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E-Learning Tagung

18.09.2007 - (idw) Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Per Mouse-Klick in den Hörsaal: E-Learning ist im niedersächsischen Hochschulalltag angekommen HANNOVER/GÖTTINGEN. Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann hat am (heutigen) Dienstag die Tagung zum Thema "Stud.IP - Studienbegleitender Internetsupport von Präsenzlehre" in Göttingen eröffnet. Technische Infrastrukturen und Serviceangebote zum E-Learning sind heute an niedersächsischen Hochschulen ein wichtiger Bestandteil der Lehre, des Lernens und der effizienten Studienorganisation.

Mit der aktuellen Förderung 2007/2008 geht ELAN in die dritte Phase. Insgesamt umfasst die Förderung von ELAN III 2,6 Millionen Euro und verteilt sich auf 16 Projekte der Hochschulen in Braunschweig, Clausthal, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück, Vechta und Wolfenbüttel. Hierbei spielt die Kooperation der Projektpartner untereinander, wie bereits in ELAN I und ELAN II eine wichtige Rolle.

Seit fünf Jahren forciert das Land den Einsatz Internet-gestützter Lehr- und Lernarrangements und von Multimedia-Technologien in der Hochschullehre unter der Bezeichnung "ELAN" (E-Learning Academic Network), dem E-Learning-Projekt niedersächsischer Hochschulen. Niedersachsen nimmt damit in Deutschland eine führende Rolle beim E-Learning-Einsatz in den Hochschulen ein. "Gerade in Zeiten knapper Haushalte können die Hochschulen mit E-Learning gemeinsam auch solche Lernangebote kostengünstig, effektiv und dezentral bereitstellen, die ansonsten an ihrer Einrichtung beispielsweise aufgrund von zu geringer Auslastung wegfallen würden. Außerdem vereinfachen E-Learning-Systeme die Studienorganisation beispielsweise in den großen Studiengängen ganz erheblich", sagte Wissenschaftsminister Stratmann. "Die Hochschulen können damit ihre vorhanden Ressourcen effektiver nutzen und sich am Markt besser positionieren."

Vorlesungen und Seminare werden zum Beispiel in Fernsehqualität übertragen, technisch-naturwissenschaftliche Themen lassen sich mit multimedialen Bausteinen besser veranschaulichen und durch E-Learning-Module für Medizin und andere Fächer kann die Vor- und Nachbereitungen der Lehrveranstaltungen vereinfacht werden.

Eng verbunden mit ELAN ist das niedersächsische Erfolgsmodell "Stud.IP". Stud.IP steht für "Studienbegleitender Internetsupport von Präsenzlehre" und ist ein Lern-, Informations- und Projekt-Management-System, welches heute von zahlreichen Hochschulen weit über Niedersachsen hinaus, aber auch Bildungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen für die Organisation von E-Learning und Präsenzlehre, für Projektmanagement und Projektorganisation, aber auch als Kommunikations- und Organisationstool eingesetzt wird.

Die erfolgreiche Open-Source-Software Stud.IP dient hierbei vor allem dazu, die universitäre Lehre zu koordinieren und zu begleiten sowie die Forschung und Verwaltung zu unterstützen. Sie wurde an der Universität Göttingen entwickelt und etablierte sich u. a. im Rahmen der ELAN-Projekte in Niedersachsen zum vorherrschenden Lern-Management-System der niedersächsischen Universitäten. Die Firma data-quest GmbH, eine Ausgründung der Universität Göttingen, bietet seit Jahren professionellen Support für dieses System an und sorgt für eine qualifizierte und koordinierte Weiterentwicklung. Im Rahmen von ELAN III wurde ergänzend die 'Serviceeinheit Stud.IP' der ELAN AG als zentrale Support-Einrichtung der an ELAN beteiligten Universitäten gestartet.

Unter E-Learning versteht man heute alle Formen von Lernen, bei denen digitale Medien für die Präsentation und Verbreitung von Lernmaterialien oder zur Unterstützung der Kommunikation zum Einsatz kommen. Es geht somit im E-Learning heute neben der Erstellung von Lernmodulen verstärkt um die technische Unterstützung der Präsenzlehre. Galt in den Anfängen E-Learning noch als Alternative zu klassischen Lernformen, so wird es heute vor allem als sinnvolle Unterstützung und Ergänzung in der Lehre und im Lernprozess eingesetzt. Traditionelle Lehre und E-Learning werden so gemeinsame Bestandteile eines hybriden Lernarrangements. Das Lernmanagementsystem Stud.IP ist ein gutes Beispiel für diese Entwicklung.

Weitere Informationen: http://www.elan-niedersachsen.de http://www.studip.de/tagung http://www.sourcetalk.de/2007
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