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RUB-SFB "Neurovision" feiert 18 Jahre DFG-Förderung

11.10.2007 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Nr. 298

Internationale Gäste beim Symposium
Lange Tradition an der RUB: Neuronale Mechanismen des Sehens

Wie gelingt es einem Eishockeyspieler, einen Puck aufzuhalten, der mit über 100 km/h auf ihn zu schießt? Wie wird das Gehirn mit Schädigungen der Netzhaut fertig? Wie hängen Sehen und Gedächtnis zusammen? Hier verbringt unser Gehirn Meisterleistungen. Wissenschaftler der Ruhr-Universität erforschen das Sehsystem seit 1990 mit Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft; zunächst sechs Jahre in einer Forschergruppe, dann ab 1996 zwölf Jahre im Sonderforschungsbereich 509 "Neurovision - Neuronale Mechanismen des Sehens" (Sprecher: Prof. Dr. Ulf Eysel). Diese langjährige Förderung feiert der SFB mit einem Symposium vom 11. bis zum 13. Oktober 2007 (Veranstaltungszentrum Mensagebäude). Die national und international beachteten Forscher der RUB bleiben dem Thema Sinne und Gehirn weiterhin treu, neue Initiativen sind im Rahmen der Exzellenzinitiative der Ruhr-Universität geplant. Von der Entwicklung bis zur Plastizität des Sehsystems

Etwa 50 Forscher haben im SFB Themen aus der experimentellen Neuroanatomie, Neurophysiologie, Neurobiologie, Neurochemie, Neuropsychologie, Modellierung und Theorie in den Fachbereichen Biologie, Biochemie, Biopsychologie und Medizin bearbeitet. Zu den Themenfeldern des Sonderforschungsbereichs gehören unter anderem die Entwicklung des Sehsystems, zelluläre Mechanismen beim Sehvorgang, das Zusammenspiel aus Sehen, Bewegen und Kognition sowie die Plastizität, Lernen und Gedächtnis im Sehsystem. Die Wissenschaftler haben zum Beispiel untersucht, welche Wege Signale im Gehirn nehmen, die über die Augen eingehen, welche Botenstoffe und welche Hirnbereiche beteiligt sind. Sie haben erforscht, wie das Gehirn es schafft, eingehende optische Reize so weiterzuverarbeiten, dass wir in der Lage sind, sie in unsere Bewegungen einzukalkulieren. Außerdem wurde analysiert, wie genau sich die Nervenzellen des Gehirns nach Verletzungen des Sehsystems regenerieren, neue Funktionen übernehmen und sich neu vernetzen.

Internationales Markenzeichen der RUB

Zu diesen Themenschwerpunkten referieren beim Symposium Forscher aus Bochum und internationale Kollegen aus den USA, Japan, Kanada, Frankreich, Irland und England. Der erste Abend des Symposiums ist den Forschungsarbeiten der Nachwuchswissenschaftler des SFB und der neurowissenschaftlichen Graduiertenschulen er Ruhr-Universität gewidmet. In einer Posterausstellung präsentieren die jungen Forscher auf 35 Postern ihre Arbeiten. "So bringen wir zum Auftakt Spitzenforscher aus aller Welt mit unseren Nachwuchswissenschaftlern zu einem fruchtbaren Dialog zusammen", so Prof. Eysel. Über 100 Teilnehmer aus aller Welt haben sich zum Symposium angemeldet. Das Symposium ist das 6. seiner Art seit 1991. "Es ist ein Markenzeichen für die systemorientierte Neurowissenschaft und die Forschung am Sehsystem geworden, die in Bochum eine gewichtige Tradition hat", unterstreicht Prof. Eysel.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Ulf Eysel, Lehrstuhl für Neurophysiologie der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel 0234/32-23849, E-Mail: eysel@neurop.rub.de, http://www.neurop.ruhr-uni-bochum.de/~sfb509/
Weitere Informationen: http://www.neurop.ruhr-uni-bochum.de/~sfb509/ - SFB 509
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