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Physik-Nobelpreis für Bochumer Ehrendoktor: RUB gratuliert Peter Grünberg

09.10.2007 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Physik-Nobelpreis für Bochumer Ehrendoktor
RUB gratuliert Physik-Nobelpreisträger Grünberg
Keine Festplatte ohne "Grünberg-Prinzip"

Die Ruhr-Universität Bochum gratuliert Prof. Dr. Peter A. Grünberg (Forschungszentrum Jülich) zum Physik-Nobelpreis 2007. Prof. Grünberg ist seit Ende 2002 Ehrendoktor der Fakultät für Physik und Astronomie der RUB, die den renommierten Physiker bereits vor fünf Jahren für seine "bahnbrechenden Arbeiten" auszeichnete. "Prof. Grünberg ist ein gern gesehener und häufiger Gast an unserer Fakultät", sagt Prof. Dr. Kurt Westerholt, Projektleiter im Sonderforschungsbereich 491 der RUB. "Mit seiner Forschung legte er einen wichtigen Grundstein für die Spin-Elektronik, einem für die Computertechnologie sehr zukunftsträchtigen Gebiet", so Prof. Westerholt. "Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg eines deutschen Wissenschaftlers und gratulieren dem Ehrendoktor der Ruhr-Universität Professor Peter Grünberg von ganzem Herzen", sagt Prof. Dr. Elmar Weiler, Rektor der RUB. Weiterentwicklung des Grünberg-Prinzips an der RUB

Ohne seine Forschung wären die heutigen Computerfestplatten nicht denkbar: Grünberg entdeckte den "Riesenmagnetwiderstand" (Giant Magneto-Resistance, GMR), mit dem die Leseköpfe aller handelsüblichen Festplatten inzwischen ausgestattet sind. Nur mit der GMR-Technik können bei der hohen Speicherdichte von ca. 4 Gigabyte/cm2 noch Daten ausgelesen werden. Diese Magnetfeldsensoren bewähren sich auch in anderen technischen Bereichen, z. B. als Winkel- und Positionssensoren in der Robotik oder in ABS-Systemen. Der Sonderforschungsbereich 491 der Universitäten Bochum und Duisburg-Essen "Magnetische Heteroschichten: Struktur und elektronischer Transport" (Sprecher: Prof. Dr. Hartmut Zabel, RUB) beschäftigt sich intensiv damit, wie Grünbergs Entdeckungen angewandt und weiter entwickelt werden können.

Ein brillanter Experimentalphysiker

"Prof. Grünberg ist ein brillanter Experimentalphysiker, der mit viel Geduld und langfristig an einem Problem arbeiten kann. Nur so war es möglich, den Riesenmagnetwiderstand überhaupt zu entdecken. Ein nervöser, unter Zeitdruck arbeitender Physiker hätte diesen Effekt nie gefunden", sagt Prof. Westerholt. Für seine Entdeckungen wurde Grünberg bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, "für den Nobelpreis war er überfällig", so Westerholt. Prof. Grünberg ist einer von vier Wissenschaftlern, denen die Bochumer Fakultät für Physik und Astronomie seit ihrem Bestehen die Ehrendoktorwürde (Dr. h. c.) verliehen hat.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Kurt Westerholt, Prof. Dr. Hartmut Zabel, Lehrstuhl für Experimentalphysik IV (insbesondere Festkörperphysik) und Sonderforschungsbereich 491 "Magnetische Heteroschichten", Fakultät für Physik und Astronomie, Tel. 0234/32-23621, -23649, E-Mail: kurt.westerholt@rub.de, hartmut.zabel@rub.de

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