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Von Null bis Unendlich

21.01.2008 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Das "Jahr der Mathematik" 2008 trifft an der Universität Jena mit dem 450. Uni-Jubiläum zusammen Jena (21.01.08) Mathematik bestimmt unseren Alltag. Egal, ob wir mit dem Flugzeug oder der Bahn von A nach B reisen, mit dem Handy telefonieren oder eine DVD anschauen. "Ohne mathematische Berechnungen, Modellierungen und Optimierungen würde all dies nicht funktionieren", sagt Prof. Dr. Burkhard Külshammer von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Inhaber des Lehrstuhls für Algebra tritt damit einem der hartnäckigsten Vorurteile entgegen, mit dem die Mathematik in der öffentlichen Wahrnehmung bis heute zu kämpfen hat: weltfremd sei sie - etwas für abstrakte Denker im Elfenbeinturm. Dabei, so Külshammer weiter, sei die "Kunst des Lernens" - so die Übersetzung aus dem Griechischen - nicht nur die Grundlage der meisten technischen Entwicklungen und der Naturwissenschaften. Vielmehr habe die Mathematik auch eine geradezu unterhaltsame und spielerische Seite, was nicht zuletzt die stetig wachsende Zahl der Spiele aus der Feder des Jenaer Mathematikers Ingo Althöfer beweist.

Die ganze Faszination der Mathematik der Öffentlichkeit näher zu bringen, das ist das Anliegen des gerade begonnenen "Jahres der Mathematik". Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) stellen in den kommenden zwölf Monaten die Mathematik mit zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen, die Mathematik zum Anfassen bieten, in den Mittelpunkt.

Auch die Universität Jena beteiligt sich mit einer Vielzahl von Veranstaltungen am aktuellen Wissenschaftsjahr. "Dass das ,Jahr der Mathematik' mit dem 450. Jubiläum unserer Universität zusammenfällt, ist für uns ein Glücksfall", betont Prof. Külshammer, der derzeit Prodekan der Fakultät für Mathematik und Informatik ist. Seit ihrer Gründung sei an der Universität Jena die Mathematik vertreten und habe bedeutende Wissenschaftler hervorgebracht. So stehe die Geschichte der Mathematik in Jena im Mittelpunkt der Tagung "Von Stifels ,Arithmetica integra' bis zur Strukturtheorie von Klaus" mit der die Friedrich-Schiller-Universität am 25. Januar das Jenaer "Jahr der Mathematik" eröffnet. Die Tagung im Senatssaal des Universitätshauptgebäudes richtet sich sowohl an Lehrer und Schüler, Mitarbeiter der Universität sowie an die interessierte Öffentlichkeit.

Am 26. Januar lädt die Fakultät für Mathematik und Informatik Thüringer Schüler des Abiturjahrgangs ein, sich über die Möglichkeiten des Mathematik-Studiums an der Jenaer Universität und den Berufsalltag von Mathematikern zu informieren. Bereits zwei Tage zuvor startet für Mathe-Asse der Klassenstufen 9 bis 11 ein Mathe-Camp zur Vorbereitung auf anstehende Mathematik-Olympiaden. "Im Verlauf des Jahres folgen weitere Veranstaltungen", kündigt Prof. Külshammer an. So öffnet vom 2. bis 6. Juni die Fakultät für Mathematik und Informatik im Rahmen der Fakultätswochen zum Universitäts-Jubiläum der interessierten Öffentlichkeit die Türen. Vom 3. bis 9. August richtet sie gemeinsam mit dem "Wurzel e. V." den "Junior Mathematical Congress" aus. Dabei handelt es sich um eine Satellitenkonferenz des "European Mathematical Congress", zu der 100 bis 200 Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa erwartet werden, um hier ihre Mathematikprojekte zu präsentieren.


Kontakt:
Prof. Dr. Burkhard Külshammer
Mathematisches Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 946160
E-Mail: kuelshammer[at]uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de http://www.jahr-der-mathematik.de
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