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Bangkok und Chemnitz rücken noch enger zusammen

10.10.2007 - (idw) Technische Universität Chemnitz

Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn besucht die TU Chemnitz und unterstreicht dadurch die Priorität der Kooperation zwischen der Chemnitzer Universität und thailändischen Hochschulen "Ich schätze die TU Chemnitz als ein anerkanntes internationales Forschungsinstitut für Management, Technik und Kommunikation", unterstrich Ihre Königliche Hoheit Prinzessin von Thailand Maha Chakri Sirindhorn bei ihrer Ansprache während der ersten Internationalen Semestereröffnung an der TU Chemnitz am 9. Oktober 2007. In Zukunft wird die TU vor allem mit dem King Mongkut's Institut North Bangkok (KMITNB) enge Beziehungen pflegen - beide Universitäten haben deshalb einen Kooperationsvertrag geschlossen. Prinzessin Sirindhorn wohnte der Unterzeichnung bei. Sie freut sich auf einen zukünftig verstärkten Austausch von Studierenden der beiden Universitäten: "Ich möchte Sie einladen, Thailand während eines Studienaufenthaltes kennen zu lernen. Aus diesen Begegnungen können neue Freundschaften entstehen", sprach Ihre Königliche Hoheit die Chemnitzer Studierenden im Auditorium maximum der TU persönlich an. "Thailand ist ein Land mit einer beeindruckenden wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und hervorragenden Zukunftsperspektiven. Außerdem genießt dort das deutsche Hochschulsystem - insbesondere in den Ingenieurwissenschaften - einen ausgezeichneten Ruf", berichtet Eberhard Alles, Kanzler der TU Chemnitz, der die Kooperation mit thailändischen Hochschulen auf den Weg gebracht hat. Die Chemnitzer Universität sieht in Thailand ein wichtiges Aktionsfeld innerhalb ihrer Internationalisierungsstrategie.

Ein Wissenschaftler des KMITNB gastiert derzeit an der Fakultät für Informatik. Watcharachai Kongsiriwattana wird in den kommenden Wochen Erfahrungen in den Forschungsschwerpunkten der Fakultät sammeln. TU-Rektor Prof. Matthes hofft, dass in Zukunft auch Studierende beider Länder von der nun besiegelten Kooperation profitieren und nach einem Bachelor-Abschluss in der Heimat ein Masterstudium an der jeweiligen Partnerhochschule aufnehmen. Auch Prinzessin Sirindhorn zeigte sich in ihrer Ansprache überzeugt, dass sich andere Kulturen und Werte nur im direkten Kontakt zu fremden Ländern verstehen lassen. Drei thailändische Nachwuchswissenschaftler promovieren derzeit an der TU Chemnitz. Mutchima Sittiho forscht seit kurzem in der Fakultät für Maschinenbau. Er fühlt sich geehrt, dass er während des Besuches der thailändischen Prinzessin sogar ein kurzes Gespräch mit Ihrer Königlichen Hoheit führen konnte. "Es ist in Thailand nicht leicht, direkten Kontakt zum Königshaus zu bekommen", bestätigen Phat Masniyom und Kunlapaporn Sritragool, die ebenfalls an der TU promovieren.

Auch für den Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, war es ein besonderes Erlebnis: "Der Besuch der Prinzessin ist für mich persönlich ein Höhepunkt. Für die Universität ist es eine hohe Auszeichnung, dass sich die Prinzessin in den vergangenen drei Jahren persönlich für die Vernetzung zwischen dem King Mongkut's Institute of Technology North Bangkok sowie weiteren Hochschulen ihres Landes und der TU Chemnitz stark gemacht hat." In Anerkennung dieser Verdienste zeichnete Prof. Matthes Prinzessin Sirindhorn während der Internationalen Semestereröffnung mit der Ehrenmedaille der TU Chemnitz aus. Diese wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Universität verliehen.

Im Hörsaalgebäude der TU herrschte am ersten Besuchstag Ihrer Königlichen Hoheit thailändisches Flair. Kulinarische Köstlichkeiten, kunstvolle Dekorationen und landestypische Schmuckstücke wurden von der Rajamangala University of Technology Phra Nakhon Chotiwet angeboten, mit der die TU Chemnitz eine Absichtserklärung zur weiteren Kooperation unterzeichnet hat. Diese Hochschule setzt sich sehr für die Pflege der thailändischen Kultur ein.

Den Abschluss der Internationalen Semestereröffnung bildete die Verleihung der Förderpreise von Volkswagen Sachsen an drei Absolventen der TU, die für ihre herausragenden Studienabschlussarbeiten mit Praxisbezug zum Automobilbau geehrt wurden. Dr. Frank Löschmann, Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Sachsen GmbH, überreichte die Preise zusammen mit dem TU-Rektor Prof. Matthes. Auch Löschmann ermutigte die Studierenden, internationale Erfahrungen zu sammeln und diese bei ihrer beruflichen Zukunft in Sachsen einzubringen.


Am 10. Oktober 2007 setzt Prinzessin Sirindhorn ihren Aufenthalt an der TU und in der Stadt Chemnitz fort. Sie ist zu Gast im Labor der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung sowie im Labor für Bewegungswissenschaft und Sporttechnologie an der Chemnitzer Universität. Danach besucht sie den Kältespeicher der Stadtwerke Chemnitz. Abschließend wird sie sich im Rathaus ins Goldene Buch der Stadt eintragen.

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