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IQWiG stellt die dritte Version seiner Methoden zur Diskussion

15.11.2007 - (idw) Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

Institut bittet um Stellungnahmen / Struktur des Dokuments grundlegend geändert / Methodenentwurf zur Bewertung von Kosten-Nutzen-Verhältnissen wird in getrenntem Dokument publiziert Um die Qualität seiner Arbeit auf wissenschaftlich hohem Niveau zu halten und die Transparenz sicherzustellen, aktualisiert das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) seine Methoden in regelmäßigen Abständen. Im März 2005 hatte das IQWiG die Version 1.0 publiziert, Version 2.0 folgte im Dezember 2006. Jetzt haben die Kölner Wissenschaftler das Dokument erneut überarbeitet und am 15. November 2007 den neuen Entwurf der "Allgemeinen Methoden" in der Version 3.0 ins Netz gestellt. Die Methoden zur Bewertung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses sollen in einem getrennten Dokument im 1. Quartal 2008 vorgestellt werden.

Kommentare und Verbesserungsvorschläge zu den "Allgemeinen Methoden" nimmt das IQWiG bis zum 13. Dezember entgegen. Diese fließen in die endgültige Fassung ein. Planmäßig soll diese im März 2008 vorliegen und von da an verbindliche Grundlage für die weitere wissenschaftliche Arbeit des IQWiG sein.

Das so genannte Methodenpapier definiert den allgemeinen wissenschaftlichen Rahmen für die Arbeit des Instituts. Es beschreibt unter anderem die Grundlagen der Bewertung und den Ablauf der Erstellung von IQWiG-Produkten, aber auch die Abfolge der einzelnen Arbeitsschritte, die Vergabe von Aufträgen an externe Sachverständige, die Regeln für die Anhörung im Stellungnahmeprozess, die Beteiligung von Betroffenen, das externe Review und die Publikation der Ergebnisse.

Feinjustierung der Abläufe: erweiterte Möglichkeiten zur Diskussion

Die methodische Basis der Berichtserstellung bleibt in der Version 3.0 unverändert: Grundlage der Bewertung medizinischer Interventionen ist nach wie vor der faire Vergleich von zwei Alternativen. Wie bereits in den Methoden 2.0 festgelegt, gibt es getrennte Stellungnahmeverfahren zur berichtsspezifischen Methodik (Berichtsplan) und zu den vorläufigen Ergebnissen (Vorbericht). Das Stellungnahmeverfahren zum Vorbericht mit optionaler Erörterung bleibt unverändert. Der Berichtsplan wird nun zunächst in einer so genannten vorläufigen Version publiziert, zu dem das Institut um Kommentare bittet. Neu ist jetzt, dass es auch zum vorläufigen Berichtsplan eine Option zur mündlichen Erörterung gibt. Stellungnahmen und Ergebnisse der Diskussion fließen in die endgültige Version des Berichtsplans ein.

Grundlegend revidiert ist die Gliederung des Dokuments: Einige Abschnitte und Kapitel sind weggefallen, weil deren Inhalte an anderer Stellte integriert wurden, andere Abschnitte sind ganz neu hinzugekommen.

Komplett aus den "Allgemeinen Methoden" ausgegliedert ist der Abschnitt zur Gesundheitsökonomie. Denn im 1. Quartal 2008 soll der erste Entwurf für ein eigenständiges Methodenpapier zur Bewertung von Kosten-Nutzen-Verhältnissen präsentiert werden, der sowohl medikamentöse als auch nichtmedikamentöse Interventionen umfasst.

Einleitendes Kapitel gibt Überblick über evidenzbasierte Medizin

Waren in Version 2.0 Fragen der Biometrie im ersten Kapitel diskutiert worden, bildet in Version 3.0 ein einleitendes Kapitel den Auftakt, das die gesetzlichen Aufgaben und die Struktur des IQWiG beschreibt. Der Leser bekommt hier auch einen kurzen Überblick über die Entwicklung der evidenzbasierte Medizin (EbM) und ihre Bedeutung für die Arbeit des Instituts. Neu aufgenommen ist auch ein Glossar zur Erklärung der im Methodenpapier verwendeten Fachbegriffe.

Das IQWiG hatte bereits im Juli 2007 seinen wissenschaftlichen Beirat in die Überarbeitung der Methoden eingebunden. Ergebnis waren zahlreiche wertvolle Anregungen, die in die aktuelle Entwurfsfassung eingeflossen sind.

Das IQWiG möchte den Entwurf der "Allgemeinen Methoden" Version 3.0 nun einer breiteren Fachöffentlichkeit zur Diskussion stellen und bittet um konstruktive Beiträge. Um für die Version 3.0 berücksichtigt werden zu können, müssen diese spätestens bis zum 13. Dezember 2007 beim IQWiG eingehen.
Weitere Informationen: http://www.iqwig.de
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