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Gewinner im sächsischen Physik-Wettbewerb 2007

18.09.2007 - (idw) Forschungszentrum Dresden - Rossendorf e.V.

Die Preisverleihung für den sächsischen Schülerwettbewerb Physik 2007 findet am Freitag, 21. September, um 15.00 Uhr im Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) statt. Die fünf Hauptpreise gehen nach Dresden, Freiberg, Chemnitz, Leipzig sowie Werdau. Insgesamt werden 22 Abiturienten für ihre herausragenden Physikarbeiten ausgezeichnet. Der seit dem Jahr 2000 bestehende Wettbewerb "Schülerpreise für die besten Besonderen Lernleistungen im Fach Physik" wird vom Forschungszentrum Dresden-Rossendorf koordiniert. Den von Qimonda Dresden zur Verfügung gestellten Hauptpreis erhalten in diesem Jahr fünf Physikarbeiten, die als Spitzenleistungen bewertet wurden. Die Entscheidung wurde am 2. Juli 2007 durch ein Auswahlkomitee getroffen, das aus Physikprofessoren aus Dresden, Leipzig, Freiberg und Chemnitz besteht. Sie waren sehr beeindruckt von der wissenschaftlichen Klasse der insgesamt 17 Arbeiten. Alleine für den Physikpreis nominiert zu werden, ist bereits eine Leistung. Deshalb erhalten alle 22 von ihren Gymnasien vorgeschlagenen Schüler zudem einen Sachpreis von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, der über die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) vergeben wurde.

Medienvertreter sind herzlich zu der Preisverleihung am 21. September, 15.00 Uhr, bzw. zur Besichtigung des Hochfeld-Magnetlabors Dresden oder des Ionenstrahlzentrums (gegen 16.30 Uhr) bzw. zum anschließenden Sektempfang (gegen 17.15 Uhr) eingeladen in das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf, Bautzner Landstraße 128, 01328 Dresden (Ortsteil Rossendorf).

Zwei Beispiele des diesjährigen Wettbewerbs verdeutlichen die Vielfalt der bearbeiteten Themen. Ludwig Salzmann aus Dresden beschäftigte sich mit der Physik des Horns. Er erforschte den Zusammenhang zwischen der Form des Horns und physikalischen Aspekten wie Luftströmung und Schallausbreitung im Instrumentenkörper, die zur optimalen Tonansprache und Klangerzeugung nötig sind. Der Schüler ließ sich bei seinen Untersuchungen unter anderem von der interessanten Frage leiten, ob eine Annäherung an eine Optimalform des Horns möglich ist. Dazu entwarf der Abiturient in Zusammenarbeit mit dem Institut für Luft- und Raumfahrttechnik der Technischen Universität Dresden einen Versuchsaufbau, um die verschiedenen Einflussgrößen wie Anblasdruck, Volumenstrom und Schallfrequenz experimentell testen zu können.

Christoph Weise aus Freiberg interessierte sich für die "Nutzung elektromagnetischer Wellen zur Übertragung von Energie am Beispiel von RFID-Technologie". RFID-Systeme sind Identifikationssysteme (RFID = Radio Frequency Identification Device), die beispielsweise bei der Speicherung persönlicher Daten im elektronischen Reisepass Verwendung finden. Darüber hinaus, so der Gymnasiast, könnte diese Form der Energieübertragung in Zukunft bei Herzschrittmachern eingesetzt werden und damit deren Ladeprozess bei batteriebetriebenen Geräten entscheidend vereinfachen. Christoph Weise untersuchte mit der Unterstützung des Prüfzentrums CE-LAB Ilmenau Reichweite sowie Störeinflüsse der gezielten Energieübertragung mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen in verschiedenen Umgebungen.

Solch intensive Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Themen schon während der Schulzeit ist den Universitäten und Forschungseinrichtungen, aber auch der Industrie ein großes Anliegen: "Die Zukunft Sachsens hängt in besonderem Maße von der Entwicklung der Forschung im Freistaat ab. Für die Forschung benötigen wir erstklassigen Nachwuchs, der mit neuen Ideen und großem Engagement an wissenschaftliche Fragestellungen herangeht. Daher ist es uns als Forschungszentrum wie auch den Universitäten ein großes Anliegen, junge Menschen für die Naturwissenschaften zu begeistern.", so Prof. Dr. Roland Sauerbrey, Wissenschaftlicher Direktor des FZD.

Diese Pressemitteilung sowie die Liste der Preisträger 2007 und weitere Einzelheiten über den Wettbewerb finden Sie auch auf den Internet-Seiten des FZD (http://www.fzd.de/BeLL).

Pressekontakt:
Dr. Christine Bohnet
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Bautzner Landstr. 128, 01328 Dresden
Tel.: 0351 260 - 2450 oder 0160 969 288 56
Fax: 0351 260 - 2700
c.bohnet@fzd.de

Information:
Das FZD erbringt wesentliche Beiträge der Grundlagenforschung sowie der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung zu folgenden Fragestellungen:
o Wie verhält sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in winzigen Dimensionen?
o Wie können Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden?
o Wie schützt man Mensch und Umwelt vor technischen Risiken?
Dazu werden 6 Großgeräte eingesetzt, die europaweit unikale Untersuchungsmöglichkeiten auch für auswärtige Nutzer bieten.

Das FZD ist mit ca. 700 Mitarbeitern das größte Institut der Leibniz-Gemeinschaft (http://www.wgl.de) und verfügt über ein jährliches Budget von rund 57 Mill. Euro (Stand: 12/2006). Hinzu kommen etwa 10 Mill. Euro aus nationalen und europäischen Förderprojekten sowie aus Verträgen mit der Industrie. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 83 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung. Leibniz-Institute arbeiten interdisziplinär und verbinden Grundlagenforschung mit Anwendungsnähe. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung, weshalb sie von Bund und Ländern gemeinsam gefördert werden. Die Leibniz-Institute verfügen über ein Gesamtbudget von gut 1 Milliarde Euro und beschäftigen mehr als 13.000 Mitarbeiter.

Weitere Informationen: http://www.fzd.de/BeLL
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