" von Stifterverband und Bundesministerium für Bildung und Forschung. Insgesamt hatten sich 84 staatliche und private Fachhochschulen und Universitäten um diesen Preis beworben. Neben der FH Münster wurden die TU Dresden, die Handelshochschule Leipzig sowie die Fachhochschule und die Universität Lübeck ausgezeichnet.
Bundesministerin Schavan unterstrich die Bedeutung des Austauschs von Hochschulen und Wirtschaft, von dem beide Seiten profitierten. "Die Hochschulen erarbeiten wichtige Wissenschaftsgrundlagen und eröffnen neue Innovationspotenziale in der Wirtschaft. Im Gegenzug gibt das in der Wirtschaft vorhandene Know-how Anregungen für die Wissenschaft. Diese Bündelung der Kräfte von Wissenschaft und Wirtschaft ist das Herzstück der Hightech-Strategie für Deutschland", betonte die Ministerin.
Eine Einschätzung, die auch Niederdrenk, teilt: "Die Hochschule hat den Wissens- und Technologietransfer strategisch aufgebaut. Der Erfolg ist der großen Zahl von Forschern zu verdanken, die eine Zusammenarbeit mit Unternehmen anstreben." Das jetzt ausgezeichnete Projekt der FH Münster "Partnering: Denken. Lenken. Handeln." habe dabei Vorbildcharakter, da es ganzheitliche Lösungen im Transfergeschehen anstrebe, die langfristig, bedarfs- und praxisorientiert seien, so die Begründung der Jury. Die strategischen Allianzen der FH Münster reichen dabei von einer engen Partnerschaft mit der regionalen Wirtschaftsförderung im Kreis Steinfurt bis hin zu einer Zusammenarbeit in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit der BASF Coatings AG, dem weltweit größten Unternehmensbereich der BASF AG. Deren Personaldirektor, Dr. Axel Bode, unterstrich in der gestrigen Feierstunde in Münster noch einmal die vielfältige Zusammenarbeit mit der Hochschule.
Diesen Prozess gelte es weiter voran zu treiben, führte der Präsident des Stifterverbandes, Dr. Arend Oetker, am Donnerstagabend aus. "Die Bandbreite der Aktivitäten, die in den Anträgen des Wettbewerbs deutlich geworden sind, ist bereits beeindruckend. Aber die Hochschulen als Institution müssen noch profilierter in diesem Prozess werden. Es gilt, ihre Einzelaktivitäten in einer klaren und überzeugenden Gesamtstrategie bündeln und als starke Partner der Unternehmen das Innovationsgeschehen insgesamt voran bringen", so Oetker.
Für die Fachhochschule ist die Auszeichnung Bestätigung und Ansporn zugleich. Münster ist bundesweit die drittmittelstärkste Fachhochschule. Den Großteil der Mittel in Höhe von rund 11 Millionen Euro im Jahr 2006, was etwa einem Drittel des Gesamtbudgets entspricht, generiert die Hochschule aus der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Seit Anfang 2004 bündelt sie ihre Kooperations-Aktivitäten in der eigenständigen "Transferagentur der Fachhochschule Münster GmbH". Weiterhin ist geplant, das Berufsbild des Transfermanagers zu profilieren. "Wir brauchen Experten, die die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft professionell managen", so Rektor Niederdrenk. Das Preisgeld soll schwerpunktmäßig in den Auf- und Ausbau eines professionellen Customer Relationship Managements der Hochschule fließen.


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