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Gütesiegel des Wissenschaftsrates - Bund fördert das European Legal Studies Institute der Universität Osnabrück als &qu

12.11.2007 - (idw) Universität Osnabrück

Der Ausbau des renommierten European Legal Studies Institute (ELSI) der Universität Osnabrück auf dem Gelände des ehemaligen Möbelhauses Sandkühler wird zu 50 Prozent vom Bund mitfinanziert. Das hat der Wissenschaftsrat heute (9.11.) auf seiner Herbstsitzung in Frankfurt am Main empfohlen und damit dem Antrag Niedersachsens auf Mitfinanzierung zugestimmt. Das von der Universität Osnabrück vorgelegte Forschungsprogramm sei "von hoher Qualität", so der Wissenschaftsrat in seiner Begründung. Die Arbeiten zur Rechtsvergleichung seien "wegweisend für die zivilrechtliche Forschung in Europa". "Wir freuen uns über das Gütesiegel des Wissenschaftsrates und hoffen, dass der beantragte Forschungsbau noch 2008 fertig gestellt werden kann. Die Universität Osnabrück erhält durch die Stärkung dieses Forschungsschwerpunktes auch eine größere internationale Sichtbarkeit ", so Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Claus Rollinger in einer ersten Stellungnahme. Der Bund und das Land Niedersachsen stellen insgesamt rd. 6,9 Mio. Euro zur Verfügung. Das 2003 gegründete ELSI widmet sich der europäischen Rechtsvergleichung und Rechtsvereinheitlichung mit dem Ziel einer integrativen Rechtsgewinnung. Im geplanten Gebäude an der Süsterstraße werden Arbeitsgruppen, die schon jetzt an der Universität Osnabrück arbeiten, und internationale Gastwissenschaftler räumlich zusammengeführt. Zudem entsteht eine zentrale Bibliothek zum europäischen Privat-, Verwaltungs- und Gemeinschaftsrecht. Das Land hat bereits zugesichert, bei einer positiven Förderempfehlung durch den Wissenschaftsrat zusätzliche Mittel zur Aufstockung des Bibliotheksetats bereit zu stellen.

"Die Wissenschaftler, die das ELSI maßgeblich tragen, sind für ihre Bereiche hervorragend qualifiziert", so der Wissenschaftsrat. Auch aus dem akademischen Mittelbau des ELSI seien "zahlreiche beachtliche Arbeiten" vorgelegt worden. Vom ELSI aus wird die seit 1998 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und seit 2005 von der Generaldirektion Forschung der Europäischen Kommission geförderte "Study Group on a European Civil Code" geleitet, der insgesamt 100 Rechtswissenschaftler aus allen Staaten der EU angehören. Überdies ist das Forschungsinstitut Teil des von der EU geförderten europäischen Exzellenznetzwerkes "Common Principles of European Contract Law".

"Die Rechtsangleichung hat für die wirtschaftliche Zusammenarbeit und das reibungslose Funktionieren des europäischen Binnenmarktes eine erhebliche Bedeutung", verdeutlicht ELSI-Gründungsdirektor, Prof. Dr. Dres. h.c. Christian von Bar. Die praktizierte Zusammenarbeit europäischer Rechtswissenschaftler sei für den Prozess der europäischen Gesetzgebung unerlässlich und könne durch die verbesserten Arbeitsbedingungen, die das neue Forschungsgebäude bieten wird, weiter verstärkt werden.

Der Wissenschaftsrat, dem Wissenschaftler und Repräsentanten des öffentlichen Lebens und Vertreter von Bund und Ländern angehören, hat in diesem Jahr erstmalig die Anträge auf Förderung von Forschungsbauten begutachtet. Die Fördermittel werden je zur Hälfte von Bund und Ländern getragen. Förderfähige Projekte müssen sich durch "herausragende wissenschaftliche Qualität" und "nationale Bedeutung" auszeichnen. Für die Förderphase 2008 haben die Länder insgesamt 27 Antragskizzen für Forschungsbauten vorgelegt, von denen der Wissenschaftsrat nur 13 zur Vollantragsstellung aufforderte und am Ende zwölf für förderwürdig hielt. Das Osnabrücker European Legal Studies Institute der Universität Osnabrück ist eines von ihnen.


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Weitere Informationen:
Prof. Dr. Christian von Bar, Universität Osnabrück,
Fachbereich Rechtswissenschaften,
European Legal Studies Institute,
Heger-Tor-Wall 12, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4462, Fax +49 541 969 4466,
E-Mail: christian.v.bar@uni-osnabrueck.de

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