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200 zusätzliche Professuren für Frauen

19.11.2007 - (idw) Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung

Bonn, 19. November 2007
PM 18/2007

200 zusätzliche Professuren für Frauen

Bund und Länder haben in der heutigen Sitzung der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) ein gemeinsames Professorinnenprogramm vereinbart und werden hierfür in den nächsten fünf Jahren 150 Millionen Euro bereit stellen.

Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan betonte die herausragende Bedeutung des Programms für die deutsche Wissenschaftslandschaft: "Hochqualifizierte und talentierte Wissenschaftlerinnen gehören in die Spitzenpositionen von Wissenschaft und Forschung. Mit dem Professorinnenprogramm gelingt es, die Anzahl von Frauen auf Professuren deutlich zu erhöhen und dem weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs Leitbilder für die eigene Karriere zur Verfügung zu stellen."

Der BLK-Vorsitzende Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Ich begrüße das Professorinnenprogramm der BLK ganz außerordentlich. Es ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Wissenschaftsratsempfehlungen 'Chancengleichheit von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen' vom Juli 2007 und unterstützt die Offensive für Chancengleichheit von DFG, FhG, HGF, MPG und Leibniz-Gemeinschaft."

Ziel des Professorinnenprogramms ist es, die Gleichstellungsaktivitäten von Hochschulen zu verstärken und die Anteile von Frauen in Spitzenfunktionen der Hochschulen zu steigern.

Die gleichberechtigte Partizipation von Frauen im Wissenschaftssystem ist nicht nur ein Gebot der Chancengleichheit, sondern erhöht auch das Kreativitäts- und Innovationspotenzial in der Wissenschaft. Die Notwendigkeit der Erschließung aller Potenziale ergibt sich nicht zuletzt auch aus der demographischen Entwicklung. Obwohl die Chancengerechtigkeit im Wissenschaftssystem schon seit vielen Jahren Gegenstand von Maßnahmen von Bund und Ländern ist, besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf.

Aus dem Programm können schon ab dem Jahre 2008 bis zu 200 Professuren finanziert werden. Gedacht ist dabei an eine Anschubfinanzierung für fünf Jahre für - vornehmlich vorgezogene - Berufungen von Frauen auf unbefristete W2- und W3-Stellen; aber auch die Finanzierung von Berufungen auf eine freie Professur (Regelberufung) ist möglich.
Voraussetzung für die Förderung ist die positive Begutachtung des Gleichstellungskonzepts der sich bewerbenden Hochschule. Die Begutachtung wird durch ein externes Expertengremium aus Wissenschaft, Forschung und Hochschulmanagement erfolgen.

Bei positiver Bewertung des Professorinnenprogramms im Jahre 2011 durch die Nachfolgeorganisation der BLK, also der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), besteht die Möglichkeit der Fortschreibung des Programms.

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