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20. Deutsche Zeolith-Tagung in Halle

25.02.2008 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist nach 1997 zum zweiten Mal Ausrichter der Deutschen Zeolith-Tagung. Die 20. Auflage der Tagung findet vom 5. bis 7. März 2008 statt. Im Fokus stehen dabei der enge Zusammenhang zwischen Grundlagenforschung und erfolgreicher Anwendung auf dem Gebiet der Zeolithe und anderer poröser Materialien. Die Tagung wird vom Institut für Chemie/Bereich Technische Chemie der MLU unter Mitwirkung der ProcessNet-Fachsektion Zeolithe (German Zeolite Association) sowie der Süd-Chemie Zeolites GmbH Bitterfeld ausgerichtet. Das Unternehmen zählt zu den Kooperationspartnern der Universität bei der Herstellung von Zeolithen.

Zeolithe und verwandte mikroporöse Materialien erleben zurzeit eine erstaunliche Fülle von neuen kommerziellen Anwendungen. "Im Kampf mit den großen Herausforderungen Rohstoff- und Energieknappheit, Umweltverschmutzung und Klimawandel werden an vielen entscheidenden Stellen Prozesse zum Einsatz kommen, die zum Beispiel auf zeolithischen Katalysatoren basieren", sagt Organisator Dr. Dirk Enke vom Institut für Chemie/ Technische
Chemie der MLU. Die verbesserte Ausnutzung vorhandener, die Erschließung neuer, insbesondere erneuerbarer Ressourcen für die chemische Industrie, die weitgehende Entfernung von Stickoxiden aus Abgasen von Industrie und Verkehr sowie neue adsorptive Verfahren zur effizienten Wärmenutzung basieren auf dem Einsatz innovativer zeolithischer und verwandter Materialien.

Viele der aktuellen kommerziellen Entwicklungen basieren auf universitärer und industrieller Grundlagenforschung. Die Aspekte des engen Zusammenhangs zwischen Forschung und Anwendung beleuchtet die 20. Deutsche Zeolith-Tagung besonders. Dabei wird traditionell jüngeren Wissenschaftlern ein Forum geboten, um ihre Arbeiten in Form von Kurzvorträgen und Posterpräsentationen vorzustellen. Gemäß der wissenschaftlichen Ausrichtung der gastgebenden Arbeitsgruppe wird neben Themen auf dem Gebiet der Zeolithe und verwandter mikroporöser und mesoporöser Systeme auch anderen porösen Materialien (Komposite, hierarchisch strukturierte Materialien, poröse Gläser) eine Plattform gegeben.

Neben den Plenarvorträgen beinhaltet das wissenschaftliche Programm Kurzvorträge und Posterpräsentationen. Zu Plenarvorträgen wurden eingeladen: Prof. Dr. Nicola Hüsing (Universität Ulm), Prof. Dr. Wilhelm Schwieger (Universität Erlangen-Nürnberg) und Prof. Dr. Bernd Smarsly (Universität Gießen).

Das Institut für Chemie/Bereich Technische Chemie blickt auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurück. So lehrten und forschten hier so berühmte Persönlichkeiten wie Karl Ziegler und Franz Runge. Schon in den 1960er Jahren beschäftigte sich Friedrich Wolf, ein Schüler Runges, mit Untersuchungen zur Herstellung von Fällungskieselsäuren und Zeolithen, deren Synthese im nahegelegenen Bitterfeld technisch realisiert wurde. "Dies darf ohne Zweifel als Geburtsstunde der Zeolithforschung auf deutschem Boden angesehen werden", sagt Dr. Henri Preising, einer der Organisatoren. Einen aktuellen Forschungsschwerpunkt am Institut bildet u.a. die Herstellung monolithischer Siliciumdioxid-Substrate für die Zeolithkristallisation.


Konferenz:
Zeit: 5.3.2008 (10:15 Uhr) bis 7.3.2008 (12 Uhr)
Ort: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Audimax, Universitätsplatz 1, 06099 Halle

Ansprechpartner:
Dr. Henri Preising / PD Dr. Dirk Enke
Tel: 0345 55 25914
E-Mail: 20DZT@chemie.uni-halle.de
Weitere Informationen: http://events.dechema.de/dzt20.html
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