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Carl Heinrich Becker Lecture der Fritz Thyssen Stiftung mit Maria Todorova

15.05.2007 - (idw) Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Die Fritz Thyssen Stiftung, das Wissenschaftskolleg zu Berlin und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften laden herzlich ein zur ersten 'Carl Heinrich Becker Lecture der Fritz Thyssen Stiftung':

Maria Todorova (Universität Illinois) wird am Montag, dem 21. Mai 2007, um 18.00 Uhr im Einstein-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin, zum Thema "Historische Vermächtnisse zwischen Europa und dem Nahen Osten "sprechen. Wolf Lepenies wird sie einführen. In ihrem Vortrag wird Maria Todorova zu Konzeptionen von 'Europa' und dem 'Nahen Osten' sprechen und mit Blick auf den dazwischenliegenden Balkan die Begrenzungen und Schwächen von Begriffen wie 'Zivilisationen', 'Regionen', 'Kulturkreise', 'Zwischenräume', 'Grenzen', u. ä. aufzeigen, um ihren Begriff des 'historischen Vermächtnisses' vorzustellen.

Maria Todorova ist Professorin für Geschichte an der Universität Illinois in Urbana/Champaign (USA). Sie promovierte an der Universität Sofia, unterrichtete an den Universitäten Florida, Sofia, Maryland, Graz, Harvard und Bogaziçi. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher und Aufsätze zur Sozial- und Kulturgeschichte, zu historischer Demographie und zur Historiographie des Balkans im 19. und 20. Jahrhundert. Ihr Buch Imagining the Balkans (1997) wurde in elf Sprachen übersetzt. Derzeit befasst sie sich mit den Problemen des Nationalismus, mit Symbolen, nationalem Gedenken und Nationalhelden und der Geschichte von Kommunismus und Postkommunismus. Sie war Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin (2004-05) und ist Mitglied seines wissenschaftlichen Beirats.

Mit der 'Carl Heinrich Becker Lecture der Fritz Thyssen Stiftung' wird eine name lecture für das Forschungsprogramm 'Europa im Nahen Osten - Der Nahe Osten in Europa' begründet, die, der Leitidee des Forschungsprogramms folgend, besondere Aspekte der Verflechtungen zwischen dem Nahen Osten und der europäischen Welt einer breiteren Öffentlichkeit vermitteln soll.

Carl Heinrich Becker (1876 - 1933) gilt als Mitbegründer einer modernen Islamwissenschaft, welche die Orientalische Philologie durch kultur- und religionsgeschichtliche wie auch soziologische Ansätze im Sinne einer Verflechtungsgeschichte erweitert hat. Als Kulturpolitiker und preußischer Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung setzte er sich maßgeblich für die Stärkung der Auslandskunde als Bestandteil nationaler Bildung und zur Vermeidung von Konflikten ein.

Europa im Nahen Osten - Der Nahe Osten in Europa ist ein gemeinsames Forschungsprogramm der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Fritz Thyssen Stiftung und des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Die Leitidee des Programms ist die Erforschung der Verflechtungen zwischen Europa und dem Nahen Osten. Beteiligt sind Wissenschaftler der Berliner Universitäten, des Zentrums Moderner Orient sowie Wissenschaftler anderer deutscher und europäischer Forschungseinrichtungen. Das Forschungsprogramm steht in der Tradition des Arbeitskreises Moderne und Islam am Wissenschaftskolleg zu Berlin und wird von der Fritz Thyssen Stiftung finanziert.

Kontakt: Georges Khalil, Europa im Nahen Osten - Der Nahe Osten in Europa, c/o Wissenschaftskolleg zu Berlin, Wallotstr. 19, 14193 Berlin, Tel: 030-89001-258, khalil@wiko-berlin.de, http://www.eume-berlin.de

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