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Neuer Rekord bei ETH Spin-offs

19.10.2007 - (idw) Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Firmengründungen erreichen einen Höchststand: Anfang Oktober konnten der 20. und 21. Spin-off in diesem Jahr gefeiert werden - das sind so viele Firmengründungen wie in keinem anderen Jahr zuvor. Neuartige Autoräder aus kohlefaserverstärkten Kunststoffen oder computerge-stützte Lernprogramme für Legastheniker - ETH-Forschende haben viele Ideen, die sich auch erfolgreich vermarkten lassen. Im Jahr 1996 wurden gerade einmal sechs neue Firmen von ETH-Angehörigen gegründet. Heute ist die Forschung oft so praxisnah, dass sich daraus auch ein lukratives Unternehmen aufbauen lässt. Für Peter Chen, Vizepräsident für Forschung an der ETH Zürich, liegen die Gründe für diesen Erfolg auf der Hand: "Jetzt ernten wir das Ergebnis unser jahrelangen Bemühungen. Wir haben an der ETH Zürich nicht nur die Rahmenbedingungen für Firmengründungen ständig verbessert, sondern sehen zunehmend auch eine unternehmerische Denkweise. Mit der Gründung der 20. und 21. Spin-off spielt die ETH Zürich in der gleichen Liga wie die Stanford University oder das MIT (Massachusetts Institute of Technology) in den USA."

Um Forschende und ihre Firmenideen zu fördern, wurde in den 90er Jahren ETH transfer, die Technologietransferstelle der ETH Zürich, gegründet. ETH transfer unterstützt ETH-Angehörige bei allen Fragen zu Zusammenarbeiten mit der Industrie, Erfindungen, Patentanmeldungen und Lizenzierungen und natürlich bei der Gründung eines ETH Spin-offs. Die Jungunternehmer werden beraten, es werden wichtige Kontakte vermittelt und die Nutzung von Infrastruktur ermöglicht. "Spin-offs sind ein wichtiges Mittel, um ETH Zürich Technologien auf dem Markt zu bringen und die Wissenschaft mit der Wirtschaft zu verbinden", sagt Silvio Bonaccio, Leiter ETH transfer.

Nummer 20 und 21 der diesjährigen ETH Spin-offs heissen "VirtaMed" und "Procedural". VirtaMed beschäftigt sich mit der Simulation von endoskopischen Operationen. Bisher waren Chirurgen gezwungen, sich ihre operativen Kenntnisse durch viele Operationen direkt am Patienten anzueignen. Für Stefan Tuchschmid, CEO von VirtaMed und diplomierter ETH-Ingenieur, sind die Vorteile des Systems klar: "Wie der Pilot in einem Flug-Simulator können Ärzte bei uns gefahrlos trainieren, bevor sie ihr Wissen in der Praxis einsetzen." Im kommenden Jahr soll das erste System für gynäkologische Operationen verkauft werden.

Die Firma Procedural entwickelt Software für die 3D-Animation von Gebäuden und Städten. "Durch besondere Verfahren ist unsere Darstellung fünf bis zehnmal schneller als bisherige Systeme. Bei Spielen und Filmen sind dies ge-waltige Unterschiede", sagt Pascal Müller, CEO und Master of Science in Com-puter Science. Die erste Software unter dem Namen CityEngine soll 2008 auf den Markt kommen.
Weitere Informationen: http://www.transfer.ethz.ch http://www.spinoff.ethz.ch
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