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9/11 als kulturelle Zäsur: Symposion an der Universität Mainz

25.01.2008 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Wissenschaftler erörtern die kulturelle Bedeutung der Ereignisse vom 11. September (Mainz, 25. Januar 2008, lei) Das Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft veranstaltet zusammen mit der Romanistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz am 14. und 15. Februar 2008 ein Symposion mit dem Titel "9/11 als kulturelle Zäsur". "Bei der Tagung wollen wir zusammen mit Wissenschaftlern aus den Bereichen Film, Kultur, Literatur, Medien, Musik und Theater herausfinden, welchen Einschnitt die Ereignisse am 11. September für den jeweiligen Bereich bedeutet haben", kündigt Dr. Sascha Seiler vom Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an, der das Symposion gemeinsam mit Junior-Prof. Dr. Sandra Poppe und dem Romanisten Dr. Thorsten Schüller organisiert. Auf welche Art und Weise wird die Art des theoretischen Denkens beeinflusst und wie schlägt sich dieses veränderte Denken in Kunstdiskursen nieder? In welchem Verhältnis stehen westliche und muslimische Diskurse zueinander? Lassen sich Gegensätze ausmachen, ist die Wahrnehmung des Ereignisses in unterschiedlichen Weltregionen verschieden oder lässt sich die kulturelle Zäsur von 9/11 in einem weltweiten Geflecht von Abhängigkeiten begreifen? Diesen Fragen wollen die Referenten und Teilnehmer der Veranstaltung, die in der Alten Mensa auf dem Campus der Universität stattfindet, nachgehen. Die Öffentlichkeit ist zur Teilnahme eingeladen.

Die Ereignisse des 11. September markieren unzweifelhaft eine Zäsur, was sich in direkter oder in verschlüsselter Form in der Kunst und der Theoriebildung widerspiegelt. Nicht nur die künstlerische Darstellung von Gewalt wird durch die allgegenwärtigen Bilder und die traumatische Erfahrung des Terrors herausgefordert, auch das theoretische Denken ist davon beeinflusst. Dabei wird 9/11 nicht immer direkt zum Thema von Theoretisierungen oder künstlerischen Manifestationen. Das Datum wird vielmehr häufig verschwiegen, umgangen oder nur unterschwellig behandelt. Gemeinsam ist den Auseinandersetzungen mit 9/11 jedoch, dass sie einen Einschnitt bedeuten. So lassen sich in der Literatur, im Film oder in der Musik neue Formen im Umgang mit Gewalt und Terror ausmachen. Im Bereich der Theorie wird die interkulturelle und postkoloniale Kommunikation neu überdacht.

Unter anderem werden Vorträge zu "9/11 als filmisch Abwesendes", dem "Inszenieren des Medienereignisses 11. September in der deutschen Gegenwartsliteratur", die "Macht der Bilder im Comic und der Graphic Novel" sowie dem "11. September als Zäsur im amerikanischen Fernsehen" gehalten.

Kontakt und Informationen:
Dr. Sascha Seiler
Institut für Allgemeine und
Vergleichende Literaturwissenschaft
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Tel. 06131 39-23905
Fax 06131 39-23064
E-Mail: seilersa@uni-mainz.de
Weitere Informationen: http://www.avl.uni-mainz.de
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