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Stifterverband zeichnet Johannes Gutenberg-Universität für herausragendes Qualitätsmanagement-Konzept aus

15.01.2008 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Heinz Nixdorf Stiftung haben die Johannes Gutenberg-Universität Mainz gemeinsam mit der TU Braunschweig, der Hochschule Fulda und der Fachhochschule Münster als Pilothochschule für das Programm "Qualitätsmanagement an Hochschulen" ausgewählt. Der vom Stifterverband eingesetzte Expertenbeirat bescheinigte diesen Hochschulen, die besten Konzepte für den Auf- und Ausbau eines Qualitätsmanagements an ihrer Hochschule vorgelegt zu haben. Die vier Hochschulen, die sich unter 68 teilnehmenden Hochschulen durchgesetzt haben, werden bis 2010 mit jeweils 300.000 Euro gefördert. "Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung haben an unserer Universität bereits seit Beginn der 90er Jahre einen hohen Stellenwert - einerseits durch die Reorganisation der Verwaltung im Rahmen des Reformprozesses wie auch durch die Evaluation in Forschung und Lehre", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, "mit einem eigenständigen Zentrum für Qualitätssi-cherung und -entwicklung verfügt die Universität zudem über eine Einrichtung, die bundesweit in dieser Form einzigartig ist und ausreichende Reputation sowie Kompetenzen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern aufweist. Die Auszeichnung ist somit eine Bestätigung dieser jahrelangen erfolgreichen Arbeit."

Das Programm "Qualitätsmanagement an Hochschulen" unterstützt den Aufbau eines integrierten Qualitätsmanagements. Ziel ist es, die Qualitätssicherung und -entwicklung in den Hochschulen fest zu verankern. Nach Auffassung des Beirates müssen die Standards für Qualität in den Hochschulen definiert und gelebt und dürfen nicht von außen bestimmt werden. "Die große Resonanz auf unser Programm zeigt, wie ernst Hochschulen mittlerweile ein leistungsfähiges Qualitätsmanagement nehmen", sagte Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbands. Viele der teilnehmenden Hochschulen hätten durch realistische und ambitionierte Konzepte überzeugt. "Alle vier Siegerhochschulen werden mit schlüssigen Konzepten eine bessere Steuerung der Hochschule erreichen und die bestehenden QM-Ansätze in ein einheitliches System integrieren", begründet Dorothee Dzwonnek, Generalsekretärin der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Vorsitzende des Beirats, die Auswahl der Hochschulen. "Die Universität Mainz kann auf ein erfolgreiches Qualitätssicherungssystem aufbauen", so der Beirat in seinem Urteil, "besonders interessant ist das Vorhaben der Hochschule, in den nächsten Jahren Evaluation und Steuerung stärker zu verbinden. Dabei werden auch Forschungsfragen zu den kausalen Zusammenhängen beim Management von Qualität berücksichtigt."

"Erfolgsprojekte aus Mainz"
Das Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ) ist eine zentrale Einrichtung, die 1999 auf Beschluss des Senates der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingerichtet wurde. Das ZQ fungiert über die Aufgabenfelder an der Universität Mainz hinaus seit 2003 als Geschäftsstelle des Hochschulevaluierungsverbundes Südwest. Die zentralen Aufgaben des ZQ bestehen in der Evaluation von Fächern und Fachbereichen nach dem sogenannten "Mainzer Modell" sowie in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Darüber hinaus führt das ZQ Projekt- und Programmevaluationen durch und ist im Bereich der Hochschul- und Bildungsforschung tätig. Als Beratungsagentur erbringt das ZQ zunehmend auch Leistungen für externe Einrichtungen und Hochschulen.

Zudem wählte die Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Hinblick auf die Akkreditierung der Bachelor- und Masterstudiengänge als eine der ersten Universitäten in Deutschland einen neuen Ansatz. Unter Federführung des ZQ und in Kooperation mit der Akkreditierungsagentur ACQIN wird vor der Einführung neuer Studiengänge deren Qualität in eigener Verantwortung durch und unter Beteiligung externer Gutachter belegt. Ziel des Modellversuchs "Systemakkreditierung" ist es, auf der Grundlage des universitären Qualitätssicherungssystems ein Verfahren zu entwickeln, das nicht alleine auf die Ebene einzelner Studiengänge abstellt, sondern Fragen der Hochschulentwicklung auf Fach-, Fachbereichs- und gesamtuniversitärer Ebene in den Blick nimmt. Zur Begleitung des Modellprojektes wurde ein mit Experten aus Hochschulen, Wissenschaftsorganisation und Wirtschaft besetzter Beirat gebildet.


"Mit dem Pilotprojekt 'Systemakkreditierung' strebt die Johannes Gutenberg-Universität Mainz insgesamt ein integratives Modell von Hochschulentwicklung, Evaluation und Akkreditierung an", so der Präsident, "nach dem Mainzer Modell der Evaluation wäre dies das zweite Erfolgsprojekt aus Mainz, das bundesweit an-deren großen Universitäten als Vorbild dienen kann."
Weitere Informationen: http://zope.verwaltung.uni-mainz.de/zq/
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