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TUB: Neuer Dämmstoff halbiert Brennstoffverbrauch von Heißluftballons

08.06.2007 - (idw) Technische Universität Berlin

Der "aerothermix-30-Ballon" wurde mit dem weltweit leistungsfähigsten und leichtesten Gewebe isoliert - Jungfernflug zur Langen Nacht der Wissenschaften an der TU Berlin -

Ausgehend von der Folien-Isolation des HeiDAS-Experimental-Dampfballons, wurde an der TU Berlin ein innovativer, alltagstauglicher Dämmstoff für kommerzielle Ballons und Luftschiffe mitentwickelt und getestet. Die "aerofabríx"-Isolation ist weltweit der leistungsfähigste, leichteste und kompakteste Dämmstoff, der unter anderem für hohe Temperaturen hervorragend geeignet ist.

Mit diesem Isolator "aerofabríx [Iso]" wurde der Ballon "aerothermíx 30" ausgestattet. Der Prototyp eines Heißluftballons mit 30 Kubikmetern Volumen dient der Erprobung unterschiedlicher Isolatorstrukturen. Drei verschiedene Typen mit insgesamt neun Varianten wurden in dem kleinen Versuchsballon verbaut und vergleichend getestet.

Zur Langen Nacht der Wissenschaften wird der "aerothermix-Ballon" an der TU Berlin zur Jungfernfahrt aufsteigen.

Ort: Haus des Bauens/Peter-Behrens-Halle, Gustav-Müller Allee 25, TIB-Gelände,
13355 Berlin
Zeit: 9. Juni 2007, 19:00 Uhr

Die einzigartigen Eigenschaften prädestinieren den "aerofabríx"-Isolator, der keine Folie, sondern ein Gewebe ist, für den Einsatz in Ballons und Luftschiffen. Durch nur eine sechs Millimeter dicke Lage der Isolation wird der Brennstoffverbrauch eines Heißluftballons halbiert. Etwa 50 Kilogramm Propan oder mehr werden so pro Stunde im Betrieb eingespart. Alternativ kann zusätzlich die Tragkraft um mehr als ein Drittel gesteigert werden. Die Isolation verringert die Temperaturbelastung der tragenden Hülle und erhöht die Festigkeit und Lebensdauer.

Die "aerofabríx"-Isolation wurde für den spanischen Heißluftballonbauer UltraMagic gemeinsam mit dem ITB der TU Dresden und dem Materialhersteller entwickelt, optimiert, produziert und abschließend am Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin erfolgreich getestet.

Nach Markteinführung im Ballonbau planen die Entwickler die Optimierung und Anpas-sung des Isolators für andere Bereiche der Luftfahrt. Das Potenzial liegt in der Verringerung des Gewichts und des Bauraums. Auch im Bereich textiler Bauten sind viel versprechende Anwendungen zu finden.

Vom 12 bis 14. Juni präsentieren sich TU Berlin und TU Dresden gemeinsam mit dem "aerothermíx-Ballon" auf der Techtextil in Frankfurt/Main, Halle 3.0 Stand G 39.

Technische Daten:

"aerofabríx [Iso]" 45 | 4.5:

Flächengewicht 45 g/m2
Wärmeleitfähigkeit 0,0265 W/mK
U-Wert 4,5 W/m2K
max. Einsatztemperatur 140°C

"aerothermix-30-Ballon":

Volumen 30 m3
Durchmesser 3.8 m
Oberfläche 50 m2
Hüllenmasse 5 kg
Gondelmasse 5 kg
Nutzlast 2 kg

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Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Dr. Alexander Bormann, Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin, Tel.: 030/314-21334, Fax: -22955, E-Mail: alexander.bormann@tu-berlin.de, Martin Wähmer, Institut für Luft und Raumfahrt der TU Berlin, Tel.: 030/314-211441, Fax: -22955, E-Mail: martin.waehmer@tu-berlin.de
Weitere Informationen: http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2007/pi134.htm
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