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2. Brandschutztag Mecklenburg-Vorpommern

27.09.2007 - (idw) Hochschule Wismar, University of Technology, Business and Design

Der 2. Brandschutztag am 19. September 2007, der vom Netzwerk Brandschutz am Kompetenzzentrum Bau Mecklenburg-Vorpommern (KBauMV)und der Arbeitsgemeinschaft Vorbeugender Brandschutz M-V e.V. an der Hochschule Wismar ausgerichtet wurde, beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit den Leitungs- und Lüftungsanlagenrichtlinien und mit der Thematik von Abweichungen. Den rund 170 Teilnehmern, die das breite Spektrum der Planer, Baubehörden und Brandschutzdienststellen widerspiegelten, wurden in vier Fachbeiträgen Neuerungen, Probleme und Lösungsansätze bei Umgang mit den Richtlinien und Abweichungen aufgezeigt. Die wissenschaftliche Leitung des Brandschutztages oblag Dr.-Ing. Frank Riesner, dem Administrator des Netzwerkes Brandschutzes am KBauMV. Begleitet wurde die Veranstaltung von einer Fachausstellung mit 15 Ausstellern aus dem Bereich von Brandschutzprodukten und -dienstleistungen.

Ein Jahr nach Inkrafttreten der neuen Landesbauordnung in Mecklenburg-Vorpommern (LBauO M-V 2006) haben sich die Planer und Baubehörden weitestgehend auf die veränderten Anforderungen insbesondere beim Brandschutz eingestellt. Sowohl die höhere Eigenverantwortung der bauvorlageberechtigten Architekten und Bauingenieure beim Erstellen der gesetzlich geforderten Brandschutznachweise als auch der größere Ermessensfreiraum der unteren Bauaufsichtsbehörden bei der Prüfung von Abweichungen haben dem Brandschutz in M-V zu einem spürbaren Qualitätssprung verholfen. Dieser Herausforderung müssen sich alle am Bau beteiligten Fachleute gleichermaßen stellen.

Zusammen mit der neuen Landesbauordnung wurden ebenfalls 2006 weitere brandschutz¬technische Richtlinien bauaufsichtlich eingeführt, die das Aufgabenspektrum der Brandschutzplaner und -fachplaner zunehmend prägen. Seit April 2006 läuft deshalb am Kompetenzzentrum Bau Mecklenburg-Vorpommern unter Verantwortung der Architekten- und Ingenieurkammer M-V die Aus- und Weiterbildung der Bauvorlageberechtigten zu eingetragenen Brandschutzplanern. Unter der Regie der kommunalen Studieninstitute erfolgt die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den unteren Bauaufsichtsbehörden auf dem Gebiet des Brandschutzes.

Im seinem Grußwort zur Eröffnung der Fachveranstaltung betonte der Präsident der Architekten¬kammer M-V, Architekt Joachim Brenncke die enorme Wichtigkeit der fachlichen Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet des Brandschutzes. Dabei verwies er mit Stolz auf das erfolgreiche Zusammenwirken von Ingenieurkammer und Architektenkammer in M-V bei der Qualifizierung und Eintragung von Brandschutzplanern. Er dankte den Bildungsträgern des Landes für die zurückliegende Unterstützung und verwies auf die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Fortsetzung der Brandschutzausbildung.

Die beiden Sachverständigen für Brandschutz, Dipl.-Ing. Hans-Joachim Möws und Architekt Dipl.-Ing. Gerd Geburtig stellten sowohl die Neuerungen als auch die Probleme bei der Umsetzung von brandschutztechnischen Richtlinien in der Neubaupraxis und beim Bauen im Bestand vor.

Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Wathling von der Obersten Bauaufsicht Berlin beschäftigte sich in seinem Vortrag ausführlich mit dem Thema der Abweichungen. Dabei wurden die Schwierigkeiten bei der Abgrenzung zwischen wesentlichen und unwesentlichen Abweichungen und die Regularien beim Umgang mit denselben im Baugenehmigungsverfahren aufgezeigt.

Zu den bislang vorliegenden Erfahrungen bei der Prüfung von Brandschutznachweisen und -konzepten ein Jahr nach Einführung der neuen Landesbauordnung sprach Brandschutzingenieur Harald Dietrich von der Unteren Bauaufsichtsbehörde OVP.

Das KBauMV und die AG Vorbeugender Brandschutz M-V e.V. streben eine Fortsetzung des Brandschutztages im kommenden Jahr 2008 an. Durch die Teilnahme von Fachleuten aus Hamburg und Schleswig-Holstein bereits an der diesjährigen Veranstaltung und die begonnene Zusammenarbeit von Fachverbänden aus M-V und S-H wird der 3. Brandschutztag über die Landesgrenzen von M-V hinaus wirken. Das gegenwärtig in der Vorbereitung befindliche Arbeitsthema für die kommende Veranstaltung lautet "Rette sich, wer kann - die Unvereinbarkeit von Rettungswegen und Verrauchung".


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Dr. Andreas Eigendorf, Tel.: (03841) 753 611 bzw. E-Mail: a.eigendorf@bau.hs-wismar.de.

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