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Sprachvergleich - 30. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft

31.01.2008 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Sprachwissenschaft

Vom 26. bis zum 29. Februar 2008 findet an der Universität Bamberg die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft (DGfS) statt. Die DGfS begeht in Bamberg ein Jubiläum: Sie feiert ihren 30. Geburtstag. Seit ihrer Gründung hat sie sich zur maßgeblichen und mitgliederstärksten deutschen Fachvereinigung für Linguistik entwickelt, deren Tagungen, Sommerschulen und Publikationen weltweit beachtet werden.
Die 30. Jahrestagung in Bamberg steht unter dem Rahmenthema "Sprachvergleich". In 13 Sektionen widmen sich die etwa 600 Kongressbesucher der vergleichenden Sprachforschung, der Frage nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Sprachen. Die mehr als 6000 Sprachen auf der Welt, noch dazu mit ihren vielfältigen Dialekten, bieten den Sprachforschern dazu ein reiches Anschauungsmaterial. Die Vorträge in Bamberg vergleichen Sprachwandelprozesse ebenso wie den Ausdruck von Zeitbeziehungen in verschiedenen Sprachen. Fragen der Sprachverwendung werden vergleichend bearbeitet in der Sektion "Experimentelle Pragmatik / Semantik". Andere Sektionen widmen sich Fragen des Vergleichs von Satzstrukturen oder der Sprachverarbeitung im menschlichen Gehirn.
Für ein breites Publikum von Interesse ist das Thema "Strategien der Integration und Isolation nicht-nativer Einheiten und Strukturen". Es geht in dieser Sektion um die Frage, wie einzelne Sprachen mit Importen aus anderen Sprachen, mit Fremdwörtern, umgehen. Die Anglizismen spielen dabei eine große Rolle (nicht nur im Bezug auf das Deutsche).
Eine weitere Sektion widmet sich dem Vergleich zwischen Lautsprache(n) und Gestensprache(n). So geht Konrad Ehlich (Berlin) dort der Frage nach, ob Gestensprachen "internationaler", universeller gebaut sind und anders funktionieren als Lautsprachen. Andere Beiträge dieser Sektion befassen sich mit dem Lautsymbolismus in Gestensprachen, mit der Bildhaftigkeit von Gesten und mit der Frage, wie man uneigentliche, übertragene Bedeutungen in Gestensprachen ausdrücken kann.
Zur Eröffnung und zum Beschluss der Tagung finden in der ehrwürdigen Aula der Universität im Dominikanerkloster vier Plenarvorträge statt, gehalten von je zwei prominenten amerikanischen und deutschen Forschern. Zum Programm gehören weiterhin die Treffen der Arbeitsgruppen für Computerlinguistik, für Linguistische Pragmatik und für Fragen der Sprachwissenschaft in der Lehrerausbildung, in der Peter Eisenberg (Potsdam) den Hauptvortrag hält. Eisenberg wurde im vergangenen Jahr mit der Bamberger Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Auch an den Nachwuchs ist gedacht: Er trifft sich in der studentischen Arbeitsgruppe zu Fragen der Sprachwissenschaft.
Die gastgebende Universität rechnet mit etwa 600 Gästen aus Deutschland und zahlreichen anderen Ländern. Sie wird dem 30. Geburtstag der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft einen festlichen Rahmen geben, schon dadurch, dass die Tagung mitten im "Weltkulturerbe" Bamberg stattfindet, aber auch durch ein vielseitiges musikalisches und kulinarisches Rahmenprogramm, das dem Anlass entspricht.

Kontakt: dgfs2008@split.uni-bamberg.de
Weitere Informationen: http://www.dgfs.de http://www.uni-bamberg.de/guk/tagungen/dgfs2008/ - Lokale Website der Bamberger Tagung
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