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Winsener Urologe etabliert hochkarätigen Bundes-Kongress der Urologischen Belegärzte in Lüneburg

13.11.2007 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.

Schwerpunkte der diesjährigen Fachtagung: Mehr Sicherheit für Patienten bei der Diagnostik durch neue Verfahren in der Bildgebung sowie die Verbesserung der Behandlungssituation von Patienten mit Prostatakrebs.

Seit mehr als zehn Jahren holt er Koryphäen nach Lüneburg: Der Winsener Urologe und Initiator des wissenschaftlichen Kongresses, Dr. Andreas W. Schneider, hat die "Salzhäuser Gespräche" zu einem Begriff in der urologischen Fachwelt gemacht. Vom 23. bis 25. November 2007 tagen die urologischen Belegärzte nun bereits zum elften Mal im Hotel Bergström vor der historischen Kulisse der Lüneburger Altstadt. "Ich freue mich, dass die Veranstaltung dauerhaft auf großes Interesse stößt und es konsequent gelungen ist, ausgewiesene Experten aus ganz Deutschland nach Lüneburg zu holen", so der niedergelassene Urologe aus Winsen und Belegarzt im Krankenhaus Salzhausen. In der Tat liest sich die Referentenliste der vergangenen zehn "Salzhäuser Gespräche" wie ein "who is who" international renommierter Urologen. Auch in diesem Jahr ist das der Fall. So sind unter anderen der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V., Professor Dr. Michael Stöckle und der Präsident des Berufsverbandes Deutscher Urologen e.V., Dr. Martin Bloch vor Ort.
Auf dem Programm der 11. "Salzhäuser Gespräche": Mehr Sicherheit für Patienten bei urologischen Operationen. Möglich wird dies durch neue Verfahren bei der Bildgebung. "Ultraschall, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MR) sind die Säulen moderner Diagnostik und liefern uns Schnittbilder des Patienten", sagt Dr. Schneider. "Heute ist es möglich, mit Hilfe neuer Computerprogramme aus jedem CT oder MR eine dreidimensionale Darstellung des Patienten errechnen zu lassen. Was ich als operierender Urologe bisher in meiner Vorstellung leisten musste, wird nun im Bild dargestellt. Tumore und Gefäße sind damit während einer Operation sicher aufzufinden und die Komplikationen deutlich geringer."
Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung: Die Verbesserung der Behandlungssituation von Patienten mit Prostatakrebs, der häufigsten Krebserkrankung des Mannes in Deutschland. Frühzeitig, das heißt in einem organbegrenztem Stadium erkannt, ist der Krebs der Vorsteherdrüse in den meisten Fällen heilbar. Welche Therapie ist aber im Einzelfall die Beste? Eine wissenschaftliche Studie der Stiftung Männergesundheit, finanziert durch GAZPROM Germania, soll helfen, diese Frage zu beantworten. Die Studie trägt den Namen "HAROW" und wird in den nächsten fünf Jahren anhand von 5.000 Patienten mit einem neu diagnostizierten, lokal begrenzten Prostatatumor die medizinische Versorgungssituation in Deutschland erfassen. Professor Dr. Lothar Weißbach, Wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung und Leiter der HAROW-Studie, stellt das Projekt in Lüneburg erstmals einem breiten urologischen Fachpublikum vor. "Die Studie wird Ärzten und Patienten neue Erkenntnisse für zukünftige Therapieentscheidungen an die Hand geben", so Dr. Andreas W. Schneider. Wird ein Prostatakarzinom erst in fortgeschrittenem Stadium entdeckt, ist es nicht immer heilbar. "Für diese Patienten ist dennoch ein vieljähriges beschwerdefreies Überleben dank neuer Chemotherapien und Substanzen, die vor Knochenmetastasen schützen, möglich. Auch diese Therapieoptionen werden wir in Lüneburg diskutieren", sagt der Initiator der Fachtagung, die alljährlich rund 100 Teilnehmer anzieht. Dass seine elften "Salzhäuser Gespräche" nicht die letzten sein werden, steht für den 54-jährigen Rotarier, der mit seiner Familie in Salzhausen lebt, fest. Wachsendes Renommee und zahlreiche Besucher für die Region sind demnach programmiert.


Interviews: Nach terminlicher Absprache unter Tel: 0170-48 27 287 (Bettina-C. Wahlers) steht Dr. Schneider Ihnen vorab bzw. während der "Salzhäuser Gespräche" vor Ort gern zur Verfügung
Weitere Informationen: http://www.urologen.net
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