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1.500 Kitas mit 100.000 Mädchen und Jungen nehmen teil an Aktionswoche für Naturwissenschaft und Technik

22.10.2007 - (idw) Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Initiative "Haus der kleinen Forscher" bundesweit auf Erfolgskurs -
Bildungsministerin Schavan sagt 3,5 Millionen Euro für Ausbau zu -
Wettbewerb fördert Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik -
Erste Kita wird "Haus der kleinen Forscher" In Anwesenheit von Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und
Forschung, feiert die Initiative "Haus der kleinen Forscher" heute in Berlin ihren ersten Geburtstag. Die Bilanz ist erfolgreich: Im Oktober 2006 mit 53 Berliner Kitas gestartet, beteiligen sich am Programm zur Förderung frühkindlicher Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik ein Jahr später bereits 1.500 Kitas aus zwölf Bundesländern.

Die Schirmherrin der Initiative, Bundesministerin Schavan, sagt: "Wir können nicht früh genug damit beginnen, bei Kindern Interessen zu wecken und Begabungen zu fördern. Frühe Bildung ist der Schlüssel für Lebenschancen und Talentförderung. Die Initiative 'Haus der kleinen Forscher' leistet dazu einen wertvollen Beitrag. Hier wird der Forschergeist von Kindern entfacht. Damit das 'Haus der kleinen Forscher' weiter wachsen kann, werden wir in den nächsten drei Jahren rund 3,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen."

Überdies hat Dr. Annette Schavan den Berliner INA.KINDER.GARTEN in der Dresdener Straße als erste Vorschuleinrichtung in Deutschland mit der Plakette "Haus der kleinen Forscher" ausgezeichnet. Die Kita ist seit dem Start des Programms im Oktober 2006 dabei. Die Auszeichnung wird an vorbildliche Einrichtungen verliehen, die sich engagiert am Programm der Initiative beteiligen.

Die Aktionswoche
Für 100.000 Kinder in 1.500 Kindertagesstätten überall in Deutschland stehen faszinierende Fragen aus Naturwissenschaft und Technik eine Woche lang im Mittelpunkt. Dafür hat das "Haus der kleinen Forscher" heute eine bundesweite Aktionswoche gestartet. Vom 22. bis 26. Oktober gehen die Jüngsten jeden Tag unter anderem mit neuen Experimenten spielerisch den Naturphänomenen auf den Grund. Die Bildungsinitiative "Haus der kleinen Forscher" hat dazu die teilnehmenden Kitas mit Experimentierbeschreibungen und anderen Materialien ausgestattet.

Der Wettbewerb
Erzieherinnen, Paten und die Familien der kleinen Forscher sind eingeladen, sich über die Aktionswoche hinaus im Namen "ihrer" Kita am bundesweit offenen Wettbewerb für neue naturwissenschaftliche Experimentierideen zu beteiligen.
Das entsprechende Formular und weitere Informationen sind zu finden auf der Website www.haus-der-kleinen-forscher.de unter der Rubrik 'Aktionswoche'.

Die Initiative "Haus der kleinen Forscher"
Die Bildungsinitiative "Haus der kleinen Forscher" wird getragen von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der Unternehmensberatung McKinsey & Company, der Siemens AG sowie der Dietmar Hopp Stiftung. Sie startete im Oktober 2006 mit zunächst 53 Berliner Vorschuleinrichtungen.

Heute ist die Initiative bereits in zwölf Bundesländern aktiv - die Ausbreitung erfolgt über lokale Netzwerke. Das Angebot reicht inzwischen von Fortbildungsveranstal-tungen über Arbeitsmaterialien für das pädagogische Fachpersonal in Kindertages-einrichtungen, dem Besuch von Patinnen und Paten in Kitas und Kindergärten bis hin zu einem umfangreichen Webangebot.

