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Doktorandentag "Soft Skills" des Europäischen Graduiertenkollegs der Gießener Hadronenphysik

14.11.2007 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Nicht nur reines Fachwissen gefragt - Doktoranden auf Berufswelt vorbereiten Die Erkenntnis, dass im Berufsleben nicht nur reines Fachwissen, sondern auch gewisse persönliche Kompetenzen (so genannte "Soft Skills") gefragt sind, hat sich längst durchgesetzt. Der Doktorandentag des Europäischen Graduiertenkollegs "Complex Systems of Hadrons and Nuclei" hat sich deshalb am 30. Oktober mit dem Thema "Soft Skills" beschäftigt. Diese Doktorandentage - eine Veranstaltung organisiert von Doktoranden für Doktoranden - sind fester Bestandteil der Graduiertenausbildung der Gießener Hadronenphysik.

"Soft Skills werden nicht nur in der Industrie immer wichtiger, sondern auch im akademischen Bereich", sagte Prof. Dr. Ulrich Mosel, der Sprecher des Graduiertenkollegs, in seiner kurzen Begrüßung und folgerte: "Nicht zuletzt Ihre Fähigkeit, gute Vorträge zu halten, hat entscheidenden Einfluss auf Ihre berufliche Laufbahn." Wie man gute Vorträge hält, demonstrierte der erste Sprecher, Prof. Dr. Claus Ascheron, sehr lebhaft an vielen Positiv- aber auch Negativbeispielen. Als ehemaliger Professor der Universität Kyoto und Physikeditor des Springer-Verlags - einer Tätigkeit, die den Besuch von jährlich mehr als 1000 Konferenzvorträgen erforderlich macht - konnte er viele hilfreiche Tipps zur direkten Anwendung geben.

Dass es beim Präsentieren wissenschaftlicher Ergebnisse nicht allein auf die gut recherchierten "harten Fakten" ankommt, zeigte Elisabeth Sommerhoff von der JLU Gießen, eine ausgebildete Theaterwissenschaftlerin. "Stimmig präsentieren", so der Titel ihres Vortrags mit praktischen Übungen, machte klar, dass neben einer klaren rhetorischen Struktur wesentlich der Stimmklang und die Sprechweise des Vortragenden entscheidet, ob wir einer Präsentation gut folgen können und ob wir sie als "stimmig" empfinden oder nicht. Denn, so Sommerhoff, "eine ganz wichtige Rolle spielt die Art der Darstellung und der Vermittlung. Das sind oft die Faktoren, die entscheiden, ob ein Vortrag im Gedächtnis haften bleibt oder nicht". Die etwa 20 teilnehmenden Doktoranden konnten dabei unter professioneller Anleitung die Wirkung ihrer Stimme auf Zuhörer testen, aber auch lernen, wie sich Klang und Sprechweise beeinflussen lassen.

Dass auch im weiteren Berufsleben nicht nur reines Fachwissen gefragt ist, erfuhren die Teilnehmer auch von Jochen Heyer und André Teichmann von der MLP-Geschäftsstelle in Gießen. Deren "Karriereseminar für Physiker" gab umfassende, speziell auf Physiker abgestimmte, Informationen über den Arbeitsmarkt und Tipps zu individuellen Bewerbungsstrategien. "Bereiten Sie sich optimal auf ein Vorstellungsgespräch vor", empfahl Jochen Heyer und gab Beispiele für Fragen, mit denen dabei zu rechnen ist.

"Die Reaktionen der teilnehmenden Studenten im Anschluss an das Seminar waren sehr positiv", so Tina Leitner vom Organisationsteam, "und das nicht zuletzt dank der vielen, vor allem umsetzbaren Tipps der Vortragenden."

Kontakt:
Tina Leitner, Institut für Theoretische Physik
Heinrich-Buff-Ring 16, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-33322
E-Mail: tina.j.leitner@theo.physik.uni-giessen.de
Weitere Informationen: http://pcweb.physik.uni-giessen.de/eurograd/
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