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Präsentation der neu entdeckten Talmud-Fragmente der Universitätsbibliothek Kassel

13.11.2007 - (idw) Universität Kassel

Der Talmud gehörte zu den ersten Werken, die ab 1559 von der Katholischen Kirche auf den Index verbotener Bücher gesetzt worden sind. Überlieferte Talmud-Handschriften aus dem Mittelalter sind daher extrem selten. Die Entdeckung von insgesamt fünf Blättern des babylonischen Talmuds in der Kasseler Universitätsbibliothek, als Einbandmaterial einer mehrbändigen Galen-Ausgabe aus dem 16. Jahrhundert zweckentfremdet, bedeutete 2006 eine Sensation. Bis in den Spätsommer 2007 dauerte die aufwändige Restaurierung und wissenschaftliche Analyse der in hebräischer und aramäischer Sprache verfassten Fragmente. Presseeinladung für Donnerstag, 15. November, 18 Uhr,
Universitätsbibliothek - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, Brüder-Grimm-Platz 4 a, Eulensaal

Präsentation der neu entdeckten Talmud-Fragmente der Universitätsbibliothek Kassel

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Talmud gehörte zu den ersten Werken, die ab 1559 von der Katholischen Kirche auf den Index verbotener Bücher gesetzt worden sind. Überlieferte Talmud-Handschriften aus dem Mittelalter sind daher extrem selten. Die Entdeckung von insgesamt fünf Blättern des babylonischen Talmuds in der Kasseler Universitätsbibliothek, als Einbandmaterial einer mehrbändigen Galen-Ausgabe aus dem 16. Jahrhundert zweckentfremdet, bedeutete 2006 eine Sensation. Bis in den Spätsommer 2007 dauerte die aufwändige Restaurierung und wissenschaftliche Analyse der in hebräischer und aramäischer Sprache verfassten Fragmente.

Die Universitätsbibliothek Kassel, die Jüdische Gemeinde Kassel und die Technoform Caprano und Brunnhofer GMbH & Co. KG, durch deren finanzielle Unterstützung die Restaurierung ermöglicht wurde, möchten Sie gerne einladen zur Vorstellung des Buches "Die Kasseler Talmudfragmente" von Prof. Dr. Andreas Lehnardt (Kassel: kassel university press, 2007, ISBN 978-3-89958-311-3) im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Treffpunkt Eulensaal".

Sholomo Freishist, Rabbiner der jüdischen Gemeinde Kassel, informiert über die Bedeutung dieses grundlegenden Werkes für die jüdische Religion und Kultur. Andreas Lehnardt, Professor für Judaistik an der Universität Mainz, ordnet die Kasseler Talmudfragmente wissenschaftlich ein. Er kommt zu dem Schluss, dass es sich um außerordentlich seltene sephardische Manuskripte handelt, die vermutlich bereits etwa im 13. Jahrhundert auf der iberischen Halbinsel entstanden sind.

Über Ihr Interesse und Ihre Berichterstattung würden wir uns freuen. Der Termin ist öffentlich, bitte kündigen Sie ihn, wenn möglich, an.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Annette Ulbricht M.A.

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