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ETH Zürich: Jahresmedienkonferenz 2007

15.05.2007 - (idw) Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Die ETH Zürich will qualitativ wachsen und ihre Attraktivität durch die Schaffung von Graduate Schools erhöhen, insbesondere bei ausländischen Studieninteressierten. Eine wesentliche Grundlage für die internationale Ausstrahlung der Hochschule bildet ihre aktive Vernetzung mit lokalen und regionalen Partnern aus Bevölkerung, Wirtschaft und Wissenschaft. Die Kampagne "ETH am Puls - Gesundheit & Technologie" soll auf die zahlreichen Beiträge hinweisen, welche die ETH-Forschenden im Bereich Medizin von morgen leisten. Das Renommée der ETH Zürich als Ausbildungs- und Forschungsstätte ist ausgezeichnet. Dies belegen einerseits die guten Platzierungen der ETH in den internationalen Rankings, anderseits die Entwicklung der Studierendenzahlen. So waren zu Beginn des Wintersemesters 06/07 exakt 13'412 Studierende immatrikuliert, 707 oder 5.6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Studierenden können inzwischen, da die Bologna-Reform weitgehend umgesetzt ist, aus nicht weniger als 23 Bachelor- bzw. 26 Masterstudiengängen auswählen.

Ein markanter Anstieg im Jahre 2006 gegenüber 2005 war bei den Neueintritten der Doktorierenden zu verzeichnen (+13%). Das starke Wachstum bei den Neueintritten führte zu einem neuen Höchststand von 2794 Doktorierenden insgesamt. Mit dem Aufbau von ETH Graduate Schools soll die Magnetwirkung auf Doktoratsstudierende noch gesteigert werden. Jungakademiker können dadurch mit dem Doktorat schon beginnen, bevor sie ihren Master abgeschlossen haben und so schneller in die Forschungs- oder Berufskarriere einsteigen. "Ich bin hoch erfreut über diese Dynamik und Aufbruchsstimmung", sagt Konrad Osterwalder, Präsident a.i. und Rektor der ETH Zürich.

Die ETH hat sich in den vergangenen Jahren noch besser regional und lokal verankert. Zusammen mit dem Kanton, der Universität, dem Universitätsspital und der Stadt Zürich wurde mit dem Projekt Hochschulgebiet ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Wissenschaftsregion getan. "Wichtige Schritte in diese Richtung sind der Einbezug von Bevölkerung, Wissenschaft und Wirtschaft bei der Planung des neuen Campus am Hönggerberg, der erfolgreiche Treffpunkt Science City sowie die starke Interaktion mit den KMU", sagt Gerhard Schmitt, Vizepräsident für Planung und Logistik.

Mit der Internationalisierung steigen die globale Wirkung und Attraktivität der ETH. So engagiert sich die ETH Zürich in der Entwicklung eines globalen Standards für die Nachhaltigkeit von Universitätsstandorten. Die Partner aus Cambridge, Harvard, Yale, Berkeley, Tokio und Singapur blicken dabei auf die Strategie der ETH. Diese wird als Beitrag zur 2000-Watt-Gesellschaft und zur Schaffung eines internationalen Benchmark für Forschung und Lehre den CO2-Ausstoss von Science City in den kommenden zehn Jahren halbieren.

Im Jahr 2006 sind 16 ETH-Spin-offs gegründet worden (2005: 9); im laufenden Jahr sind es bereits deren 13. "Solche Zahlen sind Ausdruck eines starken unternehmerischen Denkens an dieser Hochschule und unterstreichen die jahrelange Zusammenarbeit mit der Schweizer Wirtschaft", so Dimos Poulikakos, Vizepräsident Forschung. Ein weiteres Indiz für die Leistungen der ETH-Forschenden im Bereich Technologietransfer sind die 87 Erfindungsmeldungen und 84 Patentanmeldungen des vergangenen Jahres. Eine besonders vielversprechende Erfindung ist die von Prof. Peter Seeberger entwickelte neue Methode zur Bestimmung des Anthrax-Bakteriums.

Durch Forschungskooperationen über die Departementsgrenzen hinaus entstehen neuartige Ansätze mit hohem Innovationspotential. Allein in den vergangenen drei Jahren hat die ETH Zürich acht neue Kompetenzzentren gegründet, die sich als interdisziplinäre Netzwerke um ein gemeinsames Forschungsthema organisieren. Ein solches Kompetenzzentrum ist zum Beispiel der Bioingeneering Cluster (BEC), an dem 39 ETH-Professuren beteiligt sind. Prof. Ralph Müller leitet das Zentrum und forscht im Bereich "Biomaterialien und adulte Stammzellen für künstlichen Knochenersatz". Prof. Ralph Müller hat eine Methode entwickelt, dank der sich künstliches Knochengewebe massgeschneidert und in grosser Zahl herstellen lässt. Dadurch können Tierversuche in der präklinischen Forschung reduziert werden. Zudem erlaubt dieses Verfahren der Pharma-Industrie, die Entwicklung von Arzneien gegen Krankheiten wie z.B. Knochenschwund (Osteoporose) zu beschleunigen.

Die ETH Zürich, dies zeigt eine Ende 2006 durchgeführte Umfrage, hat in der Schweizer Bevölkerung einen hohen Bekanntheitsgrad. 83 Prozent der Befragten in der deutschen Schweiz kennen die ETH Zürich. Deutlich weniger bekannt ist, wofür die ETH-Forschung steht. So dürften auch die wenigsten wissen, dass die ETH Zürich Bereich Gesundheit und Technologie eine jahrzehntelange Forschungstradition hat.

Die ETH Zürich will deshalb in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt auf diesen Forschungszweig aufmerksam machen. Vom bereits angesprochenen Bioingeneering Cluster über Forschungsansätze zur Impfstoffentwicklung von Krankheiten wie AIDS, Diabetes oder Malaria bis hin zur eminent wichtigen Rolle von bildgebenden Verfahren in der Medizin von morgen, unternimmt die ETH Zürich vielfältige Anstrengungen, um Antworten auf drängende Fragen der Zeit zu finden. Die Kampagne "ETH am Puls - Gesundheit & Technologie" startet mit einer diesem Thema gewidmeten Ausgabe des Magazins "ETH Globe" und einer Reihe von Veranstaltungen wie z.B. Treffpunkt Science City.


Für weitere Informationen:
Roman Klingler
Leiter Media Relations
Tel. +41 (0)44 632 40 39
roman.klingler@cc.ethz.ch

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