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Zahnmedizinische postgraduale Qualifikationen

18.09.2007 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V.

Symposium am 24. November 2007 beim Deutschen Zahnärztetag Düsseldorf Düsseldorf. Die Durchführung von freiwilliger und selbstbestimmter postgradualer Fort- und Weiterbildung als Beitrag zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung des Berufsstandes haben sich die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und die Vereinigung der Hochschullehrer für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (VHZMK) zur gemeinsamen Aufgabe gemacht. Auf europäischer Ebene sind die Anstöße über den "Bologna-Prozess" erfolgt, die Auswirkungen bereits in vielen Fächern und Studiengängen (außerhalb der Medizin und Zahnmedizin, Pharmakologie und Jura) deutlich zu erkennen.

Fächer, die mit einem Staatsexamen abschließen, haben nicht den Weg der Diplom-Studiengänge eingeschlagen, ihr Studium in Bachelor- und Master-Abschnitte zu gliedern, aber die Möglichkeit der Durchführung postgradualer, weiterbildender Studiengänge als sinnvollen Weg erkannt. Hierzu wird durch das Hochschulrahmengesetz (HRG) aufgefordert und ebenso durch die Beschlüsse der Kultus Minister Konferenz (KMK).

Die spezielle Situation in Deutschland (Staatsexamen) und das Vorhandensein bereits etablierter Weiterbildungsgänge (mit Fachzahnarzt Abschluss) legen es nahe, den Fort- und Weiterbildungsbereich in einem gemeinsamen, modular gestalteten Komplex zu organisieren und zu gestalten. Werkzeuge hierfür liefern Elemente des "Bologna-Prozesses", wie das European Credit Transfer System (ECTS).

Im Sinne einer möglichst liberalen und flexiblen Regelung existieren mehrere Formen der Fort- und Weiterbildung, die als modulares System mit ECTS-analogen Kriterien international vergleichbar, integrierend , zum Teil aufeinander aufbauend und nebeneinander dem Berufsstand angeboten werden können und sollen. Hierdurch wird die bisherige strikte Grenzziehung zwischen Fort- und Weiterbildung aufgelöst.
Dabei gelten die Weiterbildung zum Fachzahnarzt oder der Erwerb eines PhD/ Habilitation als die höchsten Stufen einer postgradualen Qualifizierung in einem Gebiet/Teilgebiet der ZHK.

In diese Wege der Weiterqualifikation fügt sich das Element des Postgradualen Master als aufbauendes und auch als abgeschlossenes Element hervorragend ein.
Diese können sowohl berufsbegleitend (Part Time), als auch universitätsgebunden beschritten (Full Time) werden.

Die drei oben genannten Gruppierungen gestalten diese Wege gemeinsam und streben dabei die nachhaltige, fortschrittliche und zukunftsweisende Neugestaltung der zahnärztlichen Fort- und Weiterbildung durch Einführung eines modularen Systems an, das auf dem ECT-System beruht. Im angekündigten Symposium am Samstag, 24. November 2007, von 9 bis 12 Uhr, wird dargestellt, welche Entwicklungen beschlossen, angedacht und derzeit entwickelt werden. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen des Berufsstandes im Bereich der Niederlassungen und neuer Praxisformen, aber auch im Hinblick auf europäisch und international vergleichbarer akademischer Abschlüsse sind dabei bereits niedergelassene, als auch in Ausbildung befindliche Zahnärzte und ausländische Interessenten angesprochen.

Prof. Dr. Detlef Heidemann, Uni Frankfurt

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