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Biotech: Deutsche und Inder kooperieren

08.04.2008 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Gesundheitsforschung weiter ausbauen: Das ist das Ziel des vom Bundesforschungsministerium an der Universität Würzburg eingerichteten Indisch-Deutschen Kontaktbüros (IGLO). Eine gute Gelegenheit dafür bot sich jetzt auf der BioAsia-Messe in Hyderabad. Als Partner der Messeorganisatoren hatte IGLO-Geschäftsführer Dr. Abdul Salam Khan für deutsche Besucher ein umfangreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. 18 hochrangige Vertreter der deutschen Biotech-Szene und der Politik nahmen Anfang Februar die Gelegenheit wahr, unter der Führung von Dr. Abdul Salam Khan, Geschäftsführer des Indo-German Liaison Office (IGLO) einen tiefen Einblick in die sich ständig weiter entwickelnde Biotech-Szene Indiens zu gewinnen. Anlass der Reise war die vom 7. bis 9. Februar stattfindende BioAsia-Messe in Hyderabad, die ihren Schwerpunkt auf Kooperationen im Bereich der Biowissenschaften gelegt hatte.
Auf welchem Stand die Botechnik in Indien heute arbeitet - davon konnten sich die Mitglieder der Reise während einer Exkursion zu verschiedenen Firmen und Biotech-Einrichtungen in Indien ein Bild machen. Wie Biotechnologie-Parks angelegt sein müssen, damit sie eine Schlüsselstellung in der Entwicklung einnehmen können - dies vermittelten im Anschluss daran drei Vertreter der führenden Biotechnologie-Parks in Deutschland im Rahmen eines Workshops. Die Möglichkeiten der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen deutschen und indischen Biotech-Unternehmen standen im Mittelpunkt eines von IGLO exklusiv für die deutsche Delegation organisierten Abendprogramms, bei dem der Nobelpreisträger Sir Martin J. Evans Ehrengast war.
Auf diese Weise gut vorbereitet konnte die deutsche Delegation die BioAsia-Messe zur Vertiefung und Entwicklung ihrer Kooperation mit indischen Partnern optimal nutzen. Ein Ergebnis dabei waren Absichtserklärungen über eine enge Zusammenarbeit, die von der Central University of Hyderabad, dem Department of Industries and Commerce of Andhra Pradesh und den drei deutschen Technologieparks aus Heidelberg, München und Berlin in Anwesenheit des Ministerpräsidenten des indischen Bundesstaates Andhra Pradesh unterzeichnet wurden. Sie gehen auf eine Initiative des indischen Koordinators von IGLO, Professor Seyed E. Hasnain, zurück, der in seiner Funktion als Präsident der Central University of Hyderabad für die Entwicklung des neuen "Knowledge and Innovation Park" in Hyderabad University um Unterstützung gebeten hatte.
Das deutsch-indische Kontaktbüro ist am 1. Oktober 2005 mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eingerichtet worden mit dem ursprünglichen Ziel einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für Infektionsforschung der Uni Würzburg und dem "Centre for DNA Fingerprinting and Diagnostics" in Hyderabad. Ziel des Büros war es, gemeinsame Projekte in der Infektionsforschung zu entwickeln und weitere Finanzierungsquellen zu finden. Dabei sollte die mittelständische Industrie in beiden Ländern mit einbezogen werden, um neben der wissenschaftlichen auch eine noch stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit zu erreichen. Inzwischen ist IGLO Keimzelle für eine über Würzburg und Hyderabad hinausgehende gemeinsame deutsch-indische Forschung. Zudem dient das Büro als eine Art "Kooperations-Eingangstür" für die deutsche und die indische Industrie.
Kontakt: Dr. Abdul Salam Khan, T (0931) 31-2130, Fax (0931) 31-2578, E-Mail: s.khan@mail.uni-wuerzburg.de

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