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Kinderarzt Dr. Peter Vorwerk leitet bundesweite Krebsstudie

26.02.2008 - (idw) Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Der Magdeburger Kinderarzt Privatdozent Dr. med. Peter Vorwerk leitet künftig eine bundesweite Studie zur Untersuchung von speziellen Krebserkrankungen. Gewählt wurde der 45-jährige Wissenschaftler zum neuen Studienleiter der Therapieoptimierungsstudie "Maligne endokrine Tumoren im Kindes- und Jugendalter - GPOH-MET" auf der 70. wissenschaftlichen Halbjahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH), der medizinischen Fachgesellschaft der Kinderonkologen Deutschlands. Im Zusammenhang mit der Übertragung dieses Mandats an PD Dr. Vorwerk zieht die Studienzentrale von Lübeck nach Magdeburg um. Zur Person: Priv.-Doz. Dr. Peter Vorwerk leitet seit 2006 an der Universitätskinderklinik Magdeburg den Arbeitsbereich Kinderonkologie. Seine bisherige klinische und wissenschaftliche Arbeit beschäftigte sich neben der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie besonders mit endokrinologischen Fragestellungen zu Grundlagen des Wachstums maligner Zellen. Mehrjährige Forschungsaufenthalte führten ihn unter anderem nach Kopenhagen und Portland/OR, USA.

Informationen über die Studie: Krebserkrankungen im Kindesalter sind sehr selten und werden daher im Rahmen von Therapieoptimierungsstudien nach einheitlichen Richtlinien im deutschsprachigem Raum betreut. Das schließt sowohl die Diagnostik, Therapie und Nachsorge dieser Patientengruppe ein. Die GPOH-MET-Studie wurde 1997 durch Prof. Dr. Peter Bucsky, Lübeck, initiiert und bisher geleitet. Mit seiner anstehenden Emeritierung musste sie neu besetzt werden.

In der GPOH-MET-Studie werden maligne Tumoren der Schilddrüse und der Nebennieren, Karzinoidtumoren und Phäochromozytome erfasst. Wichtigstes gemeinsames Merkmal dieser Tumoren ist die Abstammung von endokrin aktiven Organen oder Geweben. Die Betreuung der Patienten setzt ein hohes Maß an interdisziplinärer Zusammenarbeit voraus. So sind Endokrinologen, Chirurgen, Pathologen, diagnostische Radiologen, Nuklearmediziner, Strahlentherapeuten und Onkologen mit speziellen Erfahrungen im pädiatrischen Bereich beteiligt, wobei die Koordination der Betreuung in den Händen des Kinderonkologen liegt. Die Prognose der endokrinen Tumoren im Kindesalter hat sich durch die Einführung einer standardisierten und zentralisierten Betreuung verbessert. Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit der Studienleitung wird die weitere Verbesserung der Heilungschancen von Hochrisikopatienten durch wissenschaftliche Begleitforschung und die schnelle Überführung der Erkenntnisse in die Praxis sein.

Nach der Übertragung des Mandats zieht die Studienzentrale Ende Februar von Lübeck nach Magdeburg um. Im neuen Studienbüro in der Unikinderklinik werden eine Studienassistentin und eine Dokumentarin die Arbeit aufnehmen. Möglich wurde dieser schnelle Umzug durch die finanzielle Unterstützung der W. A. Drenckmann-Stiftung und des Magdeburger Förderkreises krebskranker Kinder e.V.

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