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Neues Exzellenzcluster für die Leibniz Universität Hannover

19.10.2007 - (idw) Leibniz Universität Hannover

Mit QUEST spüren die Wissenschaftler den Geheimnissen von Gravitations- und Quantenphysik nach Die Entscheidung ist gefallen, heute, am 19. Oktober 2007 hat der Bewilligungsausschuss die Entscheidung bekannt gegeben: Die Leibniz Universität Hannover bekommt ein neues Exzellenzcluster. Für zunächst fünf Jahre ist damit die Finanzierung des Forschungsprojektes QUEST auf hohem Niveau gesichert: Exzellenzcluster werden im Schnitt mit 6,5 Millionen Euro pro Jahr gefördert.
Universitätspräsident Prof. Erich Barke hat Grund zum Jubeln: "Das ist ein ganz besonderer Moment für die Universität. Das überaus große Engagement aller Beteiligten hat sich ausgezahlt, die Entscheidung für den Standort Hannover ist mehr als gerechtfertigt." "Das ist ganz fantastisch!", freut sich auch Prof. Klaus Hulek, Vizepräsident für Forschung an der Leibniz Universität Hannover: "Es zeigt, dass die Leibniz Universität ein Ort ist, an dem Spitzenforschung betrieben wird. Wir werden unseren Weg, Forschungszentren mit interdisziplinärer Ausrichtung besonders zu fördern auch zukünftig konsequent weitergehen."
Es ist bereits das zweite Exzellenzcluster, das an der Leibniz Universität Hannover bearbeitet wird: Schon in der ersten Bewilligungsrunde der Exzellenzinitiative erhielten die Medizinische Hochschule und die Leibniz Universität gemeinsam die Förderung für REBIRTH. Dieses Cluster hat das Thema regenerative Medizintechnik.

Das neue Cluster

Der Projektname QUEST ist die Abkürzung für Quantum Engineering and Space-Time-Research. QUEST verbindet Quantenphysik und Raum-Zeit-Forschung - zwei bisher gegensätzliche Denkmodelle der Physik. Die Methoden der Quantenphysik sollen mit Fragestellungen aus der Relativitätstheorie verbunden werden und Anwendung zum Beispiel in der Klima- und Erdmessung verbessern. Ein Ziel von QUEST ist es, Messungen, die heute schon mit hoher Genauigkeit möglich sind, noch präziser zu machen. Exakte Messmethoden sind zum einen zur Überprüfung von Naturgesetzen nötig, zum anderen können sie die bisher üblichen Verfahren zum Beispiel in der Erdbeobachtung vom Boden oder aus dem All optimieren.

An QUEST beteiligte wissenschaftliche Einrichtungen:
Leibniz Universität Hannover
Institut für Quantenoptik (IQ)
Institut für Gravitationsphysik
Institut für Theoretische Physik
Institut für Festkörperphysik
Institut für Erdmessung (IFE)
Institut für Angewandte Mathematik (IFAM)
Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut/AEI), Hannover
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH), Hannover
Gravitationsdetektor GEO600, Ruthe
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig
Zentrum für Raumfahrt und Mikrogravitation (ZARM), Bremen

Prof. Wolfgang Ertmer
ertmer@iqo.uni-hannover.de
Institut für Quantenoptik

Prof. Karsten Danzmann
karsten.danzmann@aei.mpg.de
Institut für Gravitationsphysik und Albert-Einstein-Institut, Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik

Der zweite Antrag

Das in dieser Runde nicht geförderte Projekt trägt den Titel PRO³GRESSION. Es hat zum Ziel, in der industriellen Fertigung zum Beispiel von Fahrzeugkomponenten ein Optimum bei Herstellkosten, Lieferzeit, Qualität und Ökologie zu erreichen. Dabei soll kein Einheitsprodukt entstehen, sondern eine Adaptation der Produktion an unterschiedliche Modelle jederzeit, schnell und unkompliziert möglich sein. Alle Arbeitsschritte der Bauteilerstellung erfolgen in einem geschlossenen System, so dass die dazugehörige Produktionstechnik intelligent reagieren kann. Diese Art der Fertigung nennen die Experten "Diligent Production". Beteiligt sind Institute der Fakultäten für Maschinenbau, Bauingenieurwesen und Wirtschaftswissenschaften.

Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena
denkena@ifw.uni-hannover.de
Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen

Die Exzellenzinitiative

Mit der Exzellenzinitiative für Hochschulen wollen Bund und Länder Forschung und Innovation in Deutschland unterstützen. Bis 2011 werden Projekte in der Exzellenzinitiative mit insgesamt 1,9 Milliarden Euro gefördert, 75 Prozent davon trägt der Bund, 25 Prozent die Länder. Insgesamt 40 Graduiertenschulen sollen mit jährlich jeweils einer Million Euro die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses fördern. Für Netzwerke wissenschaftlicher Spitzenforschung, so genannte Exzellenzcluster, stehen 195 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Universitäten, die mindestens ein wissenschaftliches Exzellenzcluster von internationalem Ruf, eine Graduiertenschule sowie eine schlüssige Gesamtstrategie zu einem weltweit anerkannten "Leuchtturm der Wissenschaft" vorweisen können, können sich auch mit "Zukunftskonzepten zur universitären Spitzenforschung" bewerben. Für diese Förderlinie stehen 210 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.


Hinweis an die Redaktion:
Für nähere Informationen steht Ihnen Dr. Stefanie Beier, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Leibniz Universität Hannover unter Telefon 0511/762-5355 oder per E-Mail unter
beier@pressestelle.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

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