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Lange Nacht der Wissenschaft in Magdeburg

08.06.2007 - (idw) Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

Magdeburg wills wissen! Am 16.Juni startet die "Lange Nacht der Wissenschaft" in der Landeshauptstadt. Im letzten Jahr waren 8000 Menschen unterwegs, um aktuelle Forschungen und Entwicklungen der Magdeburger Wissenschaft zu erkunden. In diesem Jahr können die Magdeburger und alle interessierten Gäste 15 Aktionsorte mit über 135 Programmbeiträgen besuchen. Die Lange Nacht der Wissenschaft 2006 hat gezeigt: Auch in Magdeburg funktioniert die Idee, Wissenshungrige und Wissensvermittler zusammenzubringen. Ab heute liegt das Programmheft in ganz Magdeburg aus!

Am Wissenschaftshafen (Historischer Handelshafen), dem Ausgangs- und Endpunkt der 2. Langen Nacht der Wissenschaft startet das Programm um 17.30 Uhr mit einem Auftritt der SAMBAKIDS mit bunten Kostümen und einer Trommelshow. Nach einem Grußwort von Gastgeber Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz geben die Rektoren und Institutsleiter der Magdeburger Wissenschaftseinrichtungen den Startschuss. Ab 18 Uhr fahren die Busshuttles zu den Laboren, Werkstätten und Hörsälen. Ab 0.30 Uhr gibt es dann wieder ein Kulturprogramm am Wissenschaftshafen, und zwar mit der international bekannten Dixieland, Jazz- und Blues Band "Blamu" aus Weimar und "The Elements" mit einer Feuer- und Lasershow.

Auf der Otto-von-Guericke-Route geht es zuerst zum Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme. Neue Reaktorkonzepte, Softwaresensoren und innovative Impfstoffe: Hier erlebt der Besucher in geführten Hausrundgängen oder auf einer eigenen Entdeckungsreise durch die Labore und das Technikum, was Magdeburger Ingenieure für die Zukunft entwickeln. Ab 19.30 Uhr gibt es außerdem eine Siegerehrung für die Schülerteams im NaT-Working-Wettbewerb "Autonome Roboter und Brennstoffzellenfahrzeuge." Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb- und automatisierung IFF zeigt dem interessierten Gast den Einsatz von Supermolchen, Hightech-Robotern, die zukünftig Abwasserrohe vollautomatisch reinigen sollen. Die Ingenieure der Experimentellen Fabrik zeigen den Besuchern die Werkstoffentwicklung der Zukunft. Die nächste Station der Route führt zum Namensgeber selbst, dem Arbeitszimmer Otto von Guerickes, der Lukasklause: Das Otto-von-Guericke Museum zeigt selten gezeigte aber bedeutende Versuche Guerickes für die Geschichte der Experimentalphysik. An der Otto-von-Guericke Universität selbst erwarten die Besucher die interessantesten Themen aus 9 Fakultäten: Jüngste Entwicklungen in der Dieselpartikelfiltertechnik, Emotionserkennung durch Gesichtsanalyse und die Welt der tanzenden Wassertropfen. Die Forscher der Universität beantworten spannende Fragen: Was hat Musik mit Mathematik zu tun? Wie entstehen Feuer und Licht? Und: Was haben Heiraten, die Suche nach einem Studienplatz und Mathematik miteinander zu tun? Und für die Kulturfreunde führt das Campus-Theater um 20 Uhr die russische Komödie "Das Mandat" auf.

Die Hermann-Gruson-Route macht ihren ersten Stopp am Technikmuseum. Dirk-Henning Luckhardt startet mit den Besuchern im Stundentakt zu einer kurzen Reise durch die Magdeburger Luftfahrtgeschichte. Dann erklären Spitzenforscher der Universität und des Leibniz-Institutes, wie das Gehirn funktioniert: Woraus bestehen Nervenzellen? Wie unterscheidet das Gehirn zwischen Wichtigem und Unwichtigem? Und wie lernt es? Ein Höhepunkt ist sicherlich die Führung zum größten Magnetresonanztomografen Europas, dem 7Tesla. Aus Sicherheitsgründen müssen sich die Teilnehmer im Eingangsbereich des Instituts für Neurobiologie anmelden und werden in kleinen Gruppen zum Magnetresonanztomografen geführt. Gleich hinter dem Leibniz - Institut beherbergt der ZENIT Technologiepark unter anderen hoffnungsvolle Pharmaunternehmen der Zukunft. Die KeyNeurotek AG und die SkinSystec GmbH öffnen ihre Labore und zeigen spannende Medikamententwicklungen. Die Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke Universität öffnet den Blick in den menschlichen Körper: Die Neuroradiologen sind dem Schlaganfall auf der Spur und Wissenschaftler zeigen Illusionen der Wahrnehmung und lassen die Gäste einen Blick durch das Elektronenmikroskop wagen. Außerdem können die Besucher ihre Gesundheit checken lassen: Die Mediziner brauchen wenige Minuten, um das individuelle Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bestimmen, die Sehkraft zu überprüfen und zu ermitteln, ob der Proband ein Alkoholproblem hat. Einmalig ist sicher der Blick in den OP-Bereich der Orthopäden. Beim Notfallparcours können die Besucher Notärzten über die Schulter schauen. An der Medizinischen Fakultät machen die Wissenschaftler in dieser Nacht die Musik selbst! "Graf Scapula" (Rock), "Anatomics" (Jazz, Folk, Blues) und "Dezernat 6" (Rock & Blues) heißen die Formationen, an den Instrumenten stehen Wissenschaftler, Mitarbeiter und Studenten an den Instrumenten.

