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Studierendenzahlen an der Johannes Gutenberg-Universität stabilisieren sich im Sommersemester auf hohem Niveau

09.04.2008 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Wenn auch die Einschreibefrist für das Sommersemester 2008 noch läuft: Es zeichnet sich ab, dass die Studierendenzahlen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz auf hohem Niveau bleiben. Derzeit haben sich bereits wieder knapp 34.000 Studierende eingeschrieben. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz rechnet damit, dass die Gesamtstudierendenzahl erneut die 34.000-Marke überschreiten und um den Wert des Vorjahres liegen wird (Sommersemester 2007: 34.452 Studierende). "Damit stabilisieren sich die Studierendenzahlen an unserer Universität, wenn auch auf hohem Niveau", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, anlässlich der Erstsemesterbegrüßung, "leider konnten wir diese weitgehende Konstanz erneut nur durch Zulassungsbeschränkungen erreichen, denn Zahl der Bewerbungen lag wie im Vorjahr bei etwa 7.000. Allerdings, und das ist erfreulich, mussten gegenüber dem Vorjahr keine zusätzlichen Beschränkungen eingeführt werden."

Im Vergleich zum Sommersemester 2007 zurückgegangen ist allerdings die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger. Derzeit haben sich 2.247 Studierende im ersten Fachsemester eingeschrieben. Ihre Zahl wird sich voraussichtlich noch auf ca. 2.500 erhöhen. Zum Vergleich: Im Sommersemester 2007 waren 3.084 Studierende im 1. Fachsemester registriert. "Wir erklären uns diesen deutlichen Rückgang durch vermehrten Studienfachwechsel Studierender höherer Fachsemester", so der Präsident, "denn vor der flächendeckenden Umstellung auf Bachelor und Master ab dem Wintersemester 2008/09 haben die Studierenden der bisherigen Magister- oder Lehramts-Studiengänge die letzte Möglichkeit gehabt, ihr Studienfach so zu wechseln, dass sie ihr Studium im alten Studiensystem fortsetzen können. Dadurch wurden die Aufnahmekapazitäten für neue Studierende an unserer Universität noch zusätzlich beschränkt." Dass die Zahl der Wechselwilligen außerordentlich hoch sein würde, hatte sich im Vorfeld des Bewerbungsverfahrens bereits eindeutig in den Beratungsgesprächen der Zentralen Studienberatung abgezeichnet.

Elf Bachelor- und zwölf Masterstudiengänge bietet die Johannes Gutenberg-Universität im Sommersemester an. 2.727 Studierende sind bislang in diesen neuen Studiengängen eingeschrieben. Insbesondere die wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorstudiengänge, die seit einem Semester in Betrieb sind, haben sehr schnell einen hohen Zulauf gefunden. Über 400 Studierende belegen einen der Studienplätze im ersten und zweiten Semester. Aber auch der Bachelorstudiengang "Sprache, Kultur, Translation" in Germersheim, der nunmehr in das vierte Studiensemester einmündet, hat mit über 700 Studierenden eine hohe Nachfrage gefunden. Ab dem kommenden Wintersemester sollen rund 60 Bachelor- und in den darauffolgenden beiden Jahren noch etwa weitere 70 Masterstudiengänge akkreditiert sein.

Die vielfach befürchtete Flut von "Gebührenflüchtlingen" aus anderen Bundesländern bleibt nach wie vor aus. "Zumindest können wir keine signifikante Veränderung verzeichnen", so der Präsident, "dies deckt sich übrigens auch mit Aussagen von Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern, die in derselben Situation wie Rheinland-Pfalz sind. Auch dort sind keine gravierenden Anstiege der Einschreibezahlen zu beobachten."

Lokale Zulassungsbeschränkungen
Angesichts der nach wie vor hohen Nachfrage nach einem Studienplatz sah sich die Johannes Gutenberg-Universität Mainz auch in diesem Sommersemester ge-zwungen, Studiengänge mit lokalen Zulassungsbeschränkungen zu belegen. "Der Anteil der erfolgreichen Bewerbungen hat sich somit innerhalb der zurückliegenden fünf Jahre deutlich verringert - oder umgekehrt: Immer weniger Bewerberinnen und Bewerber erhalten die Zulassung zu dem von ihnen erwünschtem Studium", so der Präsident, "gerade vor diesem Hintergrund führen wir Zulassungsbeschränkungen nur ungern ein. Denn es ergeben sich für die Schülerinnen und Schüler immer weniger Perspektiven für die Zukunft, zumal die Alternative einer Berufsausbildung auch für Abiturientinnen und Abiturienten immer schwieriger wird." Nach wie vor sind 86 von rund 130 grundständig studierbaren Fächern an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sind diesem Sommersemester zulassungsbeschränkt. "Gerne würden wir diese Regulierungen in deutlichem Umfang zurücknehmen", so der Präsident, "aber angesichts der enormen Bewerberzahlen können wir in diesen Fächern nur mit den Beschränkungen einen regulären Studienbetrieb aufrechterhalten."


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