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OECD Studie

19.09.2007 - (idw) Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Stratmann: "Niedersächsische Hochschulen - leistungsfähig im OECD- und Ländervergleich" HANNOVER. "Die niedersächsischen Hochschulen behaupten sich im internationalen und nationalen Vergleich gut", erklärte Wissenschaftsminister Lutz Stratmann zu den Ergebnissen der OECD-Veröffentlichung "Bildung auf einen Blick" und der am (heutigen) Mittwoch veröffentlichten "Internationalen Bildungsindikatoren im Ländervergleich" der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

"Bei den Abschlussquoten der Hochschulen liegt Niedersachsen gemeinsam mit Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern mit 20 Prozent eines Altersjahrgangs an der Spitze der Flächenländer in Deutschland, obwohl Niedersachsen Studierende an Bremen und Hamburg abgibt", so Stratmann.

Ein Drittel aller Hochschulabsolventen in Deutschland kommt aus der Mathematik, den Natur- und Ingenieurwissenschaften, damit liegt Deutschland auf Platz zwei. "Dennoch nimmt der Bedarf an hoch qualifizierten Hochschulabsolventinnen und -absolventen zu. Darauf haben wir in Niedersachsen bereits reagiert: Mit dem Hochschulpakt 2020 schaffen wir allein bis zum Jahr 2010 die Voraussetzungen, um 11.200 zusätzliche Studienanfängerinnen und Studienanfänger an den niedersächsischen Hochschulen aufzunehmen. Dabei liegt in Niedersachsen ein deutlicher Schwerpunkt auf dem Ausbau der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge. Mit der Ideen-Expo vom 6. bis 14. Oktober werben wir für das Studium der Ingenieur- und Naturwissenschaften und wollen damit Jugendliche für Naturwissenschaften und Technik begeistern", sagte Stratmann. "Knapp 45 Prozent der ausländischen Studierenden in Niedersachsen sind in diesen Fächern eingeschrieben - das ist der beste Beleg für ihre Attraktivität. Damit liegen wir mit Abstand an der Spitze aller Bundesländer."

"Entscheidend ist die Dynamik der Entwicklung und die Qualität von Lehre, Studium und Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Durch die zu erwartenden rund 85 Millionen Euro zusätzliche Mittel pro Jahr aus den Studienbeiträgen wird sich die Betreuung und die Qualität der Lehre an den niedersächsischen Hochschulen noch weiter verbessern. Außerdem bekommen die Hochschulen 2008 zusätzlich137 Millionen Euro aus staatlichen Mitteln", betonte Wissenschaftsminister Stratmann.

Beim Vergleich der öffentlich diskutierten niedrigen Akademikerquote sei - so Stratmann - zu berücksichtigen, dass ein hoher Anteil der Qualifikation nach der Sekundarstufe in Deutschland nicht an den Hochschulen, sondern in der sehr erfolgreichen dualen Berufsausbildung stattfindet.

"Die Öffnung der Hochschulen für neue Zielgruppen kann uns große Potenziale für Wissenschaft und Wirtschaft erschließen. Während der Zugang zur Hochschule heute bereits vielen offen steht, werden auch die Angebote für ein berufsbegleitendes Studium künftig erweitert", sagte Wissenschaftsminister Stratmann. So werde zu prüfen sein, ob es künftig auch spezielle Bachelor-Programme für berufstätige Studierende geben sollte.

Studienbeiträge haben im OECD-Vergleich keinen Einfluss auf die Studienbeteiligung eines Altersjahrgangs. "Alle Behauptungen, Studienbeiträge in sozial abgefederter Form wie in Niedersachsen würden die Studierneigung beeinträchtigen, entbehren im internationalen Vergleich einer Grundlage", so Stratmann.

Hintergrundfakten:
Im international üblichen Indikator der Betreuungsrelation, des Verhältnisses zwischen Lehrenden und Studierenden, liegen Deutschland mit 1 zu 12,3 und auch Niedersachsen mit 12,9 Studierenden je Lehrperson deutlich besser als der OECD-Durchschnitt von 16,4. Bemerkenswert ist aber die Dynamik in Niedersachsen: Während sich die Betreuungsrelation an den Universitäten (ohne Humanmedizin) von 1995 bis 2005 in Deutschland um 0,8 auf 13,6 Studierende je Lehrperson nur geringfügig verbesserte, hat sie sich in Niedersachsen von 17,6 (1995) auf 13,2 (2005) um ein Viertel verbessert. Während bundesweit bei den Fachhochschulen die Betreuungsrelation in den zehn Jahren seit 1995 um 0,5 auf 23,4 gestiegen ist, hat sie sich in Niedersachsen um 0,5 auf 22,2 Studierende je Lehrperson verbessert.


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