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Uni Köln: Erfolg in der zweiten Runde des Exzellenzwettbewerbs

19.10.2007 - (idw) Universität zu Köln

Ein naturwissenschaftliches Cluster und eine gemeinsame Graduiertenschule der Universitäten Köln und Bonn werden gefördert Die Universität zu Köln freut sich über ihren Erfolg in der zweiten Runde des Exzellenzwettbewerbs von Bund und Ländern. Wie Wissenschaftsrat und Deutsche Forschungsgemeinschaft soeben bekanntgaben, werden künftig ein naturwissenschaftliches Exzellenzcluster und eine gemeinsame Graduiertenschule gefördert.

Das Cluster "Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases" beschäftigt sich u.a. mit der Frage, warum bestimmte Krankheiten nur im Alter auftauchen. Zu den typischen altersbedingten Erkrankungen zählen zum Beispiel die Altersdiabetes oder Alzheimer. Bei diesen Krankheiten spielt das Hormon Insulin eine besondere Rolle. Die Forscher vermuten, dass eine gewisse Form der Insulinresistenz Alzheimer begünstigen kann. Aus Beobachtungsstudien von Fallzahlen weiß man bereits, dass Altersdiabetes und Alzheimer häufig miteinander einhergehen. Die Kölner Wissenschaftler forschen hauptsächlich an so genannten Knock-out-Mäusen, bei denen bestimmte Gene gezielt ausgeschaltet werden. Von der Lebensspanne des gentechnisch veränderten Tiers können die Forscher auf die Funktion des jeweils ausgeschalteten Gens schließen.
Koordinator dieses Clusters ist Prof. Dr. Jens Brüning, Institut für Genetik.

Außerdem wird eine Graduiertenschule gefördert, die die Universität zu Köln gemeinsam mit der Universität Bonn einrichten wird. Die "Bonn-Cologne Graduate School of Physics and Astronomy" richtet sich speziell an die Leistungsstärksten: Nur 25 bis 30 Prozent aller Absolventen im Bereich Physik/Astronomie bekommen die Chance, dieses Angebot zu durchlaufen. Die Graduiertenschule baut auf wissenschaftlich komplementären Profilen der Universitäten Köln und Bonn auf. Schwerpunkte in der Forschung sind Teilchen- und Kernphysik, Astrophysik sowie der Bereich Kondensierte Materie, Statistische Physik und Photonik. Kernstück ist auch hier die enge Verzahnung zwischen Master und Promotion nach angelsächsischem Vorbild. Insgesamt auf 5 Jahre angelegt, sollen in der Graduiertenschule besonders talentierte Studierende bereits im Masterstudium enger in bestehende Forschungsgruppen eingebunden und intensiv betreut werden. Kooperationspartner des Bonn-Kölner Angebots sind das Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie und das Forschungszentrum Jülich. Die Deutsche Telekom Stiftung stellt unter anderem Stipendien für die besten Studierenden zur Verfügung.
Ansprechpartner in Köln ist der Physiker Prof. Dr. Martin Zirnbauer, Institut für Theoretische Physik.

"Dieser Erfolg belohnt unsere Anstrengungen der vergangenen Monate", so Rektor Professor Dr. Axel Freimuth, der sich für das große Engagement aller Mitwirkenden bedankte. Das Exzellencluster wird in den nächsten 5 Jahren mit durchschnittlich 6,5 Millionen ¤ p.a. gefördert. Die Graduiertenschule wird in den nächsten 5 Jahren mit durchschnittlich 1 Million ¤ p.a. gefördert. "Das heißt, wir können an unserer Hochschule in den nächsten 5 Jahren rund 35 Millionen ¤ zusätzlich für die Forschung verwenden", so Professor Freimuth.

Weiterführende Informationen im Internet unter dem Link:

http://www.uni-koeln.de/uni/forsch_exzellenz.html

Verantwortlich: Dr. Patrick Honecker
Für Rückfragen steht Ihnen die Pressestelle unter der Telefonnummer 0221 - 470 2202 zur Verfügung.

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