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Freiraum für die Geisteswissenschaften

23.01.2008 - (idw) Koordinationsstelle Wissenschaft und Gesellschaft

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) setzt die Impulse aus dem erfolgreichen "Jahr der Geisteswissenschaften" 2007 konsequent weiter um: Die Förderung der Geisteswissenschaften an Hochschulen und Forschungseinrichtungen soll über das Wissenschaftsjahr hinaus nachhaltig gestärkt werden. Eine aktuelle BMBF-Broschüre stellt die Vielfalt der Forschungs- und Förderaktivitäten in diesem Bereich dar. Kernelement der Initiative sind die Internationalen Kollegs für geisteswissenschaftliche Forschung. Darüber hinaus stehen der Forschung weitere Förderschwerpunkte offen. Das "Jahr der Geisteswissenschaften" 2007 ist zu Ende gegangen und hat inzwischen der Mathematik den Staffelstab für 2008 übergeben. Die Geisteswissenschaften werden über die zahlreichen öffentlichen Aktivitäten im vergangenen Jahr hinaus dauerhaft hohe Priorität in der Förderpolitik des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhalten. Das BMBF hat 2007 die Initiative "Freiraum für die Geisteswissenschaften" ins Leben gerufen, mit der es seine Forschungsförderung in diesem Bereich neu ausrichtet. Das Ministerium will den Beitrag der Geisteswissenschaften für die Gestaltung der Zukunft sichtbar machen, aber auch den dafür nötigen Freiraum in den Universitäten sichern. Gleichzeitig kann schon jetzt konkret gezeigt werden, wie die vielfältigen Angebote aus 2007 in Projekte umgesetzt und mit Leben erfüllt werden. Eine aktuelle Publikation des Ministeriums stellt die Förderinitiative vor und verdeutlicht anhand von Beispielen die elementare Bedeutung dieser Wissenschaften.
Die Geisteswissenschaften leisten einen zentralen Beitrag zum kulturellen Gedächtnis, sie vermitteln zwischen Kulturen, sie reflektieren Werte und Entwicklungen in der Gesellschaft und bieten dadurch Orientierung: Auf diese Weise gestalten sie die Zukunft. Darüber hinaus tragen die Geisteswissenschaften wesentlich zur Internationalisierung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft bei. Gerade im Zusammenspiel mit den Natur- und Technikwissenschaften leisten sie einen bedeutenden Beitrag für gesellschaftliche Zukunftsfragen.
Kernelement der BMBF-Initiative sind die 2007 erstmals ausgeschriebenen "Internationalen Kollegs für geisteswissenschaftliche Forschung". Herausragende Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler erhalten die Chance, für zunächst sechs Jahre gemeinsam mit Partnern aus dem In- und Ausland einer selbst gewählten wissenschaftlichen Fragestellung nachzugehen. Insbesondere die kleinen Fächer sind dazu aufgerufen, Vorschläge zu unterbreiten. Die ersten drei dieser Kollegs sind im Herbst 2007 ausgewählt worden, die nächste Auswahlrunde findet im Sommer 2008 statt.
Schon seit 2006 arbeiten die Projekte des Förderschwerpunkts "Geisteswissenschaften im gesellschaftlichen Dialog" mit den beiden Rahmenthemen "Anthropologie - Der Wandel der Menschenbilder unter dem Einfluss von Informationstechnologie und moderner Naturwissenschaft" sowie "Europa - Kulturelle und soziale Bestimmungen Europas und des Europäischen". Das Thema Europa soll in Kürze durch die Einrichtung von Nachwuchsgruppen ergänzt werden und sich thematisch mit dem Blick von außen auf Europa beschäftigen.
Das BMBF fördert darüber hinaus in den Geisteswissenschaften zwei neue Themenschwerpunkte: die "Übersetzungsfunktion der Geisteswissenschaften" sowie "Wechselwirkungen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften".
Neben der Förderinitiative stellt die Broschüre auch die Forschungsarbeit der Geisteswissenschaftlichen Zentren vor, die vom BMBF zusammen mit den jeweiligen Ländern gefördert werden. Dabei handelt es sich um das Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (Berlin), das Zentrum Moderner Orient (Berlin), das Zentrum für Sprachwissenschaft (Berlin) sowie das Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (Leipzig).


Die Broschüre "Freiraum für die Geisteswissenschaften" (hrsg. vom BMBF-Referat Öffentlichkeitsarbeit) ist schriftlich zu bestellen unter: Postfach 30 02 35, 53182 Bonn, oder im Internet abrufbar unter: http://www.bmbf.de/publikationen/index

Weitere Informationen zur Förderinitiative:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V., Projektträger im DLR, Arbeitsgruppe Geistes- und Sozialwissenschaften, Heinrich-Konen-Str. 1, 53227 Bonn, Telefon: 0228-38 21 580, Fax: 0228-38 21 500

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