Die Hans-Grade-Route führt zunächst zur Hochschule Magdeburg/Stendal. Hier studieren nicht nur die Ingenieure der Zukunft, sondern auch Geistes- und Sozialwissenschaftler. Die Wissenschaftler der Hochschule vermitteln leicht und verständlich neuste Erkenntnisse aus den Bereichen Wasserwirtschaft, regenerative Energien und dem Bauwesen. Und der Besucher kann auch selbst ein wenig forschen: Ein Blick durch die Wärmebildkamera zeigt Energieverluste, der Blick durch die 3D-Brille ermöglicht eine bessere Bauplanung. Für die Geisteswissenschaftlich interessierten gibt es einen philosophischen Blick auf das Phänomen "Liebe & Verliebtheit", sechs goldene Erziehungsregeln und einen Wettstreit zur Gebärdensprache. Für die Medieninteressierten gibt es einen Blick hinter die Kulissen des Radio- und Internetstudios der Hochschule. Außerdem bietet die Hochschule ein spezielles Programm für Kinder an. All das wird medial begleitet von den Reportern und Moderatoren des Hochschuleigenen "Campus-TV". Die zweite Station der Hans-Grade-Route ist der Jahrtausendturm mit einem spannenden Blick in die Menschheitsgeschichte. Im Innern des Turmes erwarten den Besucher eine faszinierende Zeitreise zu 6000 Jahren Technik- und Wissenschaftsentwicklung. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ forscht im Dienste der Natur und kümmert sich am Standort in Magdeburg vor allem um die Qualität unseres Wassers: Wie kommt Nitrat ins Wasser? Wer kennt die Bergbauseen in Sachsen-Anhalt? Sind Arzneimittel - Rückstände im Wasser schädlich für den Menschen?

Alle Routen starten und enden am Wissenschaftshafen. Hier erwartet die Besucher ein Wissenschaftsdorf. Die Schüler des Werner-von-Siemens Gymnasiums zeigen im VDTC spannende Experimente und fragen sich und ihre Gäste: Gibt es farbigen Strom? Kann man Glühlampen auspusten? Weshalb brauchen Mikrowellen Drehteller? Und natürlich zeigen die MAGDEbots ihre Fußballroboter, die bald zur Weltmeisterschaft nach Atlanta fahren. Die Ingenieure des Institutes für Automation und Kommunikation (ifak) zeigen, wie die Fahrplanauskunft per SMS auf das Handy kommt und demonstrieren die kabellose Stromübertragung mit einer kabellosen Kaffeemaschine. Im Handelshafenbecken liegt das neuartige Pontonhausboot der Experimentellen Fabrik, - eine neue ökologische Entwicklung für den Binnenwassertourismus. Neben dem Wissenschaftsdorf öffnet das "Virtual Development and Training Center" (vdtc des Fraunhofer IFF) seinen "Elbedom". Hier fliegt der Besucher im 360 Grad Kino auf die Kirchturmspitze von Eisleben und erfährt, wie ganze Fabriken digital entstehen. Im Foyer des vdtc wird Dr.-Ing. Jürgen Ude, der Vorsitzende des VDI Magdeburg, den "Magic Creators" einen Scheck über 800 Euro überreichen. Die "Magic Creators" sind acht Schüler des Werner-von-Siemens Gymnasiums und amtierende Vize-Weltmeister in der Kategorie "Robot Dependability".

Ab 18 Uhr fahren die Shuttles vom Wissenschaftshafen in einem Intervall von 20 Minuten. Die Tickets kosten 3 Euro für Erwachsene und 1 Euro ermäßigt und sind sowohl am Service-Punkt im Wissenschaftshafen als auch in allen Shuttle Bussen erhältlich. Nach Veranstaltungsende stehen vier Shuttle Busse zum Rücktransfer zum Damaschkeplatz zur Verfügung. Dort gibt es direkten Anschluss an den Nachtverkehr der MVB. Für Autofahrer stehen am Wissenschaftshafen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Wo ist der Wissenschaftshafen: Stadtteil Alte Neustadt, Joseph-von-Fraunhofer Straße; Kreisverkehr Sandtorstraße/Theodor-Koslowski Straße.


Ansprechpartner für Journalisten:
Christoph Peters
Tel. 0391 - 53 53 92 82 /
(0341 - 12 47 96 30)
mobil 0171 - 974 53 96
Fax 0391 - 53 53 92 81
E-Mail peters@mdkk.de
Weitere Informationen: http://www.magdeburg.de/wissenschaft - Das komplette Veranstaltungsprogramm
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