Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 12. Dezember 2019 

Behinderung - Krankheit und die Hoffnung auf ein Wunder

10.01.2008 - (idw) Universität Erfurt

"Behinderung - Krankheit und die Hoffnung auf ein Wunder" ist der Titel der Ringvorlesung von Professor Dr. Harald Goll am Dienstag, dem 15. Januar 2008 im Auditorium des HELIOS-Klinikums in der Nordhäuser Straße 74. "Ihr Baby hat eine schwere Behinderung" - Viele Eltern hoffen auf ein Wunder, sei es dass das Ergebnis der Schwangerschaftsuntersuchung nicht wahr ist, der Arzt sich getäuscht hat, eine spontane Heilung eintritt. "In der Regel ist dies nicht der Fall. Ebenso regelmäßig wird die Hoffnung enttäuscht, eine neue Therapie oder eine Wallfahrt nach Lourdes werde das Wunder vollbringen", stellt Professor Goll fest. "Auf der anderen Seite staunen Familien mit behinderten Kindern recht häufig über andere Wunder: Ihr Kind geht in die Schule, hat Freunde und lebt ein glückliches und erfülltes Leben bis ins Seniorenalter - trotz seiner Behinderung. An diesen 'kleinen Wundern', wie manche Eltern die Fortschritte ihres Kindes liebevoll umschreiben, ist die Sonderpädagogik über weite Strecken beteiligt", so Goll. Sein Vortrag thematisiert ein breites Spektrum solcher Wunder des Lebens und Überlebens mit chronischen Erkrankungen und schwersten Behinderungen aus Sicht der Sonderpädagogik.

Harald Goll (Jg. 1957) studierte Geistigbehinderten- und Blindenpädagogik in Heidelberg und Frankfurt/M. sowie Musiktherapie in Kansas/USA. Lehraufträge führten ihn an die Universitäten in Berlin, Dortmund, Frank¬furt/M., Halle, Magdeburg und Rostock. Berufliche Praxis erwarb er in Förderschulen, geschlossenen psychiatrischen Langzeitinstitutionen und heilpädagogischen Einrichtungen für Erwachsene mit schwersten und mehrfachen Behinderungen. Seit 1996 ist er Universitätsprofessor für Pädagogik für Menschen mit geistiger Behinderung in Erfurt

Die gemeinsame Ringvorlesung von Universität und Fachhochschule Erfurt im Wintersemester 2007/2008 "Wunder - Provokation der Vernunft?" geht - anlässlich des 800jährigen Jubiläums der Hl. Elisabeth - dem Phänomen von Wundern nach, die ja in der heutigen Zeit nicht einfach verschwunden sind. Dabei geht es neben der Beschäftigung mit Wundern in den verschiedenen kulturellen Kreisen und Religionen auch um Wunder der Natur, Wunder der Technik, um das Wunder der friedlichen Revolution von 1989. Die mit Unterstützung der Sparkassenfinanzgruppe, der Stadtverwaltung Erfurt, dem HELIOS-Klinikum und der Universitätsgesellschaft Erfurt e.V. veranstaltete und von der Thüringer Allgemeine präsentierte populäre Reihe bietet jeweils dienstags (Beginn 18.00 Uhr) in insgesamt 14 Veranstaltungen Vorträge von Professoren aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen. Die Veranstaltungen finden im Rathausfestsaal, dem Audimax der Universität oder dem Auditorium der HELIOS-Klinik statt (Programm im Internet).

Nächster Termin der Reihe:
22.1.2008; 18.00 Uhr; "Schöpfung Zwo-Punkt-Null: Die Erschaffung des virtuellen Menschen"; Professor Dipl.-Des. Ulrike Spierling, Fachhochschule Erfurt, Rathausfestsaal, Fischmarkt 1.
Weitere Informationen: http://www.uni-erfurt.de/presse/veranstaltungen/ringvorlesung/
uniprotokolle > Nachrichten > Behinderung - Krankheit und die Hoffnung auf ein Wunder
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/149702/">Behinderung - Krankheit und die Hoffnung auf ein Wunder </a>