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Entwicklung neuer Technologien: Deutsche Stahlforschung beriet mit Projektpartnern an der FH Lausitz

01.02.2008 - (idw) Fachhochschule Lausitz

Die Fachhochschule Lausitz in Senftenberg war am 30. Januar 2008 Gastgeberin des 4. Treffens des Arbeitskreises der Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V. Düsseldorf (Fosta). Mit ihren Kooperationspartnern berieten die Experten zum Thema "Entwicklung einer Technologie zur kontrollierten Wärmezuführung beim Metall- Aktivgasschweißen von Strukturbauteilen aus hoch- und höchstfesten Mehrphasenstählen" und überzeugten sich von der hohen Qualität der Forschung an der Hochschule. Die Veranstaltung beginnend, begrüßte der Vizepräsident der Fachhochschule Lausitz für Forschung und Technologietransfer, Prof. Dr. Stefan Zundel, im Senatssaal die Vertreter des Günther Köhler Institutes für Fügetechnik und Werkstoffprüfung aus Jena, der Thyssen Krupp Steel AG, der Volkswagen AG, der Linde Gas AG, des FQZ Brandenburg, der FHL sowie der Fosta, dem Träger des Forschungsprojektes. In einer offenen und angeregten Diskussion stellten die Projektpartner die Ergebnisse der bisherigen Forschungsarbeit vor. Ziel ist es dabei, eine Technologie zu entwickeln, höherfeste Stähle, wie Dualphasen- und Restaustenitstähle effizient und qualitativ zu fügen. Die Arbeiten entsprechen dem Trend, auch bei geringem Gewicht von Fahrzeugen hohen Sicherheitsanforderungen zu genügen sowie umweltschonend agil zu sein.

Die theoretisch ermittelten Zusammenhänge konnten den Projektpartnern im Labor praktisch vorgestellt werden. Im Fachbereich Informatik/ Elektrotechnik/ Maschinenbau der FH Lausitz wird seit mehreren Jahren unter der Federführung von Prof. Dr. Ralf Winkelmann mit einem Team von acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Entwicklung von Technologien zum Fügen innovativer Werkstoffe geforscht. Das fügetechnische Labor der FH Lausitz ist hierfür mit modernsten Geräten und Anlagen ausgestattet. Es gelingt, durch Kopplung von Simulation und labortechnischer Bestätigung eine den zu fügenden Grundwerkstoffen entsprechende Ausbildung der Verbindungszone zu erreichen.

Sensible und hoch auflösende Systeme kommen zur Anwendung, um die Prozesse bis ins kleinste Detail zu erfassen und später auszuwerten. Um Strom- und Spannungsverläufe exakt zu analysieren, werden diese mittels Messkarten bei Abtastraten im Megahertz- bis Gigahertz-Bereich erfasst. Mittels einer Hochgeschwindigkeitskamera ist die Visualisierung der Fügeprozesse bei einer Bildfrequenz von bis zu 64.000 Aufnahmen pro Sekunde möglich.

Als sehr effektiv für die Lösung fügetechnischer Probleme erweist sich die enge Zusammenarbeit zwischen den forschenden Einrichtungen und der Industrie. Die Teilnehmer des Treffens überzeugten sich von der FH Lausitz als einem zuverlässigen Partner.

Im Abschluss der Veranstaltung wurden Meilensteine gesetzt und neue Ziele für die Forschungsarbeiten im Bereich des Fügens hochfester Stähle definiert. Durch Veränderungen des Wärmeregimes beim Fügen sollen verbesserte Gebrauchseigenschaften der Werkstoffe erreicht werden.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Ralf Winkelmann
Fachhochschule Lausitz
Fachbereich InformatiK/ Elektrotechnik/ Maschinenbau
Telefon: 03573 85-426
E-Mail: rwinkelm@iem.fh-lausitz.de

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