Ziel ist es, drei- bis sechsjährige Mädchen und Jungen für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und dabei Sprach-, Lern- und Sozialkompetenz sowie feinmotorische Fähigkeiten zu stärken. Engagierte Kitas, die sich an dem Programm der Initiative beteiligen, erhalten eine Auszeichnung und werden zu "Häusern der kleinen Forscher".

Grundstein für bessere Bildung
Professor Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft: "Kinder sind meist schon kleine Forscher, aber sie brauchen auch gute Anregungen, damit das Experimentieren spannend für sie bleibt: Mit dem 'Haus der kleinen Forscher'
inspirieren und begeistern wir Erzieherinnen und Erzieher darin, Mädchen und Jungen im Vorschulalter auf ihren Entdeckungsreisen zu begleiten. Ich freue mich sehr über den Erfolg dieses großen Projekts und hoffe, dass bald alle Kinder davon profitieren können."

Dr. Markus Klimmer von McKinsey sagt: "An der Qualität der frühkindlichen Bildung entscheidet sich die Zukunft der Kinder und unserer Gesellschaft. Wir wissen aus vielen Studien, dass Kinder schon in frühem Alter neugierig, geradezu wissbegierig sind. Wir müssen diese Chance nutzen und alle Talente fördern." Das "Haus der kleinen Forscher" zeige, wie mit einfachen Mitteln und viel Engagement die Startchancen der Jüngsten nachhaltig verbessert werden können.

Einzigartige Kooperation
Die Kooperation der Initiativpartner des "Hauses der kleinen Forscher" ist einzigartig in Deutschland. So leistet die Helmholtz-Gemeinschaft als größte deutsche Forschungsorganisation Beiträge zur Lösung komplexer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in unterschiedlichen Forschungsbereichen. Mit der Einrichtung von Schülerlaboren sowie der Unterstützung frühkindlicher Bildungseinrichtungen begeistert sie Kinder und Jugendliche schon frühzeitig für Naturwissenschaft und Technik.

Die internationale Unternehmensberatung McKinsey & Company engagiert sich seit 2001 für ein besseres Bildungssystem in Deutschland. Dafür gründeten die Topmanagement-Berater die Initiative "McKinsey bildet.", deren Arbeitsschwerpunkt seit 2005 die frühkindliche Bildung ist. McKinsey fordert ein Milliardenprogramm für eine bessere Betreuung und Bildung von Kindern im Vorschulalter, mehr Chancengerechtigkeit sowie eine Höherqualifizierung von Erzieherinnen und Erziehern.

Die Siemens AG zählt zu den weltweit größten Firmen der Elektrotechnik und Elektronik. In rund 190 Ländern unterstützt das Unternehmen seine Kunden mit innovativen Techniken und umfassendem Know-how. Während der 160-jährigen Unternehmensgeschichte hat sich Siemens stets dazu bekannt, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehört auch das traditionsgemäß starke Engagement in der Bildung. Mit seinem weltweiten Bildungsprogramm Siemens Generation21 fördert Siemens Maßnahmen an Vorschulen, Schulen und Hochschulen im Bereich Naturwissenschaften und Technik.

Benannt nach dem Gründer des Software-Konzerns SAP, ist die Dietmar
Hopp Stiftung eine der größten Privatstiftungen in Europa. Seit 1995
spendete sie insgesamt 115 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke.

Im Mittelpunkt der Förderung stehen die Bereiche Medizin, Ausbildung an
Universitäten und Schulen, soziale Einrichtungen und Jugendsport.

Haus der kleinen Forscher e. V.
Kontakt: Mirko Poltier
c/o Helmholtz-Gemeinschaft
deutscher Forschungszentren
Anna-Louisa-Karsch-Str. 2
10178 Berlin
Telefon +49 30 206329-737
Fax +49 30 206329-60
E-Mail: mirko.poltier@haus-der-kleinen-forscher.de
Weitere Informationen: http://www.haus-der-kleinen-forscher.de
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