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"EP Cockpit": Neue Perspektiven in der Behandlung von Herzrhythmus-Störungen

27.06.2007 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

Herzzentrum Berlin ist weltweit Nummer Eins Berlin, Mittwoch, 27. Juni 2007 - Als weltweit erstes Herzzentrum hat heute das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) das neue Elektrophysiologie-Labor "EP Cockpit" eingeweiht. "'EP Cockpit' von Philips Medizin Systeme eröffnet völlig neue Wege in der Behandlung von Herzrhythmus-Störungen", erklärt Prof. Dr. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor des DHZB, vor Repräsentanten der Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. "Damit sind wir international die Nummer Eins."

Das innovative Elektrophysiologie-Labor "EP-Cockpit" ermöglicht erstmalig die kombinierte Darstellung einer Durchleuchtung des Herzens und einer mehrdimensionalen Schichtaufnahme des Herzens (Computer-Tomografie). "Damit bietet "EP Cockpit" bei Herzrhythmus-Störungen unter direkter Darstellung der relevanten Herzstrukturen die Möglichkeit der Anwendung von elektrischem Strom ("Ablation") über spezielle Herzkatheter, wobei Bereiche des Herzmuskels verödet werden", erläutert Prof. Dr. Eckart Fleck, Direktor der Klinik für Innere Medizin/Kardiologie. "Damit kann die Behandlungs-Effektivität gesteigert und können Komplikationen reduziert werden - zum Nutzen der Patientinnen und Patienten."

Herzrhythmus-Störungen reichen von gelegentlich auftretenden Unregelmäßigkeiten bis hin zu lebensgefährlichen Formen, die ohne sofortige Behandlung den plötzlichen Herztod herbeiführen können. Häufigste Form ist das Vorhofflimmern: Ein Drittel aller Schlaganfälle sind darauf zurückzuführen. In Deutschland sind Schätzungen zufolge mehr als eine Million Menschen von Vorhofflimmern betroffen, mit steigender Tendenz. Im Jahr 2006 hat diese Krankheit eine Kostenbelastung von etwa 680 Millionen Euro verursacht.

Zuletzt hat sich die Verödung der Entstehungsorte für Herzrhythmus-Störungen als therapeutische Maßnahme etabliert. Ziel der Verödung ist eine elektrische Trennung von der regulären Erregungsausbreitung im Herzen. Es handelt sich um ein technisch sehr anspruchvolles und zeitintensives Verfahren, welches eine genaue Vorstellung der anatomischen Gegebenheiten seitens des Untersuchers voraussetzt. "Eine wesentliche Einschränkung dieses Verfahrens war jedoch in der Vergangenheit, dass die Ablation ohne direkte Darstellung der verschiedenen Strukturen des Herzens erfolgen musste", berichtet Prof. Fleck. "Die Fusionsbildgebung des "EP-Cockpit" ermöglicht jetzt neue Wege in der Therapie Herzrhythmusstörungen: Die Überlagerung ("Overlay") zum Beispiel eines aus der Computertomographie rekonstruierten linken Vorhofs mit dem Durchleuchtungsbild während des Eingriffes zeigt die Position aller Katheter im linken Vorhof in Bezug auf die anatomischen Strukturen in Echtzeit."

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Eckart Fleck
Deutsches Herzzentrum Berlin (DHZB)
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Tel.: 030 / 45932 - 400

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