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Uni Mannheim: Doktorandenzentrum GESS stößt auf internationale Resonanz

11.10.2007 - (idw) Universität Mannheim

Bundesweit erste Doktorandenschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eröffnet / Mehr als vierzig Professoren beteiligt/
Beiräte von führenden US-Fakultäten Die Universität Mannheim hat am gestrigen Mittwochabend die "Graduate School of Economic and Social Sciences" (GESS), die neue Doktorandenschule für angehende Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, eröffnet. Das Projekt wird im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder mit sechs Millionen Euro gefördert. "Das Doktorandenzentrum ist bereits ein Aushängeschild der Universität Mannheim geworden, mit der wir unsere Sichtbarkeit weltweit erhöhen", erklärte Prof. Dr. Hans-Wolfgang Arndt, Rektor der Universität Mannheim. "Das zeigt die internationale Resonanz auf die Gründung Einrichtung." Der Direktor der Graduiertenschule, Professor Ernst-Ludwig von Thadden, dankte für die großzügige Finanzierung und betonte, dass die neue Schule ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur internationalen Wettbewerbsfähigket der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Mannheim und ganz Deutschland sei.

Die Graduiertenschule GESS sorgte bereits vor ihrer Eröffnung international für Aufmerksamkeit. Über das Konzept berichteten Medien bis hin zum Wall Street Journal. Für den ersten Jahrgang gingen Bewerbungen aus ganz Europa, dem Nahen Osten und Nordamerika ein. Die 37 Teilnehmer, die nun in das Ausbildungsprogramm aufgenommen werden, stammen aus acht Ländern in Europa, Asien und dem Nahen Osten. Ihren Abschluss haben sie in Europa, Australien oder den USA erworben, an international führenden Universitäten wie Oxford, Zürich oder Sydney. "Der Wettbewerb um Top-Absolventen ist sehr hart", betont Professor von Thadden. "Umso erfreulicher ist es für uns, dass wir bereits mit der ersten Ausschreibung eine erstklassige Bewerberlage erzielen konnten. Das ist ein wichtiger Gradmesser."

Den Anspruch des Doktorandenzentrums verdeutlicht auch der akademische Beirat. Seine Mitglieder lehren allesamt an führenden wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten der USA: in Chicago, New York, Stanford, Wharton und Yale. Den Festvortrag zur Eröffnung der Einrichtung hielt Professor Stefan Reichelstein von der Stanford Graduate School of Business. Er sprach über Buchhaltung und Controlling aus Sicht der Wirtschafstheorie und zeigte damit, ganz im Sinne der neuen Graduiertenschule, die enge Verbindung von volkswirtschaftlicher Grundlagenforschung und betriebswirtschaftlicher Anwendung auf.

In der "graduate school of economic & social sciences" arbeiten rund vierzig Professorinnen und Professoren aus der Betriebswirtschaftslehre, der Volkswirtschaftslehre und den Sozialwissenschaften zusammen. Sie bieten ein systematisches Ausbildungsprogramm für die Nachwuchswissenschaftler, die nach einem Jahr parallel zu Lehrveranstaltungen in aktuelle Forschungsprojekte und internationale Netzwerke eingebunden werden.

Die Fördersumme von 6 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren investiert die Universität unter anderem in drei zusätzliche Professuren. Ausgelegt ist das Zentrum für insgesamt 110 Doktoranden. Diese Zahl wird mit Aufnahme der beiden nächsten Jahrgänge in die insgesamt rund dreijährigen Programme erreicht.

Mannheim war im Rahmen der Exzellenzinitiative die kleinste Universität, die im Herbst vergangenen Jahres einen Zuschlag erhielt. Die Universität Mannheim wurde in die Liste von bundesweit 18 Doktorandenzentren aufgenommen; sie konnte sich damit in einer Konkurrenz von 135 Hochschulen behaupten. Neben Mannheim erhielt im Rahmen des gesamten Wettbewerbs ausschließlich die Universität Bonn eine Förderung im Bereich der Wirtschaftswissenschaften.

GESS bildet angehende Wissenschaftler in der Methodik der modernen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften aus, die Einrichtung legt in der Ausbildung also besonderen Wert auf die "Untersuchungswerkzeuge" der Wissenschaftler. Die Graduiertenschule konzentriert sich dabei auf die Stärken, für die die Universität in der Fachwelt seit Jahrzehnten bekannt ist: auf die quantitativen und empirischen Methoden. Quantitativ bedeutet, dass sich die Forscher bei ihrer Arbeit auf eine breite Datengrundlage stützen und mit formalen Theorien arbeiten, die mit Daten getestet werden können. Empirisch bedeutet, dass sie ihre Thesen nicht allein durch "abstraktes Denken" entwickeln und überprüfen, sondern dass sie Erfahrungswerte

erfassen und auswerten - beispielsweise durch breite statistische Erhebungen, Umfragen oder Experimente.

Kontakt:

Universität Mannheim
Kommunikation und Fundraising
Achim Fischer
Tel. 0621 - 181 10 13
fischer@verwaltung.uni-mannheim.de

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