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"Perspektiven durch Psychoonkologie"

17.09.2007 - (idw) Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Zum 1. Magdeburger Psychoonkologischen Kolloquium lädt am 21. und 22. September 2007 die Arbeitsgruppe Psychoonkologie des Tumorzentrums Magdeburg/Sachsen-Anhalt e.V. ein. Angesprochen sind onkologisch und psychoonkologisch tätige Psychologen, Ärzte, Sozialarbeiter und Seelsorger aus dem niedergelassenen und klinischen Bereich. Die Veranstaltung mit dem Motto "Perspektiven durch Psychoonkologie" findet im Großen Konferenzraum (Haus 18) auf dem Gelände des Universitätsklinikums Magdeburg, Leipziger Straße 44, statt. Die Psychoonkologie hat sich erst in den vergangenen Jahrzehnten als eigenständige Disziplin entwickelt, ist aber in der ganzheitlichen Betreuung von Tumorpatienten mittlerweile unverzichtbar geworden. Sie widmet sich vor allem psychischen und sozialen Faktoren, die für die Betroffenen und auch deren Angehörigen mit einer Krebserkrankung zusammenhängen können und deren Folgen.

Den Eröffnungsvortrag beim 1. Magdeburger Psychoonkologischen Kolloquium wird Prof. Dr. Peter Herschbach vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München halten zum Thema "Entwicklung und Stand der psychoonkologischen Forschung". Er gilt national und international als anerkannter Experte des Faches Psychoonkologie. Insbesondere durch seine klinischen und methodischen Arbeiten zur Lebensqualität von Tumorpatienten (Zufriedenheitsparadox der Lebensqualität) prägt er die psychoonkologische Wissenschaftswelt. Im weiteren Verlauf des Kolloquiums wird in zwei Sitzungen Wissenswertes zu hören sein zu Fragen der somatopsychischen Aspekte bei hämatologischen Patienten während Hochdosis-Chemotherapie, der Diagnostik der posttraumatischen Belastungsstörung bei Tumorpatienten sowie zu Verlaufsuntersuchungen der Krankheitsbewältigung bei Patienten und Überlebenden der Akuten Leukämie. Das Motto der Veranstaltung "Perspektiven durch Psychoonkologie" soll sowohl für die Referenten als auch die Gäste gelten: Interdisziplinäres Denken und klinische Blickwinkel sind ausdrücklich erwünscht.

Das Psychoonkologische Kolloquium ist als jährliche Veranstaltungsreihe entwickelt worden auf der Grundlage der Kooperation zwischen der Magdeburger Uni-Klinik für Hämatologie/Onkologie und der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und findet nun als Veranstaltung der Arbeitsgruppe Psychoonkologie eine regelmäßige Fortführung.

Da die Psychoonkologie sich mit Aspekten der Krankheitsbewältigung von Krebspatienten auf der somatischen, emotionalen, behavioralen, kognitiven, sozialen und immunologischen Ebene befasst, erweist sich das interdisziplinäre Arbeiten in der stationären und ambulanten Patientenversorgung, bei der Durchführung von klinisch-psychoonkologischen Weiterbildungen und bei der am klinischen Bedarf ausgerichteten Gestaltung von Forschungsprojekten als vorteilhaft und wichtig für alle Beteiligten.

So findet bereits seit neun Jahren eine integrierte psychoonkologische Versorgung von Patienten und Angehörigen in der Klinik für Hämatologie/Onkologie Magdeburg erfolgreiche Anwendung. Die finanzielle Förderung der aktuellen psychoonkologischen Projekte durch die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e. V. und die Deutsche Forschungsgemeinschaft zeugt von der Notwendigkeit psychoonkologischer Tätigkeiten.

Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. (www.carreras-stiftung.de) finanziert mit Spendengeldern Projekte zur Bekämpfung von Leukämien und verwandten Blutkrankheiten wie Lymphomen. Ihre Förderschwerpunkte liegen insbesondere im Bereich der Forschung, im Ausbau von Kliniken und in sozialen Angeboten für Betroffene und Angehörige. Allein 2007 kann die Carreras-Stiftung rund 9,2 Millionen Euro für neue Projekte zur Verfügung stellen.


Ansprechpartner für Redaktionen:
Dipl.-Psych. Michael Koehler
Universitätsklinik für Hämatologie/Onkologie Magdeburg
Tel. 0391-67-13307 oder -13266 / Fax 0391-67-13267
e-mail: michael.koehler@med.ovgu.de

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